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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Kleintierärztin ist jetzt online.

Mein Hund hat vorhin stark gekrampft, stark gespeichelt und

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Hund hat vorhin stark gekrampft, stark gespeichelt und erbrochen. Ich hätte ihn in diesem Zustand nicht in eine Klinik fahren können. Ich dachte wirklich, mein Hund stirbt, aber dann hat er sich körperlich beruhigt, war anfangs noch etwas wacklig auf den Beinen.

Jetzt liegt er entspannt neben mir und schnarcht, als wäre nichts gewesen. Kann ich mich jetzt auch beruhigen?
Gruß, XXXXX XXXXX
Guten Abend,

so wie Sie es beschreiben scheint der Hund einen epileptiformen Anfall gehabt zu haben. Wenn der Hund jetzt ruhig neben Ihnen liegt und schläft können Sie sich erst einmal beruhigen.

"Echte" Epilepsie ist die häufigste Ursache für Krampfanfälle bei Hunden in dem Alter Ihres Hundes. Auch Vergiftungen können solche Krampferscheinungen auslösen, allerdings beruhigt sich der Hund dann nicht von alleine wieder.

Auch eine Unterzuckerung kann zu solchen Krämpfen führen. Eine Blutzuckerbestimmung sollte daher sicherheitshalber erfolgen.

Die Diagnose Epilepsie ist eine Ausschlussdiagnostik, da es keinen Test auf Epilepsie gibt. Es müssen daher zunächst andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Handelt es sich um eine Epilepsie, gibt es auch hier verschiedene Formen, je nachdem wodurch sie ausglöst wird (Tumor, Hirnhautentzündung,...).

Sie sollten den Hund auf jeden Fall einem Tierarzt vorstellen und neurologisch untersuchen lassen. Auch eine Blutuntersuchung in Hinblick auf den Glucosespiegel ist sinnvoll. Epilepsie wird normalerweise erst therapiert, wenn zwei bis vier Anfälle erfolgt sind. Einzelne Anfälle sind im Grunde harmlos, so lange der Abstand zwischen den Anfällen nicht zu kurz wird. Bei 4 - 6 leichten Anfällen pro Jahr wird Epilepsie nur auf ausdrüklichen Wunsch des Besitzers therapiert. Es gibt keine Heilung für Epilepsie, man kann nur durch eine Dauermedikamentation die Anfallshäufigkeit und vor allem Schwere mindern.

Bei Hunden kommen auch ein bis zwei Einzelanfälle vor, ohne dass diese wieder auftreten. Spätestens beim nächsten Anfall sollten Sie jedoch einen Tierarzt aufsuchen. Lassen Sie den Hund während eines Anfalls möglichst in Ruhe, da er Sie nicht wirklich wahr nimmt. Erklären Sie Ihren Kindern, dass der Hund während eines Anfalls durchaus anders reagieren kann als normal, manche Hunde beißen während der Anfälle um sich, obwohl sie sonst sehr lieb sind.

Ich hoffe ich konnte Ihnen ein wenig helfen.
Kleintierärztin und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.