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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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hallo, entschuldigung die späte störung,folgendes Problem:

Diese Antwort wurde bewertet:

hallo, entschuldigung die späte störung,folgendes Problem: meine Hund Jack Rassel, 11 Jahre hat sich am schwanz ganz wund gebissen, es juckt ihn auch warscheinlich stark, er beisst sich immer an der stelle und kommt nicht zur ruhe.ist nur noch am hecheln.
ich habe ihm frontlein spray und wund und heilsalbe draufgemacht. zu unserer tierärztin kann ich erst morgen früh kommen, was kann ich noch machen des der arme zur ruhe kommt. habe noch antibotika von den zähnen schlechter atem, würde das ev. helfen (suanatem forte)?
für einen hinweis wäre ich sehr dankbar.

mfg
m.bartsch

Hallo,

 

leider war nachts kein Tierarzt online.

 

Als erste Maßnahme ist oft ein cortisonhaltiges Präparat gegen Juckreiz hilfreich, wie z.B. Hydrocortisel, Panolog oder Surolan.

Hilfreich ist oft, ProntoCare-Wundreinigungsspray aufsprühen. Dieses enthält neben reinigenden und desinfizierenden Stoffen auch Bitterstoffe, die Hunde nicht so gern riechen oder gar abschlecken. ( http://prontocare.de/spray-zur-wundreinigung.html
Falls das nicht reicht, um das Lecken zu unterbinden: Hilfreich sind neben Halskrausen oft auch Halsringe die die Beweglichkeit des Halses nach hinten einschränken (gibt´s beim Tierarzt teilweise auch leihweise). Notfalls könnten Sie aus Pappe einen Trichter basteln oder einen dicken Schal um den Hals machen (schränkt Bewegung des Halses ein)
Halskrause oder auch ein Halskragen könnten sie sich in einer Tierklinik holen, da immer 24 Stunden Dienst.

Bitte die Analbeutel kontrollieren lassen. Möglicherweise gibt es hier eine (schmerzhafte) Entzündung, die zum Schlecken und Aufbeißen auch am Schwanz führen kann. Die Analbeutel würden bei Vorliegen einer Entzündung ausgedrückt und je nach Aussehen des Sekretes mit desinfizierender Lösung gespült und evtl. auch mit einem Antibiotikum / einer Antibiotikum-Cortison-Kombination oder Vulnoplant gefüllt .
Außerdem wäre eine schmerzhafte Schwanzwirbelverletzung möglich (wird der Schwanz normal gehalten? Ist Ihr Hund berührungsempfindlich?), evtl auch eine Verletzung (Biss oder Dorn), die sich infiziert hat (tasten Sie noch mal bitte genau ab, ob Sie eine Kruste oder eine Schwellung fühlen).

Folgende Ursachen kommen sonst noch in Frage:
-Hautparasiten (in der Lokalisation Schwanzwurzel oft Flöhe (Flohkot = schwarze kleine Krüme, die sich rotbraun färben wenn man sie in Wasser auflöst; zu dieser Jahreszeit aber selten), sonst v.a. Milben, seltener Läuse, Haarlinge (man sieht viele kleine "Schuppen"); Diagnose durch Hautgeschabsel (mikroskopische Untersuchung von ein wenig mit Skalpell abgeschabter oberer Hautschicht) oder "diagnostische Therapie" z. B. mit stronghold (pfizer) oder advocate (Bayer), wirken gegen Milben
-bakterielle (oft eitrige stinkende) Hautentzündungen (oft Antibiose erforderlich evtl. nach Abstrich)
-Allergie (z.B. Hausstaubmilben...) es gibt Bluttests zur Diagnose, evtl. spätere Hyposensibilisierung durch Injektionen, relativ teuer, meist diffuser Juckreiz
- Futtermittelallergie (Wirkung einer Diät merkt man oft erst nach bis zu 8-10 Wochen), meist verteilter Juckreiz, Achselhöhlen etc.
- Autoimmunerkrankungen (sehr selten)
-Hautpilz (Abstrich, meist nicht so starker Juckreiz, bei zusätzlicher bakterieller Besiedelung aber schon)
-schwere Stoffwechsel- oder Organkrankheiten (entsprechende weitere Symptome, evtl. Butuntersuchung machen lassen)
Alle diese Erkrankungen sind in den meisten Fällen nicht nur auf den Schwanz gbegrenzt. Möglich wäre auch eine Verletzung am Schwanz (Biß, Wirbelverletzung...), die Schmerzen macht und den Hund zum Lecken veranlasst. Bitte vorsichtig abtasten. Möglich wäre auch eine Durchblutungsstörung des Schwanzes (dann kälter als normal) oder ein Schwanzabriss (dann hängt Schwanz runter und Kneifen in die Schwanzspitze führt zu keiner Reaktion).

Als erstes würde ich baldmöglichst zunächst die Analbeutel und danach falls ohne besonderen Befund auf Hautparasiten untersuchen bzw. behandeln lassen.

Unterstützend könnten folgende Tipps helfen:
Shampoonieren der Haut mit veterinärmedizinischen Shampoos:
-Malacep-Shampoo (cp-pharma), falls ein Hefepilzbefall (Malasezien, Tierarzt fragen) vorliegt
-ansonsten z.B. Clorexyderm-Shampoo (ani-medica), stark reinigend, bakterienreduzierend
- Zur Reizlinderung eignet sich Cuticare-Hautbalsam (cp-pharma)
- auf besonders wunde Stellen, also v.a. auf die Liegeschwielen Vunoplant (Plantavet)
-Homöopathisch könnte man den Hautstoffwechsel durch die Gabe von 2x tgl. Sulfur D6 unterstützen, einzelne Gaben von Psorinum D30 und Acidum formicicum können ebenfalls hilfreich sein (v.a. bei Allergie). Mittelfristig wäre auch die Gabe des homöopathischen Konstitutionsmittels sinnvoll . Analbeutel: Silicea D6 3x tägl.
-Falls später allgemeiner Juckreiz: Futterumstellung: zur Senkung der Reizschwelle,
---Selbst kochen: bisher nicht verwendete Komponenten, z.B. Pferdefleisch
---gut ist oft auch das Futter zd-ultra der Firma Hills)
---müssen 8-10 Wochen konsequent (absolut nichts anderes füttern!) durchgeführt werden
-Zur Unterstützung des Hautstoffwechsels außerdem ein Vitamin B-haltiges Vitaminpräparat (z.B. VMP-Tabletten, Pfizer, nicht falls Futtermitteldiät gemacht wird) für 4 Wochen sowie
-essentielle Fettsäuren (z.B. Viacutan, Boehringer, Tierarzt) geben.

.Außer den Homöopathika gibt es alle angegeben Medikamente nur beim Tierarzt.

Falls infektiöse Ursachen ausgeschlossen bzw. behandelt sind, hilft gegen eine Allergie oft auch das Mittel Atopica (Novartis) gut (langristig meistens besser verträglich als Cortison, gibt´s beim Tierarzt)

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

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