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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Meine Katze trinkt aussergewöhnlich viel, sie geht häugiger

Kundenfrage

Meine Katze trinkt aussergewöhnlich viel, sie geht häugiger als sonst auf das Katzenklo und der Urin ist leicht orange eingefärbt. Schmerzen scheint sie keine zu haben, allerdings hat sie sehr viel an Gewicht verloren. Bitte auch mitteilen was evtl an Tierarztkosten auf mich zukommen könnte
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo,

 

vermehrter Durst und entsprechend größere Harnmenge hat insbesondere folgende Ursachen:
-Diabetes mellitus, Zuckerkrankheit (bei längerer Dauer meist mit deutlichem Gewichtsverlust)
-Diabetes insipidus, Wasserharnruhr (Wasserrückresorbtionsstörung in der Niere), Urinuntersuchung: spezifisches Gewicht des Urins sehr niedrig
-Niereninsuffiziens chronisch
-Cushing, Nebennierenrinde produziert zu viel Cortison, oft auch viel Appetit
-Lebererkrankungen
-Infektionserkrankung , Fieber (rektal gemessen > 39°), gestörtes Allgemeinbefinden,

Vermutlich hat Ihre Katze eine Blasenentzündung (Zystitis), dabei tritt oft häufiger Harndrang auf.. Ihre Katze braucht bei bakterieller Ursache baldmöglichst ein Antibiotikum, bei Vorliegen von Harnkristallen eine entsprechende Diät.

Häufigste Ursachen für häufigen Harndrang und verfärbten Urin bei Katzen sind:

-Entzündungen und/oder Verletzungen von Harnblase und/oder den Harnwegen, oft bakteriell und/oder durch winzige Kristalle (meist Struvit oder Oxalat, seltener Urat) bedingt. Meist liegt dann auch häufigerer Harndrang vor
-Verengung der ableitenden Harnwege (oft durch Entzündung, Kristalle, seltener auch Tumore), Kontrolle durch Tierarzt, evtl. könnte er versuchen, ob sich die Harnblase gut mit der Hand ausdrücken läßt, evtl. Harnwege durch Ihren Tierarzt katheterisieren und spülen lassen)
-Blasentumore (viel seltener)
- Nierenerkrankungen seltener (Blut- und Ultraschalluntersuchung)
-neurologische Probleme (meist nach Verletzungen, plötzlicher Beginn)

Lassen Sie den Urin bitte zunächst baldmöglichst auf Entzündung, Bakterien, Harngrieß untersuchen. Je nach Befund wären im Anschluss eine Blutuntersuchung (insbesondere der Nierenwerte und Blutbild, liegt eine den gesamten Körper belastende Entzündung vor?), Röntgen und/oder Ultraschall von Blase und Nieren sinnvoll, meist reicht aber die einfache Urinuntersuchung zur Diagnosestellung aus.
Die Therapie (z.B. Diät, Antibiose, Infusionen, Schmerzmittel...) richtet sich nach dem Befund.

Sofort zum Tierarzt gehen sollten Sie insbesondere wenn,
-die Schleimhäute blasser sind als sonst (Augenschleimhaut weißlicher oder gelblich (Leber); Maulschleimhaut: Kapillarfüllungszeit länger als 2 Minuten, d.h. wenn man auf die rosafarbene Maulschleimhaut mit einem Finger drückt wird sie blaß und muß dann innerhalb von höchstens 2 Sekunden wieder roa sein)
-die Katze quält sich dauernd mit Harnabsatz (Schmerzen, schwere Entzündung, Kristalle)
-Temperatur (rektal gemessen) außerhalb des Normalbereichs von 37,5° bis 39°
-das Allgemeinbefinden Ihrer Katze sehr gestört ist (sehr ruhelos oder zieht sich vollkommen zurück)
-im Urin vermehrt Blut zu sehen ist
-der Bauchumfang stark zunimmt oder er schon prall und härter ist (stark gefüllte Blase!)
-die Katze ständig Ihren Bauch leckt (Hinweis auf Schmerzen)

Sobald eines dieser Zeichen eintritt, müssen Sie bitte baldmöglichst zum Tierarzt!


Unterstützend (aber nicht den Tierarztbesuch ersetzend) könnten Sie folgende homöopathischen Mittel geben (5 Globuli oder 1 zerpulverteTablette mit etwas Katzenmilch, Futtersauce oder mit etwas Wasser in einer Sprize unabhängig vom Fressen geben):
-Sabal serrulatum D3 4 x tägl.1 Tablette (homöopathischer Katheter),
-Cantharis D6 3x tägl. eine Tablette (Blasenentzündung)
je nach Verlauf beide für 7 - 10 Tage,
dann Berberis D4 und Solidgo D6 3x täglich 1 Tablette (unterstützen die Heilung der Harnwege und helfen beim Abgang von Harngries) geben
- bei Schmerz: Metamizol (z.B. Novalgin, Novaminsulfon) 25 mg/kg 2-3x tgl., dann aber bitte baldmöglichst Abklärung der Ursache.

Falls Kristalle gefunden werden (im Harnsediment und/oder bei der Röntgen/Ultraschalluntersuchung) wäre auf jeden Fall eine den Kristallen entsprechende Diät erforderlich (es gibt für verschiedene Kristalle verschiedene Diäten).
Generell sollten Sie Ihre Katze zum Trinken animieren (gekochtes Fleischwasser, verdünnte Katzenmilch, verdünnter Thunfischsaft...) zwecks besserer Durchspülung der Harnwege.

 

Gewichtsverlust trotz normalen oder sogar guten/vermehrten Fressens kann insbesondere folgende Ursachen haben:
-Überfunktion der Schilddrüse (steht ständig unter Strom, erhöhter Stoffwechsel, häufig insbesondere bei älteren Katzen)
-Diabetes, Zucker (meist deutlich vermehrter Durst)
-Nierenprobleme (dann meist auch vermehrt Durst, hier insbesondere
-- 1. Niereninsuffiziens, dann meist auch vermehrter Durst und verminderter Appetit;
-- 2. hoher Eiweißverlust über die Niere durch zu große "Filterporen"(Diagnose: Protein-Kreatinin-Quotient des Urin bestimmen lassen))
-Verdauungsstörungen (schlechte Futteraufnahme durch den Darm)
-Bauchspeicheldrüsenunterfunktion (zu wenig Enzyme, dadurch schlechte Futterverwertung)
- Leberstoffwechselstörung, manchmal mit Gelbsucht, oft auch mehr Durst
-Tumorerkrankung
- starke Verwurmung, eher bei Jungtieren

Falls man mit Blut- und Urinuntersuchung nichts findet, wäre der nächste Schritt eine Röntgenaufnahme insbesondere des Bauches (Tumorverdacht).

Unterstützend könnten Sie die Schüsslersalze Nr. 3 (Ferrum phosphoricum, stimuliert das Immunsystem) und Nr.9 (Natrium phosphoricum, regt den Stoffwechsel an und fördert das Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper) geben

Für allgemeine Untersuchung mit Urin- und Blutuntersuchung würde ich ca. 70,-- bis 80,-- EUR veranschlagen. Was die anschließende Behandlung kostet hängt von der Art der Erkrankung und den daraus folgenden Maßnahmen ab (Antibiotikum, Diät, Schilddrüsenmedikament bei Schilddrüsenüberfunktion, Insulin bei Diabetes...)

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
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