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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Kleintierärztin ist jetzt online.

Unser Kaninchen (es lebt zusammen mit einem weiteren Kaninchen

Kundenfrage

Unser Kaninchen (es lebt zusammen mit einem weiteren Kaninchen in einem Freigehege mit Stall) isst seit 3 Tagen nicht mehr und liegt ganz ruhig in der Ecke des Stalls. Heute Abend lag es dann plötzlich vor dem Stall und bewegte sich nicht mehr. Wir dachten schon, es sei tot. Aber als wir es berührten, wedelte es plötzlich mit dem Kopf hin und her. Wir legten es anschließend in den Stall, worauf es fürchterlich quiekte. Äußerlich kann man nichts Auffälliges bemerken. Es ist nicht auffällig dünn geworden. Aber es scheint Schmerzen zu haben, warum hat es so gequiekt? Bis auf Vögel und manchmal Katzen haben die Kaninchen keinen Kontakt zu anderen Tieren. Aber was könnte es haben und vor allem was sollen wir noch heute Abend tun. Wären über eine Antwort sehr dankbar.
Meine E-Mail:[email protected]
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Abend,

wenn das Tier schon seit 3 Tagen nicht gefressen hat ist die Prognose für das Tier leider sehr schlecht. Kaninchen haben einen sehr empfindlichen Verdauungstrakt. Wird nicht permanent neues Futter aufgenommen kommt es zu einer Störung der Darmflora und damit zu ernsten Problemen für den gesamten Körper. Normalerweise sollte spätestens nach einem Tag ohne Futteraufnahme dringend ein Tierarzt aufgesucht oder das Tier zwangsernährt werden.

Es gibt eine parasitäre Erkrankung (Encephalitozoon cuniculi), die zu schweren Störungen des Allgemeinbefindens, häufig zu Kopfschiefhaltung, schnellen Kopfbewegungen, Futterverweigerung, etc. führt. Die Tiere sind häufig schon über Jahre symptomlos infiziert, bevor die Symptome auftreten.

Es kommen aber auch sehr viele andere Ursachen in Frage, die zu der Futterverweigerung und dem daraus resultierenden schlechten Allgemeinbefinden geführt haben können. Darunter Parasiten, Zahnerkrankungen, Störungen der Darmflora, etc.

Wenn irgend möglich sollten Sie mit dem Tier den tierärztlichen Notdienst aufsuchen, da ich sonst kaum Überlebenschancen für das Tier sehe. Es sollte dringend die URsache für das schlechte Allgemeinbefinden und die Futterverweigerung gefunden werden.

Auf jeden Fall benötigt das Tier Nahrung, im Zweifelfall muss ein spezieller Nahrungsbrei (gibt es beim Tierarzt) mit einer Spritze oral eingegeben werden.

Leider gibt es hier nicht viel, was Sie zuhause tun können, das Tier muss dringend in tierärztliche Behandlung.

Alles Gute für Ihr Kaninchen