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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Guten Abend, Wir haben einen hund zur Urlaubspflege. Nun

Kundenfrage

Guten Abend,
Wir haben einen hund zur Urlaubspflege. Nun hat sich dieser etwas am hinteren linken Bein getan. Er humpelt stark. Wir wollen gern zum Tierarzt. Was benötigt der Tierarzt für Daten zur Behandlung. Leider hat der Halter vergessen uns die Daten des Hundes und auch die Hundemarke vergessen uns zu ubergeben. Nur den Namen wissen wir.
Wird der Hund trotzdem behandelt?
Vielen Dank ***** ***** Antwort.
MfG
Ye
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 2 Jahren.

Hallo,

der Hund wird trotzdem behandelt - vorausgetzt der Hund hört auf Sie und Sie bezahlen die Behandlung.

Sehen Sie eine Schwellung?, Haben Sie das Bein schon vorsichtig durchbewegt? Reagiert der Hund an einer bestimmten Stelle beim Betasten (und vorsichtigen Durchbewegen)? Schleckt sich Ihr Hund irgendwo vermehrt (Hinweis auf schmerzende Stelle).

Am Hinterbein gibt es oft Probleme am Kniegelenk. Hier ist an eine (habituelle) Patellaluxation ( (phasenweises) Verrutschen der Kniescheibe) aber insbesondere auch an Probleme der Kreuzbänder (Kreuzbandriss) zu denken. Diese Erkrankkungen können durch spezielle Beweglichkeitsprüfungen (Tibia-Kompressionstest, Prüfung des Schubladenphänomens...) festgestellt werden.

Einfachere, zu Schonhaltung führende Verletzungen wären beispielsweise Krallenverletzungen, es können aber auch - neben Bänderproblemen - Knorpel- oder Knochenstücke abgelöst sein (in einem Gelenk), diese müssten dann baldmöglichst operativ entfernt werden.


Bitte lassen Sie - wie von Ihnen geplant - das Bein von einem Tierarzt untersuchen, falls die Beschwerden andauern oder sich verschlimmern. Zur Diagnose sind oft spezielle Bewegungsprüfungen des Beines (Überprüfung auf gerissene Bänder, Kapselverletzung, abnorme Beweglichkeit, Reflexe) und evtl. eine. Röntgenaufnahme erforderlich. Viele Erkrankungen lassen sich im Anfangsstadium besser (und billiger) behandeln als bei längerer Dauer.
Eine exakte Diagnose kann in vielen Fällen nur der Tierarzt vor Ort durch eine genaue Untersuchung stellen.
Ohne Behandlung besteht die Gefahr von Arthrosen (als Folgeerkrankung durch Schonhaltungen etc).

Ob ein Schmerzmittel (alleine und/oder die ergänzende Behandlung mit Cortison) die sinnvollste Behandlung ist kann nur ein Tierarzt vor Ort in der Regel mit Hilfe von Röntgenaufnahmen entscheiden. Stellen Sie Ihren Hund deshalb bitte möglichst einem Tierarzt vor.


Bei den Schmerzmitteln für den Bewegungsapparat (und auch die Wirbelsäule) haben sich v.a. die NSAID (nicht cortisonhaltige entzündungshemmende Schmerzmittel) bewährt, hier insbesondere:
- Carprofen (z.B. Rimadyl, daß Sie bisher gegeben haben)
- Meloxicam (z.B: Metacam)
- Firocoxib (z.B. Previcox)
Alle wirken entzündungs- und schmerzstillend sowie abschwellend. Sie sind nur beim Tierarzt erhältlich. Die in der Humanmedizin gebräuchlichen Schmerzmittel (z.B. ASS (Aspirin), Paracetamol und andere) sollten nicht gegeben werden, da sie ein deutlich höheres Nebenwirkungsrisiko beim Hund haben. Nur Metamizol (z.B. Novalgin) 25mg/kg 2-3 x tgl. kann man geben.
Welches Mittel am besten wirkt, muß man ausprobieren. Sie greifen an verschiedenen Stellen der Entzündungs- und Schmerzentstehung an und welcher Angriffspunkt der Effektivste ist, hängt individuell vom zu behandelnden Tier ab. Es gibt auch Fälle, bei dennen eines eine Zeit gut wirkt, dann in der Wirkung nachläßt, aber ein anderes NSAID trotzdem noch gut wirkt.
Gleiches gilt für die Nebenwirkungen. Am häufigsten sind Durchfälle, in seltenen Fällen sogar blutig. Welches Mittel am besten vertragen wird ist individuell verschieden.
Bei jeder Gabe von Schmerzmitteln muß man darauf achten, daß sich der Hund -seiner Schmerzen entledigt- nicht zu heftig bewegt und dadurch die eigentliche Genesung behindert.

Unterstützend könnte noch folgende Arznei gegeben werden (keinesfalls einen Tierarztbesuch ersetzend):
- ein Teufelskrallenpräparat (Harpagopnytum), z.B. arthrovet plus
-Canosan (Boehringer, bänder- und sehnenstabiliierend, enthält Gonex und Glykosaminoglykane, erhältlich beim Tierarzt)
-Ruta D6 3x tägl 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli (evtl. mit etwas Wasser, aber ohne Futter) ins Maul Ihres Hundes geben. 14 Tage, dann Umstellung auf Rhus toxicodendron D6 3 x täglich 1 Tablette, in den ersten 3 Tagen zusätzlicg Arnika D6 3 x täglich. (evtl. auch das Komplexpräparat Traumeel 3x tgl., besser aber die genannten Einzelmittel.)
-falls Sie eine Schwellung sehen: mit Traumeel oder Traumaplantsalbe einreiben, evtl nach Absprache mit Tierarzt auch Heparinsalbe
-In den nächsten 14 Tagen Hund nur an der Leine führen und starke Belastungen vermeiden

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, meine Antwort positiv zu bewerten, damit meine Arbeit bezahlt werden kann. Im Voraus besten Dank. Falls noch Fragen bestehen, antworte ich natürlich gern noch mal.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 2 Jahren.

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Freundliche Grüße,

Udo Kind

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 2 Jahren.

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Dr. Udo Kind