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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
49600720
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Früher gab es einen sehr wirksamen Badezusatz namens "Alugan",

Kundenfrage

Früher gab es einen sehr wirksamen Badezusatz namens "Alugan", welcher sämtliche Parasiten auf dem Hund beseitigte - mit den heute erhältlichen Mitteln wie z.B. Frontline oder Tiguvon bin ich nicht immer zufrieden. Ist o.g. Präparat überhaupt noch irgendwo erhältlich (vielleicht auch unter anderem Namen) ? MfG C. Freienstein
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo,

 

Bromocyclen (Wirkstoff von Alugan) ist seit 1994 nicht mehr zugelassen, u.a. da es sehr fischtoxisch ist und in der Umwelt nur schwer abbaubar ist.

Infos finden Sie hier:

"

....

 

Bromocyclen


1. Umwelteinträge und -vorkommen


Bromocyclen ist ein bis 1994 unter dem Namen „Alugan" in der Veterinärmedizin eingesetztes

Mittel zur Bekämpfung von Ektoparasiten bei Nutz- und Haustieren. Alugan

kam hauptsächlich in Form von Bädern zur Anwendung, die vermutlich nach der Nutzung

über die Kanalisation entsorgt wurden. Hersteller war das in Hessen ansässige

Unternehmen Hoechst Roussel Vet. Alugan wurde aus Vorsorgegründen Mitte 1994

in Deutschland aus dem Handel genommen. Dass der Eintrag von Bromocyclen in

die Oberflächengewässer vorzugsweise über die kommunalen Kläranlagen erfolgte,

konnte durch mehrere Beobachtungen gezeigt werden (s.u.).

2. Stoffeigenschaften, Toxizität

Der Octanol-Wasser-Verteilungskoeffizient (log K

ow) von Bromocyclen wird mit 4,5

bzw. 5,9. angegeben. Bromocyclen ist nur schwer wasserlöslich. (Hoechst Roussel

Vet 1996; Bethan et al. 1997).

Geyer et al. (1994) geben als Biokonzentrationsfaktoren für Fische Werte von 3.100

(bezogen auf das Naßgewicht) bzw. 65.000 (bezogen auf Lipid) an. Die Substanz hat

demnach ein hohes Bioakkumulationspotential. Bei der Untersuchung von Lebensmitteln

in der Bundesrepublik 1995-1998 wurde Bromocyclen in weniger als 10 Prozent

der Fleischproben, aber in 10-<50 Prozent der Fisch-Proben nachgewiesen. Das verweist

auf die Bedeutung der Gewässereinträge und die Bioverfügbarkeit von Bromocyclen

in Gewässern (UBA 2001). Bethan et al. (1997), die Bromocyclen im Fett von

Brassen und Forellen in der Stör (Schleswig-Holstein) Mitte der 90er Jahre nachgewiesen

hatten, betonen die Bedeutung des Sediment-Gehalts an Bromocyclen als

wichtigen Faktor für dessen langfristige Anreicherung in Fisch. Die Konzentrationen

lagen zwischen 0,01 und 0,24 mg/kg Fett.

Für 1999 und 2000 liegen Werte für Bromocyclen im Fett und Filet von Aalen aus Hessen

vor. Die BG lag 1999 bei 0,04, 2000 bei 0,02 mg/kg Fett. 1999 (n=18) wurde Bromocyclen

in 6 Fällen mit Konzentrationen von <BG-0,13 mg/kg Fett gefunden, 2000

bei niedrigerer BG (n=19) in 16 Fällen mit Konzentrationen von <BG-0,06 mg/kg Fett.

Auf das Filet bezogen ergaben sich folgende Bromocyclen-Gehalte: 1999 ein Drittel

der untersuchten Aale (6 von 18) mit positivem Befund, Gehalte von 11-32 μg/kg FS.

2000 16 von 19 untersuchten Aalen mit positivem Befund, Konzentrationen zwischen 5

und 21 μg/kg FS (ESWE 2003).

Im Test auf leichte biologische Abbaubarkeit erwies sich Bromocyclen als nicht abbaubar

(Hoechst Roussel Vet 1996). Dies steht in Einklang mit der chemischen Verwandtschaft

zu anderen Chlorpestiziden, beispielsweise Dieldrin.

Bromocyclen muß als sehr toxisch für Fische eingestuft werden; der LC

50-Wert beträgt

80 μg/L. In verschiedenen Mutagenitätstests konnte kein mutagenes Potential festgestellt

werden (Hoechst Roussel Vet 1996).

3. Bewertungsgrundlagen - Zielwerte

Zielvorgaben liegen nicht vor.

 

... "

 

aus : http://www.hlug.de/fileadmin/dokumente/wasser/fliessgewaesser/gewaesserbelastung/orientierende_messungen/6.05Chlorpestizide.pdf

 

 

Welche Parasiten liegen bei Ihrem Hund denn vor?

 

Gegen Zecken haben sich insbesondere Permethrin haltige Mittel wie die spot-on-Mittel exspot oder advantix oder auch das Halsband scalibor bewährt.

 

Falls bei Ihrem Hund Sarcoptesmilbe vorliegt:

 

die Behandlung der Sarcoptesräude stützt sich auf 2 Säulen
1. Bekämpfung der Milben selbst und der Folgeinfektionen (meist bakteriell)
2. Stärkung der körpereigenen Abwehr

Zu 1. Bekämpfung der Milben selbst und der Folgeinfektionen

a) Shampoos : -Organophophatshampoo (Phoxim, 2,0ml auf 1 l Wasser, nicht abspülen, 6 x im Abstand von je 5 TagenSchafe und Schweine aber Umwidmung im Therapienotstand möglich, wenn alles andere versucht wurde), bei erster Behandlung manchmal Juckreizsteigerung
-Ectodex (Amitraz) Falls es gut vertragen wird (zuerst nur eine Hälfte des Hundes probieren) kann man die Lösung bis zu 0,1% stark verwenden und bis zu 1x pro Woche anwenden (es gibt sogar Behandlungsprotokolle wo es anfangs bis zu 1x täglich verwendet wird) Vor der Anwendung von Ectodex wird wegen der follikelspülenden Wirkung die Anwendung eines Benzoylperoxid-Shampoos empfohlen, bei nässenden tiefen Hautveränderungen kann es hier aber Unverträglichkeitsreaktionen geben
-Wichtig ist normalerweise, daß die betroffenen Bereiche vor der Anwendung möglichst geschoren sind.

b) Ivermectine
--Dectomax-Injektionen ( nicht offiziell zugelassen für Hunde)
--Advocate (Bayer) enthält Moxidectin, zugelassenes spot-on-Präparat, das bei 7-14-tägiger Gabe (statt der normalen 4 Wochen Abstand) oft gute Erfolge hat.
-Ivermectin (Ivomec, merial) ist wie Dectomax für Hunde nicht zugelassen und wird als Injektion mit 200 - 400 microgramm 1x/ Woche empfohlen oder oral in einer Dosierung von 400 - 600 microgramm pro kg Körpergewicht pro Tag empfohlen, (einschleichende Behandlung!, um mögliche Nebenwirkungen zu erfassen)

-Milbemycinoxim (Interceptor): nicht zugelassen bei Sarcoptes sondern nur zur Herzwurmprophylaxe zugelassen, Umwidmung möglich 1,5 - 2 mg /kg / Tag , sehr teuer, in Tierklinik fragen, ob sie das Präparat hat oder besorgen kann

-Amitraz (ProMeris-Duo, pfizer), das Sie ja derzeit verwenden, enthält Amitraz als spot-on- Präparat und ist oft erfolgreich.

-Die oft begleitende eitrige Hautentzündung muß auf jeden Fall antibiotisch (Synulox, convenia...) behandelt werden


2. Immunstimmulierung

- Zylexisinjektionen (Pfizer); evtl. könnte man hier auch im Notfall das sehr teure Interferon (virbagen omega, virbac) versuchen.
-B-Vitamine mit Zink (z.B. VMP-Tabletten); Vitamin C wird in Dosierungen bis 500mg pro Tag empfohlen
-essentielle Fettsäuren (z.B. Viacutan, Boehringer)
-astoral-Immustim H (almapharm)
-Phytotherapie: Zur Reizlinderung eignet sich Cuticare (cp-Pharma, Tierarzt),

-Homöopathika
3x tgl. Sulfur D6 und 3 x täglich Echinacea D1 je 1 Tbl .oder 5 Globuli;Außerdem r 1x pro Woche Psorinum D30 zu geben, sowie Cardiospermum D1 je 3x täglich gegen den Juckreizempfehlen. Allerdings natürlich immer in Kombination mit der Milbenbekämpfung.



Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 3 Jahren.
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Udo Kind

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