So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Corina Morasch.
Corina Morasch
Corina Morasch, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 16394
Erfahrung:  praktizierende Tierärztin seit 2001, Eigene Kleintier- und Pferdepraxis seit 2004
48487448
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Tiermedizin hier ein
Corina Morasch ist jetzt online.

Mein Kater ist ca. 18,5 Jahre alt. Er hat seit ein paar

Kundenfrage

mein Kater ist ca. 18,5 Jahre alt. Er hat seit ein paar Jahren eine mässige Nierenschwäche, die sich in den letzten Jahren nicht verschlechtert hat und eine Spondylose. Ansonsten keine Krankheiten. Jetzt hatte er vor 5 Wochen auf einmal ganz schlimmen Drehschwindel und Gangstörungen. Er torkelte dann ganz arg. Zuvor gingen je im Wochenabstand leichtere Torkelepisoden voran ohne Drehschwindel aber mit Gleichgewichtsproblemen. Die Stärke der drei Episoden nahm retrospektiv gesehen deutlich zu. Einziges Indiz auf die Ohren war dass er den Kopf ein paar Mal am Tag schüttelte und daran kurz rieb. Das wurde uns im Nachhinein klar. Wir waren ab der zweiten Episode beim Tierarzt. Lt. Tierarzt sähen Ohren von außen normal aus. Es könne im Mittelohr sein. Es wurden jetzt 4 Wochen lang Langzeit-Antibiotika (Wirkdauer ca. 1 Woche) und Depot-Cortisonspritzen gegeben. Der Kater hatte keine Symptome mehr - aber das Schüttel des Kopfes kommt noch ab und an vor und dann zeigt sich auch der weiterhin noch etwas schlechte Gleichgewichtssinn. Ist aber alles ganz gut besser geworden! Während der Spritzenkur hat er viel gefressen und sehr viel uriniert. Und er hat angefangen sich immer unter dem Bett aufzuhalten, wo er sonst an uns klebt wie ein Kaugummi. Aber er wirkte nicht leidend! Vielleicht nervös hin und wieder, was neu ist. Die Spritzen sind nun seit 1,5 Wochen abgesetzt, weil sie ihn in den ersten zwei Tagen voll umgehauen haben und er litt (Allgemeinzustand). Jetzt normalisiert sich die Persönlichkeit des Katers, er kommt mehr und mehr zu uns, ist in der Wohnung unterwegs, Heißhunger nimmt etwas ab, Urinierhäufigkeit geht zurück. JETZT DAS PROBLEM: Genau seit 1,5 Wochen hat der Kater eine Hinterlaufschwäche beidseitig. Er sinkt ständig ab. Seine Beine sind wie O-Beine mit Pudding, er sitzt beim Essen und Trinken voll auf dem Hinterleib. Er legt sich schon nach 3 Metern immer wieder hin. Ansonsten wirkt er nicht geschwächt - die Vorderbeine sind, fit, er will seinen Hobbys nachgeben (Balkon), ist lebendig im Wesen - aber die Beine tun es nicht mehr. Haben Sie eine Idee, wodurch das kommt und ob sich das wieder von allein zurückbildet? Der ratlose Tierarzt will am Donnerstag Blut abnehmen, was grundsätzlich sehr sinnvoll ist um einen Status bez. Nieren, Zucker, Schilddrüse zu erhalten ganz grundsätzlich. Aber der Kater lässt sich kein Blut abnehmen (hat sein Leben lang schon extreme Angst beim TA und wehrt sich ganz massiv bis kurz vor den Herzinfarkt inkl. meinem Herz). Früher wurde er IMMER in Narkose gelegt - die er aber in der Regel SCHLECHT vertrug. Vor 1,5 Jahren starb er fast in einer renommierten Tierklinik bei der leichtesten Narkosedosis. Keine Blutentnahme. So wissen wir nicht um seinen Gesundheitszustand. Fragen: 1. Der aktuelle neue Tierarzt meint, dass er zur Not Sedieren kann mit einer Spritze in den Muskel. Was muss hier beachtet werden bei einem so alten Tier, dass generell auf alle Betäubungen fast immer und schon in jüngeren Jahren mit "Kollaps" reagierte. Oder mache ich mir zu viel Sorgen? Ich habe Angst, dieses geschwächte Tier nach Wochen der Krankheit in ein großes Risiko zu mannövrieren. 2. Haben Sie eine Idee, wieso mein Kater so massive Hinterhandschwäche zeigt gerade nach der 4. Depot-Ladung Antibiotikum und Depot-Cortison? Ist das reversibel? Ich sehe bei den Hinterbeinen keinen nennenswerten Besserungstrend, aber der Kater wurde ansonsten täglich deutlich fitter und agiler nach Absetzen der Spritzen. Das widerspricht sich irgendwie. Der Tierarzt sagt, er wisse überhaupt nicht was es sein könne. Er gab mir Metacam mit, da er an eine altersbedingte Knochen- und Gelenksache glaubt (wieso gerade jetzt?). Metacam bringt nach drei Tagen (noch) keine Besserung bei der Hinterhandschwäche. Für Ihren Rat bin ich sehr verbunden. Mein Kater ist so tapfer und für sein Alter noch relativ gesund. Auch wenn er alt ist, er lebt noch gerne. Viele Grüße ***

Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Tiermedizin
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Die Antibiotika-Cortison-Depot-Spritzen hat er am Anfang ganz gut weggesteckt - aber die 3. und 4. Kombi-Depot-Spritze hat er nicht gut vertragen. Er war zwei bis drei Tage davon eher apathisch, geschwächt, wirkte leidend. Eben nicht gut vertragen. Aber der Zustand erschien nicht dramatisch im klassischen Sinne.
Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 1 Monat.

^Hallo,

leider kommen dafür mehrere Ursachen in Frage:

-Kreislaufprobleme

-Gleichgewichtsstörungen verursachr durch ein Problem im Gehirn oder Innenohr

-ein tumoröses Geschehen

-organische Probleme

-ein Problem im Bewegungsapparat

meine ehrliche Meinung dazu ist auf >grund des bereits geschwächten Zustands und auch des Alters keine aufwendigen Untersuchungen machen zu lassen,eine narkose käme aus meiner Sicht nicht mehr in frage.Geübte kollegen können allerdings häufig auch bei schwierigen Katzen eine gernige Menge Blut nehmen,ist dies nicht möglich würde ich auf das Blutbild verzichten.Depot Cortiosn und Antibiotikum sind starke medikamente welche oft auch junge tiere nicht so einfach wegstecken,ich würde auch davon absehen ,diese nochmals verabreichen zu lassen.Wenn er eine Ultraschall und Röntgenuntersuchung mit sich machen läßt würde ich diese Untersuchungen durchführen,ist dies nur mit "Gewalt" möglich,würde ich davon absehen.Metacam als entzündungshemmendes Schmerzmittel belastet die Nieren,sollte daher mit vorsicht verabreicht werden und nur wenn dies nötig ist,zeigt es nach 3 Tagen keine Wirkung dann besser absetzen.ich würde ihren kater symptomatisch unterstützend behandeln,z.B. mit Vitamin B,welches die Nervenfunktionen und das Allgemeinbefinden unterstützt.Ferner Traumeel aus homöopathiches Schmerzmittel 2xtgl eine halbe tablette.Ferner Hypericum D6 und Arnika D6 je 3xtgl 3-5 Globuli ins Futter.Dazu Rekonvales Tonikum.

Beste Grüße

Corina Morasch

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrte Frau Dr. Morasch,vielen Dank für Ihre Antworten und Tip zu alternativen Therapien.Ich habe leider noch Verständnisfragen:1. Die Sedierung werten Sie also wie eine Narkose? Ich dachte, das wäre nur eine Art Beruhigung, die natürlich auch ihre Risiken bei einem alten Tier hat mit der Vorgeschichte. Grundsätzlich soll versucht werden das Blut so zu kriegen.
2. Kann durch die Depot-Spritzen ein Diabetes entstanden sein? Ich habe recherchiert, dass dies durch Depot-Spritzen passieren kann und damit eine Hinterhandschwäche auftreten kann. Wäre diese Erscheinung von allein rückläufig?Viele Grüße
Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 1 Monat.

Hallo,

ja gerade bei einem alten geschwächten Tier würde ich auch von einer Sedierung absehen,diese ist Kreislauf und Nieren belastend.Ich würde versuchen bei einem erfahrenen Kollegen mit einem guten Team das Blut ,man benötigt nicht viel wenn es gleich untersucht werden kann,so zu erhalten.Ja dies ist leider korrekt,es kann zu einem Diabetes gerade bei älteren Tieren führen mit auch Hinterhandschwäche,es kann sich nach nachlassender Wirkung wieder bessern,leider kann aber auch ein anhaltender Schaden in Bezug auf Diabetes bzw Addison entstanden sein,daher wären die Blutwerte sehr wichtig zu erhalten.Ich drücke die Daumen

Beste Grüße und alles Gute

Corina Morasch