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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Kleintierärztin ist jetzt online.

unsere 7 monate alte hündin, Mischling Deutsch-Kurzhaar/Kleiner

Beantwortete Frage:

unsere 7 monate alte hündin,
Mischling Deutsch-Kurzhaar/Kleiner Münsterländer,
20 kg Gewicht,
kastriert vor 2 Wochen,
hat vor 2 Stunden eine Packung 150 g
Edel-Vollmilchschokolade (32 % Kakaoanteil) mit Edelnougatfüllung (40 %) Ostereier
mit Staniolverpackung gefressen. Die Plastikverpackung aber nicht.
Haustierarzt erreichen wir nicht.
Momentan sieht ihr Zustand noch ok aus.
Haben Angst, weil man ja immer hört, dass hunde davon sterben können. Was sollen wir tun?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Abend,

Schokolade enthält den Wirkstoff Theobromin,welcher für Hunde giftig ist. Am gefährlichsten ist dunkle Schokolade, während weiße Schokolade so gut wie gar kein Theobromin enthält. Bei einer Schokoladenvergiftung kommt es bereits 1 - 4 Stunden nach der Aufnahme zu Symptomen.

Wenn wir von 150 g Vollmilchschokolade ausgehen, so enthält diese ca. 300 mg Theobromin. Die orale LD50 liegt bei etwa 200 - 250 mg Theobromin pro kg Körpergewicht. Dies bedeutet, dass bei dieser Dosis die Hälfte der Tiere sterben. Wenn ich von einem Körpergewicht von ca. 20 kg ausgehe hat Ihr maximal eine Dosis von 15 mg pro kg Körpergewicht aufgenommen, ist daher zum Glück weit von der tödlichen Dosis entfernt.

SIe sollten den Hund auf jeden Fall die nächsten Stunden beobachten. Wenn Sie ein Fieberthermometer haben sollten Sie regelmäßig die Temperatur messen, da eine Schokoladenvergiftung zu Fieber führen kann. Falls die Temperatur über 40 °C steigen sollte können Sie die Temperatur mit kalten Wickeln senken. Leider gibt es kein Gegenmittel bei einer Theobrominvergiftung,man kann diese nur symptomatisch behandeln. Sie sollten den Hund auf keinen Fall füttern und auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten. Falls es zu Atemproblemen oder stärkeren Krämpfen kommen sollte sollten Sie den tierärztlichen Notdienst aufsuchen, ich denke aber, dass Ihr Hund wenn überhaupt mit Erbrechen, Zittern, Fieber und Durchfall davon kommen wird.

Achten Sie auf den Flüssigkeitshaushalt des Hundes. Ziehen Sie hierzu eine Hautfalte im Nacken des Tieres auf. Falls diese stehen bleibt oder nur langsam verstreicht sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen, da das Tier dehydriert ist.

Alles Gute für Ihren Hund
Kleintierärztin und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank nochmal.

Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Gerne - weiterhin alles Gute für den "Kleinen". Falls noch Fragen auftauchen können Sie mich gerne noch einmal kontaktieren.