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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12819
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Mein Hund wufft ohne ersichtlichen Grund. Auch wenn wir von

Kundenfrage

Mein Hund wufft ohne ersichtlichen Grund. Auch wenn wir von unserem 1 1/2 stündigem Spaziergang wieder kommen. Sie liegt dann auf dem Teppich und wufft mehr mal hinter einander. Was heißt das?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo,

in welchem Alter hat das Bellen / "Wuffen" denn begonnen? Wann tritt es auf? Möglich wäre, daß Ihr Hund wirklich etwas hört, aber auch Träume oder Halluzinationen wären eine mögliche Ursache. Falls Ihr Hund etwas "desorientiert " wirken sollte, könnte man das die Gehirndurchblutung verbessernde Karsivan (msd-intervet) geben.
Wenn das Wuffen zu Aufmerksamkeit des Menschen führt bedeutet das für den Hund eine Belohnung und er macht es deshalb evtl. immer wieder .

Eine Möglichkeit ist, dem Hund andere Aufgaben zu stellen, durch die er abgelenkt ist (Sitz, Platz oder sehr gut sind Suchaufgaben); gut ist es auch, dem Hund beizubringen, daß er etwas tragen soll (mit vollem Maul kann man nicht Bellen).
Ist das Wuffen für Sie störend?
Falls das Allgemeinbefinden (Appetit, Durst, Munterkeit) sonst in Ordnung ist und eine evtl. durchgeführte Blutuntersuchung (insbesondere Schilddrüse, Entzündungen) nichts Auffälliges ergibt, könnten folgende Maßnahmen helfen, das Bellen zu reduzieren:

- der Hund sollte tagsüber möglichst viel beschäftigt werden (Laufen, Spielen, Gehorsamkeitsübungen, Suchspiele, Teile der täglichen Futterration sollten gesucht werden, hilfreich ist hier der Futterwürfel "Buster cube", aus dem nur durch Bewegen de Würfels Futterpellets rausfallen; falls es einen Garten gibt, kann man auch einfach einen Teil des Futters in den Garten werfen und suchen lassen, evtl. geht dies sogar in einem Raum der Wohnung ), sehr sinnvoll sind auch Suchspiele, bei denen das Futter unter verschiedenen Bechern verteilt wird (Besitzer zeigt auf Richtigen, fördert Aufmerksamkeit für Besitzer) und Geruchssuchspiele (Fährte legen)

- bei jedem Bellansatz dem Hund über den Fang (um das Maul) fassen -falls Sie sich das trauen- und "Nein sagen" Mehr nicht, jedes Schimpfen wird als "Mitbellen" und Bestätigung aufgefasst
- wenn Ihr Hund dafür zu weit weg ist, das Bellen ignorieren und abwenden oder den Hund -falls er so gut hört- ablegen lassen (Sitz);
auf keinen Fall beruhigend oder schimpfend mit ihm reden, da dies als Belohnung (Mitbellen) verstanden wird. Bellen muß immer zu für den Hund unangenehmen/lästigen Dingen (Sitz!, Platz!...) führen, angenehme Dinge gibt es ausschließlich nur nach Ausführung eines Befehls und bei ruhigem Verhalten

- wenn Ihr Hund bellt und Sie sich das Schnauzenumgreifen nicht trauen:
sofort bei Bellbeginn mit 1 x Nein! (mehr nicht) reagieren dann mit "Komm!" in andere Richtung weggehen. Wenn Hund nicht will, können Sie ihn in dieser Situation auch hinter sich herziehen. Dann „Sitz!“ machen lassen und dafür belohnen

Auch zu Hause sollte ein Wuffen / Bellen auf keinen Fall durch sofortige Zuwendung (z.B. Spielbeginn) belohnt werden, sondern Ihr Hund erst kurz eine Aufgabe erfüllen (Sitz) und dann sofort mit dem Spiel beginnen.

- wenn Ihr Hund erwünschtes (ruhigeres) Verhalten zeigt, sollte er möglichst oft Zuwendung erfahren, der Hund wird also nur beachtet, wenn er erwünschtes Verhalten zeigt

Je klarer die Rangfolge zwischen Besitzer und Hund, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund auf „Nein!" gehorcht und das Bellen stoppt, deshalb:
- vor jeder angenehmen Tätigkeit (Fressen, Spielen, Spazieren) mus Ihr Hund etwas leisten (z.B Sitz oder Platz) "Nichts ist umsonst"
-tägliches Bürsten und Pfotebeschauen (zeigt Ihre Dominanz)
-Rangfolgetraining: Hund geht erst als 2. durch eine Tür; Hund wird erst gefüttert, nachdem Besitzer gegessen hat; Manche Plätze (z.B. Sofa) dürfen nur mit Erlaubnis und Aufforderung durch Besitzer betreten werden
-Gehorsamkeitstraining (mit kleinen erbsengroßen Trockenfutterbelohnungen durchführen, Hund sollte sich einen Teil seines Futters mit den Übungen erarbeiten müssen)

-Generell gilt: Erwünschtes Verhalten beachten und belohnen (schon das Beachten eines Hundes ist für ihn eine Belohnung) , unerwünschtes Verhalten ignorieren

-Kauknochen oder Gegenstände die der Hund gefahrlos benagen darf, sollten dem Hund zur Verfügung stehen; Sie werden von Ihnen aber zeitweise entfernt und dann wieder zur Verfügung gestellt (das Recht des Ranghöheren)

-Homöopathisch könnte man die Verhaltenstherapie mit Lachesis D12 2x täglich eine zerpulverte Tablette oder 5 Kügelchen unterstützen (nicht mit dem Fressen geben, da die Arznei teilweise schon über die Maulschleimhaut aufgenommen wird, Menschen lassen homöopathische Mittel 2 Minuten im Mund)
- Zylkene (beruhigende Stoffe aus Milch) oder Relaxan (enthält das beruhigende Tryptophan versuchen




Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

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