So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Kleintierärztin.
Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
47154271
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Tiermedizin hier ein
Kleintierärztin ist jetzt online.

Meine Katze hatte heute nachmittag laut Aussage meine Mitbewohnerin

Kundenfrage

Meine Katze hatte heute nachmittag laut Aussage meine Mitbewohnerin stark gekrampft. Sie hat gestarrt, konnte die Hinterbeine nicht bewegen und hatte die Pfoten gestreckt. Dabei gebrochen oder uriniert oder gekotet hat sie nicht. Jetzt geht es ihr wieder gut. Sie schnurrt, sie spielt und ist völlig normal. Muss ich mir sorgen machen?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Kleintierärztin :

Guten Abend,

JACUSTOMER-g3i9lora- : Guten abend
JACUSTOMER-g3i9lora- : Was raten Sie mir?
Kleintierärztin :

es gibt verschiedene Ursachen für Krampfanfälle. Es kommt ein wenig auf das Alter Ihrer Katze an, welche Diagnose am wahrscheinlichsten ist. Bei Jungtieren kann es sich um eine angeborene Erkrankung handeln, während bei Katzen unter 5 Jahren meist Hirnhautentzündungen oder ein Mangel an Kalium die Ursache sind. Auch Nierenerkrankung können zu Krämpfen führen. Auch Vergiftungen können solche Krampferscheinungen auslösen. Auch eine Unterzuckerung kann zu solchen Krämpfen führen. Eine Blutzuckerbestimmung sollte daher sicherheitshalber erfolgen. Letztendlich kommt natürlich auch noch Epilepsie in Frage.

Die Diagnose Epilepsie ist eine Ausschlussdiagnostik, da es keinen Test auf Epilepsie gibt. Es müssen daher zunächst andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Handelt es sich um eine Epilepsie, gibt es auch hier verschiedene Formen, je nachdem wodurch sie ausglöst wird (Tumor, Hirnhautentzündung,...).

Sie sollten die Katze auf jeden Fall einem Tierarzt vorstellen und neurologisch untersuchen lassen. Auch eine Blutuntersuchung in Hinblick auf den Glucosespiegel, Kalium und Nierenwerte ist sinnvoll. Epilepsie wird normalerweise erst therapiert, wenn zwei bis vier Anfälle erfolgt sind. Einzelne Anfälle sind im Grunde harmlos, so lange der Abstand zwischen den Anfällen nicht zu kurz wird. Bei 4 - 6 leichten Anfällen pro Jahr wird Epilepsie nur auf ausdrüklichen Wunsch des Besitzers therapiert. Es gibt keine Heilung für Epilepsie, man kann nur durch eine Dauermedikamentation die Anfallshäufigkeit und vor allem Schwere mindern.

Bei Katzen kommen auch ein bis zwei Einzelanfälle vor, ohne dass diese wieder auftreten. Spätestens beim nächsten Anfall sollten Sie jedoch einen Tierarzt aufsuchen. Lassen Sie die Katze während eines Anfalls möglichst in Ruhe, da sie Sie nicht wirklich wahr nimmt.

Kleintierärztin :

Eine Lähmung der Hintergliedmaßen mit krampfähnlichen Symptomen kann auch ein Hinweis auf eine Herzerkrankung sein. Bei diesen Katzen fallen den Besitzern vorher häufig Symptome wie Hecheln bei Anstrengung oder eine bauchbetonte Atmung nach dem Spielen auf. Wenn Ihnen solche Symptome aufgefallen sind sollten Sie die Katze in Hinblick auf die Herzgesundheit untersuchen lassen.