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veti77
veti77, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 13
Erfahrung:  Gemischtpraxis für Groß- und Kleintiere
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Meine Norwegische Waldkatze, Asthmatikerin, deshalb auf Cortison

Kundenfrage

Meine Norwegische Waldkatze, Asthmatikerin, deshalb auf Cortison und Solusin, hat seit ca. 6 Wochen Schnupfen, wurde dann vom Tierarzt wegen Superinfektion mit Antibiotika behandelt, was den Schnupfen jeweils für ca. 1Woche "kurierte". Labormässig wurden Pasteurellen in minderer Konzentration, aber nichts Multiresistents nachgewiesen. Z. Z. wird sie mit 2 x 1,0 ml Veraflox 25mg/ml behandelt - zum 3. Mal... Bringt leider nix Felise niesst und niesst. Meine Rhinitiden behandle ich mit Kap Pelargonie erfolgreich.Frage: geht das bei Katzen auch, und falls ja, welche Dosierung?in welcher Dosierung? Ergänzung: Meine Katze ist keine Freigängerini ne FMit derBitte um AntwortIhre AM
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,

Pelargonie ist bei Katzen nicht ausreichend getestet (bzgl. Wirkung und Nebenwirkungen), sodaß leider keine seriösen Angaben bzgl. der Dosierung bei Katzen vorliegen. Das Präparat Umckalabo enthält zudem 12% Alkohol und ist deshalb für Katzen nicht geeignet. Pelargonien werden bei Katzen unter potentiell toxischen Pflanzen geführt: http://www-vetpharm.uzh.ch/perldocs/index_i.htm

Katzenschnupfen ist manchmal recht hartnäckig, da es sich um eine multifaktorielle Erkrankung handelt, deren Ursachen meist gemischt vorliegen:
-viral: hier kann man in der Regel nur durch Unterstützung des Imunsystems angreifen, Medikamente s.u., Optimierung von Futter und Lebensbedingungen (z.B nicht zu trockene Raumluft); evtl. könnten Interferonspritzen helfen (Virbagen Omega, relativ teuer, Absprache mit Tierarzt vor Ort) .
-bakteriell: evtl. wäre es sinnvoll, von Ihrem Tierarzt eine Nasentupferprobe entnehmen zu lassen, mit deren Hilfe festgestellt werden kann, welche Bakterien vorliegen und auf welche Antibiotika sie noch ansprechen (Resistenztest); welches Antibiotikum wurde denn verwendet?
-allergisch: Überempfindlichkeit auf z.B. Hausstaub(milben) (am Besten keine Teppiche bei Schnupfenkatzen), sehr selten auch Nahrungsmittelallergene

Folgende Maßnahmen können in vielen Fällen lindern:
- Zylexis, Vitamine, Aufbauspritzen, Lysin (in vitro virusreduzierend)
- Antibiose (nach Resistenztest, v.a. wenn eitriger Ausfluß oderFieber (rektal > 39°))
-Schleimlöser (Bisolvon oder ACC)
-Luftbefeuchter
-Möglichst viel Flüssigkeit geben: Futter möglichst suppig verabreichen, Trinkwasser mit Katzenmilch oder Fleischbrühe anreichern
-Inhalation, gut ist z.B. mit heißem Kamillen-Salz-Wasser (in kleinem Raum, oder im abgedeckten Korb (mit etwas Lieblingsfutter), der über die Schüssel gestellt wird, ca. 5-10 Minuten, danach Katze gut trockenreiben und 2 Stunden zugluftfrei halten.
-Homöopahika: eine bewährte Indikation bei Schnupfen mit festsitzendem Schleim ist die Gabe von Silicea D12 2x täglich 1 Tablette (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette mit etwas Katzenmilch geben) und Euphorbium D4 3xtäglich 1 Tablette. Zusätzlich zur allgemeinen Anregung des Imunsystems Echinacea D1 3x täglich geben. Falls reichlich reizends wässriges Nasensekret vorliegt, ist Allium cepa D6 3x1 angezeigt. Mittelfristig kann auch das homöopathische Konstitutionsmittel Ihrer Katze (homöopathische Anamnse erforderlich) sehr gut unterstützend wirken
-Nasenspray (Euphorbum comp. Heel) wird als Spray leider nur von wenigen Katzen toleriert, man kann aber etwas Spray auf figer oder Q-Tip sprühen und das Spray auf diese Weise an die Nasenlöcher bringen
-möglichst viel frische Luft (aber keine Zugluft) und natürliches Licht gewähren

Magnetfeldtherapie kann ebenso wie Akupunktur (und anderen Methoden der TCM) versucht werden. Leider aber auch keine Erfolgsgarantie.

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen, meine Antwort positiv zu bewerten, da meine Arbeit ansonsten unbezahlt bliebe. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße XXXXX XXXXX

Udo Kind

PS: bin erst am Montag wieder online.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Lieber Tierarzt, Sie haben meine Mail anscheinend nur sehr oberflächlich gelesen! Darin stand explizit das verabreichte Antibioticum samt Dosierung. Ebenso kommt Ihr Vorschlag eine Laboruntersuchung zu veranlassen mir komisch vor, da ich Ihnen die Laborbefunde des vorge-nommenen Abstrichs (Pasteurellen...) mitgeteilt ha tte. Last but not least:seit mehr als einem Jahr gibt es das " Kap Pelagonien -Präparat" nicht nur als alkoholis hen Auszug...mal nicht nur in Globi machen, als sog. Experte auch mal in die Rote Liste guc ken. Und: Begonien sind giftig, Pelargonien stehen nicht auf den Giftwarnseiten einschlägiger Unis

Aura Mager

Experte:  veti77 hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,
wie der Kollege Kind richtig schreibt, handelt es sich beim Katzenschnupfenkomplex um eine multifaktorelle Erkrankung. Möglicherweise spielt die Immununterdrückung durch das Cortison bei Ihrer Katze da ebenfalls mit hinein. Ich würde zunächst versuchen, die Cortison-Gabe momentan auszusetzen, damit die körpereigene Abwehr wieder greifen kann. In unserer Praxis haben wir sehr gute Erfahrungen mit einer Kombination aus Convenia (Langzeit-Antibiose, 2 x im Abstand von14 Tagen) und Zylexis (Immunstimulans, 3 x im Abstand von 48 Stunden) gemacht. Unterstützend könnte man noch "astorin-Virolysin plus" oral eingeben. Damit hat ein Tierheim gute Erfahrungen gemacht, welches mit uns zusammenarbeitet. Denn die erste Therapievariante ist nicht unbedingt ganz kostengünstig...

alles Gute.
veti77, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 13
Erfahrung: Gemischtpraxis für Groß- und Kleintiere
veti77 und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.

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