So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Kleintierärztin.
Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
47154271
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Tiermedizin hier ein
Kleintierärztin ist jetzt online.

Hallound zwar habe ich eine Frage mein Hund hatte gerade

Kundenfrage

Hallo und zwar habe ich eine Frage mein Hund hatte gerade so einen Anfall das sie nicht mehr aufstehen kann und sich alle muskeln verkrampfen dabei zittert sie stark und verdreht ihr augen. dieser anfall hat ca 5 min gedauert dann war wieder alles okay was kann das sein ? ist es schlimm?

Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Kleintierärztin :

Guten Tag,

JACUSTOMER-kkjljfkj- :

guten tag

Kleintierärztin :

was Sie beschreiben klingt stark nach einem epileptiformen Anfall. Dies kann verschiedene Ursachen haben. die Ursache für Krampfanfälle zu finden ist nicht ganz einfach, da es beispielsweise keinen Test auf Epilepsie gibt. Man kann im Grunde nur andere Ursachen für die Krampfanfälle ausschließen. Epilepsie tritt normalerweise bei Hunden zwischen 1 und 5 Jahren auf. Bei älteren Hunden sind meist andere Ursachen Schuld an den Krämpfen.

Neben Vergiftungen kann auch eine Unterzuckerung zu Krampferscheinungen führen. Auch ein zu hoher Glucosespiegel kann zu Krampfanfällen führen. Tritt ein Krampfanfall auf sollte daher immer ein kompletter Blutstatus erhoben werden. Falls dies noch nicht geschehen ist, würde ich dies auf jeden Fall machen lassen.

Die Diagnose Epilepsie ist eine Ausschlussdiagnostik, da es wie gesagt keinen Test auf Epilepsie gibt. Es müssen daher zunächst andere Erkrankungen (Stoffwechselerkrankungen, Herzerkrankungen, etc.) ausgeschlossen werden. Handelt es sich um eine Epilepsie, gibt es auch hier verschiedene Formen, je nachdem wodurch sie ausgelöst wird (Tumor, Hirnhautentzündung,...).

Ich würde den Hund gründlich neurologisch untersuchen lassen und einen kompletten Blutstatus anfertigen. Wird hier bei einem Hund im Alter Ihres Hundes nichts auffälliges gefunden handelt es sich sehr wahrscheinlich um Epilepsie.

Epilepsie wird normalerweise erst therapiert, wenn zwei bis vier Anfälle erfolgt sind. Einzelne Anfälle sind im Grunde harmlos, so lange der Abstand zwischen den Anfällen nicht zu kurz wird. Bei 4 - 6 leichten Anfällen pro Jahr wird Epilepsie nur auf ausdrücklichen Wunsch des Besitzers therapiert. Es gibt keine Heilung für Epilepsie, man kann nur durch eine Dauermedikamentation die Anfallshäufigkeit und vor allem Schwere mindern.

Bei Hunden kommen auch ein bis zwei Einzelanfälle vor, ohne dass diese wieder auftreten. Aus diesem Grund werden Hunde normalerweise noch nicht nach dem ersten Anfall auf Epilepsiemedikamente gesetzt, sondern zunächst durch Blutuntersuchung und eventuelle weiterführende Untersuchungen (Röntgenaufnahme von Herz und Lunge, Schädel, bei älteren Hunden CT) durchgeführt. Ich würde aber sicherheitshalber eine Blutuntersuchung machen lassen.

JACUSTOMER-kkjljfkj- :

also kann ich davon ausgehen das sie epilepsi hat ?

JACUSTOMER-kkjljfkj- :

also bis jetzt hatte sie ca 3 stück in einem halben jahr gehabt

JACUSTOMER-kkjljfkj- :

??

Kleintierärztin :

leider war ich zwischenzeitlich nicht online, so dass ich Ihnen erst jetzt antworten kann. Wenn Sie innerhalb von einem halben Jahr bereits 3 Anfälle hatte ist eine Epilepsie nicht ganz unwahrscheinlich. Sie sollten aber andere Ursachen wie einen Diabetes mellitus, eine Herzerkrankung, etc. ausschließen lassen.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Tiermedizin