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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Kleintierärztin ist jetzt online.

Guten Abend! Völlig erschrocken folgende Frage: Meine Hündin

Kundenfrage

Guten Abend!

Völlig erschrocken folgende Frage: Meine Hündin ist 12 Jahre alt. Topfit, kein Übergewicht, nie krank gewesen, spielt mit anderen Hunden - auch heute - und setzt auf einmal blutigen (dunkelroten) Urin ab. Zeigt keine Anzeichen von Schmerzen, ist aufmerksam, hat klare Augen, etwas blasse Schleimhäute und schläft heute etwas tiefer. Sie frisst wie immer, bettelt nach mehr. Mir ist nicht aufgefallen, dass sie mehr trinkt. Anders als sonst ist nur, dass sie zu Spielkameraden etwas zickiger ist.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Abend,

Gibt es Auffälligkeiten bezüglich der Häufigkeit des Urinabsatzes?

Blut im Urin kann verschiedene Ursachen haben, zum einen kommt dies bei Blasenentzündungen vor, die häufig bakteriell bedingt sind. Hierbei fällt meist ein häufiger Urinabsatz von kleinen Mengen und Schmerzhaftigkeiten beim Urinabsatz auf. Blut im Urin findet sich aber auch bei Kristallen im Urin. Hierzu kommt es wenn der Urin einen falschen pH-Wert hat und dadurch Stoffe auskristallisieren, die dann ständig die Blasenschleimhaut reizen. Auch Tumore der Blase können blutigen Urin verursachen.

Wenn das Allgemeinbefinden gut ist würde ich es erst einmal weiter beobachten. Falls das Symptom bestehen bleibt sollten Sie auf jeden Fall eine Urinprobe gewinnen und diese von Ihrem Tierarzt untersuchen lassen. Man kann so feststellen ob Entzündungszellen vorliegen, wie der pH-Wert ist und auch andere Stoffe im Urin nachweisen, außerdem kann man den Urin in Hinblick auf Kristalle oder enthaltene Bakterien untersuchen.

Messen Sie bei dem Tier Fieber. Sollte die Temperatur über 39,5 °C liegen sollten Sie spätestens morgen einen Tierarzt aufsuchen. Auch wenn das Tier Schmerzen beim Urinabsatz zeigt oder ein deutlich reduziertes Allgemeinbefinden aufweist sollten Sie unbeingt morgen einen Tierarzt aufsuchen. Ansonsten dürfte es reichen, wenn Sie Montag einen Tierarzt aufsuchen (Urinprobe mitnehmen) und bis dahin darauf achten, dass der Hund möglichst viel trinkt.

Wenn keine Anzeichen für eine Blasenentzündung vorliegen und im Urin auch keine Harnkristalle vorliegen sollte auf jeden Fall eine Ultraschalluntersuchung der Blase erfolgen, da es sich dann leider auch um einen Blasentumor handeln kann.

Alles Gute für Ihren Hund
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Temperatur 38,4.


Sie hat seit der letzten Läufigkeit, die mit einer Schweinschwangerschaft einherging, zwei Verdickungen in den unteren beiden Zitzen, die aber nach Aussage des TA ganz sicher nicht bösartig sind. Kann dies auf einen Turmor hindeuten?


Oder kann es auch sein, dass sie eine Vergiftung hat? Sie frisst alles, was sie findet. Leider auch auf Spaziergängen - einmal nicht aufgepasst und mein Hund kaut und schluckt.


Sie zeigt keinerlei Anzeichen von Schmerzen - auch niht beim Urinabsatz. Sie scheint einfach nur etwas müder zu sein als gewöhnlich.

Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,

die Körpertemperatur ist absolut normal. Ich kann natürlich nicht beurteilen, wie sich die von Ihnen beschriebenen Verdickungen im Gesäuge anfühlen, bin hier aber generell lieber zu vorsichtig und entnehme daher immer zumindest eine kleine Probe und untersuche diese mikroskopisch um ausschließen zu können, dass es sich um einen Tumor handelt. Nach Scheinträchtigkeiten mit Milchbildung kann es zu "Verhärtungen" im Gesäuge kommen, die sich allerdings innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen immer weiter zurückbilden. Tun sie dies nicht würde ich immer einen Tumor definitiv durch eine entsprechende Untersuchung ausschließen.

Eine Vergiftung halte ich für eher unwahrscheinlich, da die Hündin dann auch andere Symptome zeigen müsste. Schauen Sie sich aber auf jeden Fall mal die Schleimhäute im Auge (Bindehäute) und im Maul (Zahnfleisch) an. Diese sollten normalerweise rosa gefärbt sein. Wenn diese eher weißlich bzw. porzellanartig aussehen könnte dies ein Hinweis auf eine Blutung, z.B. durch eine Vergiftung sein. In diesem Fall würde ich auf jeden Fall schnellstmöglich ein Blutbild anfertigen lassen.

Es kommt auch gelegentlich vor, dass Hunde beim Toben (meine Hündin ist mal aufs Hochbett meines Sohnes geklettert und wieder herunter gesprungen - danach hatte sie auch einen Tag blutigen Urin) einen "Schlag" auf den Unterbauch bekommen und leichte Blutungen auftreten, die dann zu blutigem Urin führen.

Wenn das Symptom auch morgen noch auftritt würde ich es aber unbedingt genau abklären lassen. Bei einer älteren Hündin ist ein Blasentumor bei blutigem Urin und relativ ungestörtem Allgemeinbefinden leider eine der häufigsten Ursachen. Wird ein Blasentumor früh genug erkannt und behandelt ist die Prognose deutlich besser, als wenn bereits Metastasen (meist in der Lunge) vorhanden sind.

Ich will Ihnen auf keinen Fall Angst machen, es kann sich nach wie vor um eine harmlose Ursache (leichtes Trauma, Blasenentzündung, Harnkristalle) handeln, ich bin aber lieber zu vorsichtig als andersherum.

Weiterhin alles Gute für Ihre Hündin
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,

haben Sie noch eine Frage? Wenn Ihnen meine Antwort weitergeholfen hat würde ich mich über eine positive Bewertung meiner Antwort freuen.

Gute Besserung für Ihre Hündin