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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Guten Abend, meine Katze 6 Jahre, Kartäuser, Hauskatze, nur

Kundenfrage

Guten Abend, meine Katze 6 Jahre, Kartäuser, Hauskatze, nur auf dem Balkon mit der Aussenwelt in Kontakt kommt hatte sich heute Übergeben. Es sah nach dem aus was sie gefressen hat. In den letzten 3 Stunden übergibt sie sich immer wieder, spuckt aber nur weißen Schleim. Es ist kein Blut im erwürgten zu erkennen. Sie ist nicht lethargisch kommt aber auch nicht richtig zur Ruhe....Wissen sie evtl was das sein könnte?
Danke XXXXX XXXXX ihre Antwort im voraus
Margot Brandes
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
Hallo,
falls Ihre Katze weiterhin häufig bricht und sehr matt ist, wäre ein Tierarztbesuch baldmöglichst sinnvoll. Ihre Katze benötigt Infusionen, um den Flüssigkeits- und Mineralienverlust durch das häufige Brechen auszugleichen..
Katzen kommen bei längerem Hungern und gleichzeitigem Erbrechen relativ schnell in eine gefährliche Stoffwechselstörung (schwere Leberprobleme).

Baldmöglichst zum Tierarzt gehen sollten Sie bitte insbesondere wenn,
-die Schleimhäute blasser sind als sonst (Augenschleimhaut weißlicher oder gelblich (Leber); Maulschleimhaut: Kapillarfüllungszeit länger als 2 Minuten, d.h. wenn man auf die rosafarbene Maulschleimhaut mit einem Finger drückt wird sie blass und mus dann innerhalb von höchstens 2 Sekunden wieder rosa sein), eine mit den Fingern gezogene Hautfalte verstreicht nicht sofort (Alles Zeichen für Austrocknung)
-die Katze quält sich mit Würgereiz (Fremdkörperverdacht),
-Temperatur (rektal gemessen) außerhalb des Normalbereichs von 38° bis 39° . Messen Sie bitte -falls möglich- rektal die Temperatur: Falls unter 37,5° (Infusion erforderlich) oder über 39,5°(starke Infektion) spräche dies für stärkere Probleme , dann unbedingt heute noch
-das Allgemeinbefinden Ihrer Katze sehr gestört ist (sehr ruhelos oder zieht sich vollkommen zurück, wie Sie es beschreiben)
-im Erbrochenen Blut zu sehen ist
-der Bauchumfang stark zunimmt
-die Katze öfter Ihren Bauch leckt (Hinweis auf Schmerzen, z.B. durch Bauchspeicheldrüsenentzündung)

Sobald eines dieser Zeichen eintritt, müssen Sie sollten Sie bitte baldmöglichst zum Tierarzt!

Erbrechen (und Nicht-Fressen) hat neben einer meist eher leichten Magenentzündung, die z.B. durch ungewohntes oder zu kaltes Futter auftreten kann, meistens eine der folgenden Ursachen:
-schwere Rachen- und Mandelentzündung
-Magen- Darmerkrankungen, auch infektionsbedingte Entzündungen z.B. der Magenschleimhaut, meist viral oder bakteriell, manchmal erhöhte Temperatur also über 39 Grad
-Nierenerkrankung (meist ist dann der höhere Durst auffällig) Hat Ihre Katze ihren Urin normal abgesetzt? (auch ein Harnstau kann mal zu Erbrechen führen, v.a. durch Harngries)
-Lebererkrankung (evtl. gelbliche Schleimhäute, oft sehr müde)
-Magen-/Darmgeschwüre oder Tumore
-seltener Futtermittelvergiftungen (bei Jungtieren häufiger)
-relativ häufig Überfunktion der Schilddrüse (oft sehr schneller pochender Herzschlag auffällig, Tiere oft "aufgedreht"), eher bei älteren Katzen
-seltener Diabetes (hoher Durst, Abmagerung)
- Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Schmerz, häufiges Brechen)
-auch Herzerkrankungen (u.a. durch Rückstau zur Leber) sind möglich, eher bei älteren Tieren

Zur Abklärung dieser Ursachen ist ein Tierarztbesuch sinnvoll, denn zur Ursachenklärung sind Allgemeinuntersuchung, Blutuntersuchung und ggf. auch Röntgenaufnahmen/Ultraschall nötig.).

Fasten für 12 Stunden ist oft sinnvoll, dann sollten aber kleine Mengen genfressen werden. Bieten Sie Ihrer Katze leicht verdauliches Futter (z.B. mageres Geflügelfleisch, Hüttenkäse, Reis) in kleinen Portionen an, evtl. die Katze mit einer Spritze (Öffnung erweitern) versuchen zu füttern. Bitte Futter erwärmen (riecht und schmeckt besser), pürieren und relativ flüssig verabreichen (schnellere Magenpassage, weniger Brechreiz). Wenn kein Erbrechen mehr: ganz allmähliche Umstellung auf Normalfutter. Ins leicht erwärmte Trinkwasser sollten Sie möglichst etwas Elektrolytpulver (z.B. Rehydration support von waltham, gibt´s beim Tierarzt) geben. Achtung: darauf achten ob die Katze das angereicherte Wasser mag. Evtl. wäre zum Aufbau auch eine Katzenflüssignahrung (Reconvales Tonicum K, alfavet) sinnvoll.

Versuchen Sie mit einer kleinen Spritze kleine Mengen Wasser (am Besten mit Elektrolyten, auch das humanmedizinische Elotrans wäre möglich) einzugeben.

Gegen den Brechreiz könnten Sie Metoclopramid geben: entweder das Tierpräparat Emeprid (vom tierarzt) oder evtl. humanmedizinische Paspertin- oder Metoclopramidtropfen 1 Tropfen pro kg (0,3 mg/kg) alle 8 Stunden geben.

Falls Bauchschmerz: Als Schmerzmittel könnte man Metamizol (Novalgin) geben, viel besser aber tierärztliche Untersuchung.

Sowohl Metamizol als auch Metoclopramid mit etwas Fressen geben, da es sonst zu Speicheln kommen kann.

Unterstützend könnten Sie Nux vomica D6 (morgens und nachmittags) und Pulsatilla D6 (vormittags und abends) geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit 1 Tl. Katzenmilch ins Maul geben)

Außerdem wäre die Gabe von Ulcogant sehr sinnvoll (schützt die Schleimhaut und wirkt gegen Übersäuerung, ist aber verschreibungspflichtig, gibt´s beim Tierarzt)

Bieten Sie bitte auch eine Wärmflasche an (wirkt beruhigend auf Magen-Darm und oft auch auf die Katze selbst).

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, damit meine Arbeit bezahlt werden kann. Im Voraus besten Dank. Falls noch Fragen bestehen, antworte ich natürlich gern noch mal.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
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Udo Kind