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Tierarzt-mobil
Tierarzt-mobil, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 4328
Erfahrung:  20 Jahre Berufserfahrung als Kleintierärztin in Kliniken, versch.Kleintierpraxen,als selbstständige mobile Tierärztin
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Tierarzt-mobil ist jetzt online.

Unser 13 Jahre alter Labrador kann seit 7 Tagen keine Nahrung

Kundenfrage

Unser 13 Jahre alter Labrador kann seit 7 Tagen keine Nahrung mehr bei sich behalten.
Er ist sehr alt, kann aber noch laufen, ist weiterhin stubenrein, und relativ lebenslustig. Sämtliche feste Nahrung die er frisst, spuckt er seit ca. einer Woche vollständig innerhalb von ca. 30-60 Minuten wieder aus. Wasser trinkt er viel und behält es weitgehend bei sich.

Für eine Magenspiegelung etc. ist der Hund zu alt und zu schwach. Wir vermuten allerdings, dass er nicht des Lebens überdrüssig ist, sondern nur ein ernsthaftes Magenproblem hat. Wir fragen uns ob wir ihm irgendein Medikament geben können (haben einen Arzt im Haus der es verschreiben und injizieren könnte).

Für eine schnelle Antwort wären wir Ihnen unglaublich dankbar.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 4 Jahren.

Tierarzt-mobil :

Guten tag,

Tierarzt-mobil :

ich verstehe gut, daß Sie Ihren Hund keiner Narkose unterziehen wollen - das würde ich auch nicht empfehlen.

Tierarzt-mobil :

Folgendes könnten Sie anwenden gegen das Erbrechen :

Tierarzt-mobil :

zum einen Metoclopramid (MCP oder Paspertin), welches das Brechzentrum hemmt in einer Dosis von 0,2-0,4 mg/kg bis zu dreimal täglich.

Tierarzt-mobil :

Vielleicht reicht dies allein schon aus. Manchmal ist auch ein Säurehemmer wie Ranititidin(0,5 mgkg) oder Omrprazol (0,5-1 mg/kg)notwendig - dies besonders, wenn das Erbrechen hauptsächlich noch morgens stattfindet und der Hund auch Problem mit Blähungen hat, bzw. viel Gras frißt. Wichtig ist zudem die Gabe von Schonkost, damit die Magenschleimhäute zur Ruhe kommen: Huhn mit Reis, Hüttenkäse, geriebene Möhren, Tee (Fenchel oder Kamille, oder ein leichter schwarzer Tee).

Tierarzt-mobil :

Die Magenproblem könnten durch Langzeitmedikamentengaben bedingt sein, vor allen Dingen dabei durch das Rimadyl, wenn er es über einen längeren Zeitraum bekommen hat.

Tierarzt-mobil :

Außerdem sollten Sie viele ganz kleine Protionen über den Tag verteilt anbieten und das normale Futter, sowie Trockenfutter vermeiden (stellt einen zusätzlichen mechanischen Reiz dar). Homöopathisch können Sie zudem über einige Tage Nux vomica D6 3xtgl. 1 Tablette geben.

Customer:

Sehr geehrte Frau Dr. Jahnke, vielen Dank für die schnelle Antwort. Ergänzend ist zu sagen: Der Hund hat Rimadyl in der Tat über einen Zeitraum von ca. 6 Monaten bekommen (wir haben aufgehört es ihm zu geben da er es nicht mehr frisst). Der Hund versucht darüber hinaus immer wieder Schnee zu fressen (wir hindern ihn nach Möglichkeiten daran)

Customer:

Der Hund ist darüber hinaus bei der Nahrungsaufnahme sehr wählerisch (vor allem seit er alles spuckt).

Customer:

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Tabletteneinnahme schwierig oder unmöglich sein wird.

Customer:

Gibt es Alternativen zur Tablettenform? (Haben einen Arzt im Haus der, falls nötig, injizieren könnte).

Tierarzt-mobil :

der Schnee fördert eine Gastritis leider noch - ist aber bei manchen Hunden schwer sie davon abzuhalten. Sie könnten auch Human-Baby-Brei probieren - fressen viele Hund gerne. Es gibt außerdem spezielle Magen-Darm-Diäten beim Tierarzt, die eine hohe Akzeptanz bei Hunden haben.

Tierarzt-mobil :

Metoclopramid kann in derselben Dosierung intramuskulär oder i.v. gegeben werden.

Tierarzt-mobil :

Ranitidin ebenfalls, Omeprazol nur oral

Customer:

Wie lange würden Sie die Medikamenteinnahme empfehlen?

Tierarzt-mobil :

MCP gibt es außerdem in Tropfenform, was manchmal einfacher ist (mit etwas Zucker lösen, damit es besser schmeckt)

Tierarzt-mobil :

Metoclopramid sollte, wenn es wirksam ist, eigentlich am ersten Tag bereits eine Besserung zeigen. Falls ja, würde ich es über 3-4 Tage geben, Ranitidin kann auch 5-7 tage gegeben werden. Wirkt es nicht, dann ist eine Gastritis NICHT die Ursache und es könnte z.B. ein Nierenproblem vorliegen.

Customer:

Vielen Dank. Falls ich das richtig verstehe, ist die empfohlene Metoclopramiddosis 0,2-0,4 pro Kg Lebendgewicht - d.h. bei 40kg 8-16mg / Dosis. Wir haben MCP Tropfen 4mg für Menschen im Haus - wie viele Tropfen würden Sie da empfehlen?

Tierarzt-mobil :

ich würde 3 x täglich ca. 25 tropfen empfehlen.

Tierarzt-mobil und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Frau Dr. Jahnke,


 


 


Ihrer Empfehlung folgend haben wir dem Hund gestern 2x die verordnete Dosis MCP Tropfen gegeben, und heute morgen ein weiteres Mal. Vor ca. einer Stunde haben wir ihm einige wenige Stücke gekochtes Fleisch gefüttert. Gerade eben hat er eine relativ große Portion weiss-gelbe Flüssigkeit gespuckt (wahrscheinlich Galle, siehe - leider unappetitliches - Bild). Das Fleisch ist noch drin. Die letzten Tage über hat er des öfteren solche Flüssigkeiten erbrochen.


Ich wollte nur noch einmal kurz erfragen ob dies an der Diagnose und der empfohlenen Vorgehensweise etwas ändert. Für eine baldige Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.


 


Mit freundlichen Grüßen, Markus Kneer



 


 


 


 

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Frau Dr. Jahnke,


 


Ihrer Empfehlung folgend haben wir dem Hund gestern 2x die verordnete Dosis MCP Tropfen gegeben, und heute morgen ein weiteres Mal. Vor ca. einer Stunde haben wir ihm einige wenige Stücke gekochtes Fleisch gefüttert. Gerade eben hat er eine relativ große Portion weisse und gelbe Flüssigkeit gespuckt (wahrscheinlich Galle). Das Fleisch ist noch drin. Die letzten Tage über hat er des öfteren solche Flüssigkeiten erbrochen.


Ich wollte nur noch einmal kurz erfragen ob dies an der Diagnose und der empfohlenen Vorgehensweise etwas ändert. Für eine baldige Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.


 


Mit freundlichen Grüßen, Markus Kneer

Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo Herr Kneer,

ich weürde zunächst zumindest für heute nichts ändern - hatten Sie denn Hühnerfleisch und Schonkost gefüttert ?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Frau Dr. Jahnke,


 


Hühnerfleisch wollte er nicht, wir haben daher ein in milder, frischer Gemüsebrühe gekochtes Rindfleisch gefüttert.

Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 4 Jahren.
ich würde eher keine Gemüsebrühe verwenden (auch dann nicht, wenn es besser schmeckt), sondern dann nur das gekochte Rindfleisch. Die Brühe könnte am Erbrechen Schuld gewesen sein.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Frau Dr. Jahnke,


 


dem Hund geht es leider noch nicht besser. Er hat seit Samstag die vorgeschlagene Dosis MCP Tropfen bekommen und spuckt immer noch weissen Schleim (ca. 5-8 Mal pro Tag). Auch verweigert er die Nahrungsaufnahme vollständig (Hundefutter, Leckerli, Pute, Wurst, Rindfleisch, Gemüse). Er trinkt immer noch viel Wasser. Gibt es irgendwas, was wir noch versuchen können?


 


Mit freundlichen Grüßen,


 


Markus Kneer

Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 4 Jahren.
da durch die genannten Massnahmen kaum eine Besserung eingetreten ist, würde ich doch raten beim Tierarzt eine Blutuntersuchung durchführen zu lassen, da auch eine organische Erkrankung dahinterstecken könnte.
Das viele Trinken könnten mit einer Niereninsuffizienz assoziiert sein, das Erbrechen ebenfalls.
Generell gilt : mit diätetischen Massnahemn und zusätzlich mit dem medikament muß in mindestens zwei Tagen eine deutliche Besserung zu verzeichnen sein, ansonsten würde ich nict weiter selbst probieren, sondern zum Tierarzt gehen. Viele Dinge lassen sich mit einer eingehenden Untersuchung leider besser abklären.

Mit freundlichen Grüßen,

Christiane Jahnke
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank!

Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 4 Jahren.
gerne !