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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Unser Hund hat letzte Woche 4 Tage msssiven Durchfall gehabt.

Kundenfrage

Unser Hund hat letzte Woche 4 Tage msssiven Durchfall gehabt. Er hat dann nach vier Tagen eine Buscupan und eine Antibiosespritze erhalten. Dann haben wir noch so ein weisses Pulver zum Futter gegebn, damit der Stuhlgang feyt wurde. Heute vier danach mit zwischen festem Stuhl erbricht er heute morgen sein Futter unverdaut und hat seit dem 3 x festen Stuhlgang gehabt. Ich habe ihm 10 Tropfen MCP eingeflöst. Der Hund ist total apatisch schläft viel und war überhaupt nicht quirlig wie sonst
Wir sind 800 km von zuhause entfernt. Was kann ich tun? Vielen Dank XXXXX XXXXX Grüße XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
Hallo,

12-24 Stunden sollten Sie Ihrem Hund nichts zu fressen geben. Trinken öfter ganz kleine Mengen (je 5 - 10 ml) erlaubt und auch wichtig, falls dies nicht auch in diesen kleinen Mengen sofort erbrochen wird. Gerne milder Fenchel- oder Kamillentee. Der Magen-Darm muss zur Ruhe kommen (Rückgang der Entzündung), bevor wieder etwas zu Fressen oder eine größere Menge Wasser gegeben wird.
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Achten Sie bitte auf folgende weitere Krankheitszeichen , die einen erneuten Tierarztbesuch (Notdienst, Tierklinik) erforderlich machen, insbesondere darauf ob:
-die Schleimhäute blasser sind als sonst (Augenschleimhaut weißlicher oder gelblich (Leber); Maulschleimhaut: Kapillarfüllungszeit länger als 2 Minuten, d.h. wenn man auf die rosafarbene Maulschleimhaut mit einem Finger drückt wird sie blaß und muß dann innerhalb von höchstens 2 Sekunden wieder roa sein), eine mit den Fingern gezogene Hautfalte verstreicht nicht sofort (Austrocknung, braucht dann evtl. Infusion)
-Ihr Hund sich immer wieder mit Durchfall oder Erbrechen quält (Schmerz)
-Temperatur (rektal gemessen) außerhalb des Normalbereichs von 38° bis 39° ( Achtung: Untertemperatur ( unter 37,5° wäre besorgniserregender als etwas Fieber, Temperaturen oberhalb von 39,5° deuten auf schwerere Infektionen)
-das Allgemeinbefinden Ihres Hundes sehr gestört ist (länger andauernd sehr ruhelos oder zieht sich vollkommen zurück)
- Atemnot oder Kreislaufprobleme
-der Hund in letzter Zeit öfter Durchfälle hatte oder erbrochen hat
-im Kot oder Erbrochenen Blut zu sehen ist
-der Bauchumfang stark zunimmt , der Bauch hart und angepannt ist (dann Metamizol oder Buscopaninjektion von Tierarzt sinnvoll)
-Ihr Hund immer wieder seinen Bauch leckt (Hinweis auf Schmerzen)

Sobald eines dieser Zeichen eintritt, sollten Sie schnellstmöglich zum Tierarzt - falls ein Tiertarzt bei Ihnen erreichbar ist - , auch wenn er vermutlich nicht deutsch spricht. Dieser gibt dann je nach Lage Infusionen, Schmerzmittel, Antibrechmittel, Antibiotika, Mittel gegen Übersäuerung...


Brechen und Durchfall hat meistens eine der folgenden Ursachen:
-ungewohntes Futter
-infektionsbedingte Entzündungen der Magen-Darmschleimhaut (meist viral oder bakteriell, meist erhöhte Temperatur also über 39 Grad (bitte Temperatur rektal messen), Parasiten (auch Giardien, einzellige Parasiten), wann war die letzte Entwurmung?, wurde der Kot schon mal auf Giardien untersucht? Behandlung ggf. mit Fenbendazol oder Metronidazol) ,
- Fremdkörper oder Tumore
-Vergiftung (sinnvolle Reaktion des Körpers, um das Gift rauszubringen)
-starke Verwurmung ( wann war womit die letzte Entwurmung?)
-Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Schmerz, oft sehr häufiges Brechen, auch von ganz kleinen Mengen Flüssigkeit), bitte bei Fortdauert der Probleme möglichst die canine Pancreaslipase untersuchen und TLI-Test machen lassen; je nach Befund Zusatz von Pancreasenzymen zum Futter sinnvoll (Pancrex-Vet, almazyme), in schweren Fällen darf ein paar Tage gar nichts gegeben werden und eine Ernährung über Infusionen ist erforderlich
-andere Organerkrankungen (Niere, Leber, Schilddrüse...), Diagnose Blutuntersuchung

Falls morgen immer noch wiederholtes Erbrechen oder Durchfall auftritt, ist zur Abklärung der Ursachen ein Tierarztbesuch noch vor dem Sonntag sinnvoll, denn zur Ursachenklärung sind Kot- und Blutuntersuchung und ggf. auch Röntgenaufnahmen/Ultraschall nötig. (falls diese Untersuchungen an IHrem Aufenthaltsort möglich sind)

Heute würde ich zunächst kein Futter mehr geben und frühestens nach 12 Stunden Nahrungskarenz mit leicht verdaulichem Futter (z.B. mageres Geflügelfleisch, Hüttenkäse, Reis) in kleinen Portionen beginnen. Ins leicht erwärmte Trinkwasser (gut oft milder Fenchel- Kamillentee) sollten Sie möglichst etwas Elektrolytpulver (z.B. Rehydration support von waltham, gibt´s beim Tierarzt) geben. Achtung: darauf achten ob Ihr Hund das angereicherte Wasser mag. Kleine Mengen erwärmten Wassers möglichst mit Elektrolyten (gibt´s bei Tierarzt oder auch aus Apotheke) auch heute immer wieder anbieten, evtl. auch etwas ins Maul spritzen.

Unterstützend (aber Tierarztbesuch nicht ersetzend) könnten Sie Nux vomica D6 (morgens und nachmittags) und Podophyllum D6 (vormittags und abends) geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit Spritze mit Wasser ins Maul geben), bei Kreisaufschwäche sind Veratrum album D6 3x täglich 1 Tablette und Bachblüten-Rescue-Tropfen (3x täglich 4 Tropfen mit etwas Wasser) oft hilfreich.
Außerdem wäre die Gabe von Diatab sinnvoll (schützt die Schleimhaut , bindet Bakterien und Viren (in gewißem Maß), enthält Elektrolyte) , alfavet, gibt´s beim Tierarzt

Schleimhaut schützend v.a. für den Magen wirkt Ulcogant durch Bildung eines Schutzfilms (Tierarzt).

Bieten Sie Ihrem Hund bitte eine Wärmflasche an (wirkt oft beruhigend auf Magen-Darmkrämpfe).

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Darf er Knäckebrot essen?

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
nach den 12 Stunden Fasten dürfte er zerkleinertes Knäckebrot essen (bitte zerkleinern, da größere runtergeschluckte Brocken die Magenschleimhaut reizen könnten).
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
Hallo,

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