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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Guten abend mein 13wochen alter Welpe hat jetzt innerhalb

Kundenfrage

Guten abend

mein 13wochen alter Welpe hat jetzt innerhalb von zwei stunden 2 mal erbrochen. was kann ich da machen
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,

ob Sie noch heute zum Tierarzt gehen sollten oder noch warten können, hängt vom Befinden Ihres Welpen ab. Derzeit geht es Ihrem Hund ja anscheinend vom Allgemeinbefinden noch relativ gut (?) Sie sollten ihn auf jeden Fall weiter genau beobachten. Wie bei Menschen die Babies und "Kleinkinder" haben Welpen weniger Reserven als Ausgewachsene.

Sofort zum Tierarzt gehen sollten Sie auf jeden Fall , wenn,
-die Schleimhäute blasser sind als sonst (Augenschleimhaut weißlicher oder gelblich (Leber); Maulschleimhaut: Kapillarfüllungszeit länger als 2 Minuten, d.h. wenn man auf die rosafarbene Maulschleimhaut mit einem Finger drückt wird sie blaß und muß dann innerhalb von höchstens 2 Sekunden wieder rosa sein)
-Ihr Hund sich immer wieder mit Würgereiz quält (Fremdkörperverdacht)
-Temperatur (rektal gemessen) außerhalb des Normalbereichs von 38° bis 39,5° (beim ausgewachsenen Hund wäre nur is 39° normal) Achtung: Untertemperatur (v.a. unter 37,5° wäre noch besorgniserregender als etwas Fieber)
-das Allgemeinbefinden Ihres Welpen sehr gestört ist ( sehr ruhelos oder zieht sich vollkommen zurück)
-der Hund in letzter Zeit öfter erbrochen hat (evtl. Züchter anrufen)
-im Erbrochenen Blut zu sehen ist
-der Bauchumfang stark zunimmt , der Bauch hart und angepannt ist
-Ihr Hund immer wieder seinen Bauch leckt (Hinweis auf Schmerzen, z.B. durch Bauchspeicheldrüsenentzündung)

Sobald eines dieser Zeichen eintritt, müssen Sie sofort zum Tierarzt!.

Erbrechen hat bei einem Hundewelpen kann neben einer meist eher leichten leichten Gastritiis (Magenentzündung) , die z.B. durch ungewohntes oder zu kaltes Futter auftreten kann (haben Sie das Futter vom Züchter weiter gefüttert?), meistens eine der folgenden Ursachen:
-infektionsbedingte Entzündungen der Magenschleimhaut (meist viral oder bakteriell, manchmal erhöhteTemperatur also über 39 Grad)
-Fremdkörper (meist sehr häufiger Brechreiz) oder Unverträgliches wurde angeknabbert (z.B. Pflanzen), dies ist bei Welpen ein häufiger Grund, insbesondere, wenn das Brechen plötzlich begonnen hat. Versuchen Sie bitte selbst noch mal ins Maul zu schauen (nur falls gefahrlos möglich); Zunge tief runterdrücken, vielleicht sehen Sie etwas
- Entzündungen im Rachenraum (Mandelentzündung etc), dann oft Fieber (bitte messen)
- Futtermittelunverträglichkeit (bei Jungtieren häufiger),
-starke Verwurmung (ist der Welpe entwurmt? wann und womit?)
- Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Schmerz, häufiges Brechen)
-Organerkrankungen oder Herzerkrankungen sind möglich, bei Welpen aber seltener

Sollte Ihr Hund im Lauf des Tages immer noch wiederholten Brechreiz haben ist zur Abklärung der Ursachen ist ein Tierarztbesuch sinnvoll, denn zur Ursachenklärung sind Blutuntersuchung und ggf. auch Röntgenaufnahmen/Ultraschall nötig.

Heute würde ich zunächst kein Futter mehr geben und abends mit leicht verdaulichem Futter (z.B. mageres Geflügelfleisch, Hüttenkäse, Reis) in kleinen Portionen beginnen. Ins leicht erwärmte Trinkwasser sollten Sie möglichst etwas Elektrolytpulver (z.B. Rehydration support von waltham, gibt´s beim Tierarzt) geben. Achtung: darauf achten ob Ihr Hund das angereicherte Wasser mag.

Unterstützend könnten Sie Nux vomica D6 (morgens und nachmittags) und Pulsatilla D6 (vormittags und abends) geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit Spritze mit Wasser ins Maul geben)
Außerdem wäre die Gabe von Ulcogant sinnvoll (schützt die Schleimhaut und wirkt gegen Übersäuerung, ist aber verschreibungspflichtig, gibt´s beim Tierarzt)

Gegen ständigen Brechreiz kann man Metoclopramid (MCP, Paspertin; 0,2 mg/kg 2-3x tgl.) geben, besser aber tierärztliche Abklärung und Behandlung.

Sollte das Erbrechen anhalten, bitte noch heute zum Tierarzt gehen.
Viel Glück!

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

PS: falls erforderlich:
Notdienste finden Sie hier:
- http://notdienste-catsonline.piranho.de/index.htm
- www.tierdoc24.de
- http://www.vetfinder.mobi/
- über die Feuerwehr / Polizei vor Ort
- auf den Anrufbeantwortern fast aller Tierärzte wird der Notdienst angegeben
- Tierkliniken haben immer 24 Stunden Dienst.
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.
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