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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo,Ich habe eine 5 Jahre alte Malteser Hündin. Sie ist

Kundenfrage

Hallo,
Ich habe eine 5 Jahre alte Malteser Hündin. Sie ist eig nie krank und ist auch hart im nehmen. Seid heute nachmittag ist sie ein wenig schlapp. Ich habe gesehen dass sie einmal erbrochen hat. ( allerdings nur Futter). Jetzt liegt sie im Bett und zittert ab und zu. Wenn ich sie streichle legt sie sich auf den Rücken. Meine größte Angst wäre natürlich eine Vergiftung. Sie war heute nur bei uns im garten und sie ist auch nicht diejenige, die alle frisst. Sie würgt teilweise immer noch.
Sie hat jetzt gerade erneut gebrochen und macht sich, wenn sie sich hinlegt ganz lang.

Wie gesagt, meine größte Angst ist immer eine Vergiftung.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
Hallo,

eine Vergiftung ist auf jeden Fall eine mögliche Ursache. Wenn Ihre Hündin Glück hat, wurde mit dem Erbrechen ein Teil des möglichen Giftes wieder ausgeschieden. Neben Vergiftung gibt es aber natürlich auch noch einige andere mögliche Gründe. Das Ganzlang machen im Liegen ist vermutlich Folge von Bauchschmerz und ein Versuch den Bauch zu entlasten.

Sinnvoll wäre - falls ein konkreter Vergiftungsverdacht vorliegt - die Gabe von medizinischer Kohle als Aufschwemmung (1g/kg Körpergewicht) ins Maul (mit etwas Fleischbrühe schmackhafter machen) und Ihren Hund viel trinken zu lassen (schnellere Ausscheidung), natürlich nur falls Trinken nicht wieder erbrochen wird.

Infos zu Kohle: http://www.vetpharm.uzh.ch/clinitox/klt/toxfklt.htm

Unterstützend könnten Sie bei Vergiftung Nux vomica D6 (Erbrechen nach Unverträglichem, fördert Entgiftung, reduziert Bauchkrämpfe) im stündlichen Wechsel mit Okoubaka D6 geben (jeweils 5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit 1 Tl. Wasser mit Spritze ins Maul geben).


Wie geht es Ihrem Hund denn vom Allgemeinbefinden her? Wie sehen die Schleimhäute aus? Hat er Fieber oder Untertemperatur? (bitte rektal messen (normal 38°-39°)). Ist der Bauch hart, aufgebläht und berührungsempfindlich? Ist er phasenweise auch apathisch, durchgehend sehr unruhig oder meist normal? Sollten Sie diesbezüglich deutliche Auffälligkeiten finden, gehen Sie bitte baldmöglichst zum Tierarzt. (Infusion, Schmerzmittel, Antibrechmittel...)

Bei Erbrechen sollten Sie sollten Ihrem Hund mindestens 12 Stunden nichts zu fressen geben. Trinken zunächst öfter kleine Mengen erlaubt (gerne milder leicht warmer Fenchel- oder Kamillentee), falls die Flüssigkeit nicht auch erbrochen wird. Der Magen-Darm muss zur Ruhe kommen (Rückgang der Entzündung), bevor wieder etwas zu Fressen gegeben wird.

Achten Sie bitte auf folgende Krankheitszeichen, die einen Tierarztbesuch baldmöglichst erforderlich machen würden. Insbesondere darauf ob:
-Ihr Hund ausgetrocknet ist, dies erkennen Sie daran, daß
--die Schleimhäute blasser sind als sonst (Augenschleimhaut weißlicher oder gelblich (Leber);
--Maulschleimhaut: Kapillarfüllungszeit länger als 2 Sekunden, d.h. wenn man auf die rosafarbene Maulschleimhaut mit einem Finger drückt wird sie blaß und muß dann innerhalb von höchstens 2 Sekunden wieder rosa sein, wenn es länger dauert: Zeichen für Austrocknung
--eine von Ihnen mit den Fingern gezogene Hautfalte verstreicht nicht sofort wieder
-Ihr Hund sich im Laufe des Tages noch mehrfach mit Brechen, Übelkeit und mit Würgereiz quält
-Temperatur (rektal gemessen) außerhalb des Normalbereichs von 38° bis 39° ( Achtung: Untertemperatur (v.a. unter 37,5° wäre besorgniserregender als etwas Fieber)
-das Allgemeinbefinden Ihres Hundes sehr gestört ist (sehr ruhelos oder zieht sich vollkommen zurück) .
-der Hund in letzter Zeit öfter erbrochen hat
-im Erbrochenen Blut zu sehen ist
-der Bauchumfang stark zunimmt , der Bauch hart und angepannt ist
-Ihr Hund immer wieder seinen Bauch leckt (Hinweis auf Schmerzen, z.B. durch Bauchspeicheldrüsenentzündung, Darmverschluss...)

Sobald eines dieser Zeichen eintritt, sollten Sie baldmöglichst zum Tierarzt! Dieser gibt dann je nach Lage Infusionen, Schmerzmittel, Antibrechmittel, Mittel gegen Übersäuerung...

Erbrechen hat neben Vergiftung oder einer meist leichten Gastritis (Magenentzündung), die z.B. durch ungewohntes oder zu kaltes Futter auftreten kann, meistens eine der folgenden Ursachen:
-infektionsbedingte Entzündungen der Magenschleimhaut (meist viral oder bakteriell, manchmal erhöhte Temperatur also über 39 Grad), auch Giardien (einzellige Parasiten, Diagnose durch Kotuntersuchung) wären möglich
-Mandelentzündungen (meist eher Würgen und Schluckbeschwerden)
-Fremdkörper (meist sehr häufiger Brechreiz) oder Unverträgliches wurde angeknabbert (z.B. Pflanzen) eher bei Jungtieren häufiger
- Futtermittelunverträglichkeit (z.B. zu viel Fett)
-starke Verwurmung (eigentlich nur Jungtiere)
- Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Schmerz, häufiges Brechen)
-Organerkrankungen (Niere, Leber, Schilddrüse...) , Erbrechen kann z.B. ein Hinweis auf Störungen im Bereich Leber/Gallenblase sein, eindeutige Klärung aber nur mittels Blutuntersuchung und evtl. Ultraschall möglich
-Herzerkrankungen (u.a durch Rückstau in die Leber)
-Darmverschluss, meist durch Fremdkörper (ganz selten auch durch Gewebezubildungen), unvollständige Magendrehung

Zur Abklärung der Ursachen ist ein Tierarztbesuch notwendig, denn zur Ursachenklärung sind Blutuntersuchung und ggf. auch Röntgenaufnahmen/Ultraschall
Oft wird ein Säureblocker gegegeben (Cimetidin, Ranitidin; Omeprazol, vom Tierarzt)

Heute würde ich zunächst kein Futter mehr geben und nach 12 Stunden mit leicht verdaulichem suppigem erwärmtem Futter (z.B. mageres Geflügelfleisch, Hüttenkäse, Reis) in kleinen Portionen beginnen. Ins leicht erwärmte Trinkwasser sollten Sie möglichst etwas Elektrolytpulver (z.B. Rehydration support von waltham, gibt´s beim Tierarzt) geben. Achtung: darauf achten ob Ihr Hund das angereicherte Wasser mag.

Unterstützend könnten Sie Nux vomica D6 (morgens und nachmittags) und Pulsatilla D6 (vormittags und abends) geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit Spritze mit Wasser ins Maul geben), bei Kreisaufschwäche sind Veratrum album D6 3x täglich 1 Tablette und Bachblüten-Rescue-Tropfen (3x täglich 4 Tropfen mit etwas Wasser) oft hilfreich.

Oft werden Säureblocker (Omeprazol, Cimetidin, Ranitidin) gegeben.

Außerdem wäre die Gabe von Sucralfat Ulcogant sinnvoll (schützt die Schleimhaut und wirkt gegen Übersäuerung, ist aber verschreibungspflichtig, gibt´s beim Tierarzt), E
später wäre dann die Gabe von 1 Tl Heilerde/Tag sinnvoll

Gegen häufigen Brechreiz und Übelkeit könnten Sie Paspertin (Metoclopramid-) Tropfen (1 Tropfen pro kg, 0,3 mg/kg) bis zu 3x täglich geben, falls es nicht rasch besser wird aber bitte baldmögliche Untersuchung um die Ursache abzuklären und möglichst gezielt behandeln zu können.

Gegen Bauchschmerz kann man Metamizol (Novalgin) 30mg/kg 2-3x tgl. geben, dann aber schnellstmöglich tierärztliche Untersuchung.

Bieten Sie bitte eine Wärmflasche an (wirkt beruhigend auf Magen-Darm)


Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

PS:
falls erforderlich:
Notdienste finden Sie hier:
- http://notdienste-catsonline.piranho.de/index.htm
- www.tierdoc24.de
- über die Feuerwehr / Polizei vor Ort
- auf den Anrufbeantwortern fast aller Tierärzte wird der Notdienst angegeben
- Tierkliniken haben immer 24 Stunden Dienst.

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
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Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
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