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Tierarzt-mobil
Tierarzt-mobil, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 4328
Erfahrung:  20 Jahre Berufserfahrung als Kleintierärztin in Kliniken, versch.Kleintierpraxen,als selbstständige mobile Tierärztin
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Tierarzt-mobil ist jetzt online.

Mein Kannchen hat seit November tränende Augen. Es kommt eine

Kundenfrage

Mein Kannchen hat seit November tränende Augen. Es kommt eine weiße Flüssigkeit aus den Augen. Spülungen des Tränenkanals haben bisher nicht gebracht.
Seit einigen Tagen zuckt es mit dem Kopf und mir ist aufgefallen das es oft mit den Zähnen Bewegungen macht als ob es fressen würde. Der Kopf zittert dann ganz extrem schlimm und ich denke es hat Schmerzen. Ich bin fast jeden 2. Tag beim Tierarzt aber er kann keine Ursache für das Zittern finden. Das ist für mich sehr unbefriedigend denn ich möchte auf jeden Fall die Ursache wissen. Kann es eventuell sein da mein Kaninchen ein neurologisches Problem hat, eventuell sogar ein Tumor?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Tag,

möglich wäre die Infektion mit E. cuniculi.

Dieser Parasit befällt in erster Linie das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark). Aber auch die Nieren, Leber, Milz, Herz, Darm, Lunge und Augen werden von dem Parasiten befallen und sind an der Erkrankung beteiligt.

Ca. 80% der Kaninchen tragen diesen Erreger in sich.

Der Kopf ist im Anfangsstadium meist nur leicht zur Seite geneigt, häufig kommt es durch die massive Nervenschädigung zu einem regelrechten Verdrehen des Kopfes bis zu einer völlig unnatürlichen, seitlichen Haltung. Auch ein krankhaftes Drücken des Kopfes nach hinten/oben ist möglich, oft verbunden mit gleichzeitigem Aufreißen des Mäulchens. Mitunter wackeln, schütteln oder zucken die Tiere massiv mit dem Kopf. Bei Ihrem Kaninchen sind die Symptome zwar dezent, aber ich würde es zumindest in Betracht ziehen.

 

Je früher eine Behandlung einsetzt, umso besser ist die Prognose für eine Heilung.

Es ist nicht möglich, den Erreger vollständig aus dem Körper zu eliminieren. Die Tiere bleiben ein Leben lang infiziert. Es ist aber möglich, eine weitere Ausbreitung des Erregers zu verhindern und körperliche Schäden zu minimieren.

Der bisher wohl wichtigste Bestandteil der Behandlung von E. Cuniculi ist ein Anti-Wurmmittel (Anthelminthikum, z. B. Panacur (Wirkstoff Fenbendazol). Die Erreger werden zumindest im Darm durch diese Präparate zuverlässig abgetötet. Schon bei Verdacht auf E. Cuniculi sollte vorsorglich Panacur verabreicht werden, die Dosierung richtet sich nach dem Gewicht des Tieres. Gegeben werden zwischen 20 und 40 mg Fenbendazol pro kg Kaninchen, mindestens 4 Wochen lang.

Die Gabe von Vitamin B1, B6, B12 ist wichtig, um weiteren Nervenschädigungen vorzubeugen.

Bei massivem Infektionsgeschehen wird die Gabe von einem Antibiotikum notwendig. Dies ist immer dann der Fall, wenn neurologische Ausfallerscheinungen sichtbar sind. Diese weisen auf Infektionen in den Nerven und Muskeln hin.

Cortison (bsp. Prednisolon) sollte immer bei Ausfallerscheinungen, wie z.B. Schiefhaltung, Muskelzuckungen und Krämpfen eingesetzt werden.



Dies ist eine mögliche Ursache.

Erst durch ein Röntgen des Schädels, welches jedoch ein nicht geringes Narkoserisiko birgt, könnte man einen Abszeß oder Tumor im Schädel erkennen.

Da die Symptome jedoch offenbar beidseitig auftrteen, finde ich diese Ursache nicht so wahrscheinlich.

Die Mahlbewegungen mit den Zähnen würde ich ebenfalls als Schmerzreaktion deuten, weshalb ich es wichtig finde der Ursache auf die Spur zu kommen.

Ob es sich um Schmerzen handelt könnte man feststellen, indem man über einige Tage Metacam als Tropfen gegen Schmerzen einsetzt.

Den genausten Aufschluß würde man hier im MRT oder CT bekommen.

 

 

 

 

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Vielen Dank im Voraus !


Mit freundlichen Grüßen,


Christiane Jahnke



Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 4 Jahren.

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Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung .



Mit freundlichen Grüßen,

Christiane Jahnke

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