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Dr_Grassl
Dr_Grassl, Tierarzt
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 266
Erfahrung:  Vögel, Reptilien, Amphibien, Heimtiere
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Dr_Grassl ist jetzt online.

430l Aquarium. Gesellschaftsbecken. Besatz: 21 Diskus (verschiedene

Kundenfrage

430l Aquarium. Gesellschaftsbecken. Besatz: 21 Diskus (verschiedene Größen), 9 L-Welse, 6 Buntbarsche, ca 20 Guppis. Problem seit heute: einige Diskus schwimmen auf der Seite, sind Lichtscheu, bei zwei Diskus gibt es Augentrübungen. Heute Vormittag 50% Wasserwechsel, Temp. von 29 auf 30 erhöht. Licht ausgeschaltet. Anzahl der Diskus mit Verhaltensänderung steigt aber leider weiter. Diskusseuche ohne Neubesatz, gibt es so etwas? Ist es über haupt DS. Welche Maßnahmen soll bzw kann ich ergreifen? Wasswerwerte so weit alle i.O.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Dr_Grassl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,
wenn in einem gut funktionierendes Aquarium plötzlich Probleme bei den Fischen auftreten, ist häufig "Stress" ein Grund dafür. "Stress" kann sein: zuwenig Versteckmöglichkeiten, Rangordnung, Temperaturveränderung, etc. Dadurch wird das Immunsystem der Fische geschwächt und Erreger, die an und für sich, normal keine Probleme verursachen würden, können zu Erkrankungen führen (fakultativ pathogene Erreger). Möglich in Ihrem Fall wäre eine bakterielle und/oder parasitäre Infektion, dann treten nämlich auch häufig Trübungen der Hornhaut am Auge auf. Die einzelnen Fischarten sind unterschiedlich anfällig für bestimmte Erreger, deshalb sind bei Ihnen bisher auch nur die Diskusfische betroffen. Da Sie die Wasserwerte schon überprüften, das ist immer der erste Schritt, denn schlechte Wasserwerte zählen zu den chemischen "Stressoren", ist der nächste Schritt rauszufinden, was genau vorliegt.
Deshalb würde ich Ihnen raten, einen auf Fische spezialisierten Tierarzt in der Nähe aufzusuchen, unter www.koiklan.de ist eine schöne Liste mit Tierärzten nach PLZ geordnet. Dieser wird mittels Hautabstrichen und direkter mikroskopischer Untersuchung schauen, ob er Parasiten findet. Sollte dies negativ sein, wäre ein Abstrich zur weiteren bakteriellen Untersuchung und Anfertigung eines Antibiogrammes, falls pathogene Keime nachgewiesen würden, sinnvoll. So kann direkt das für diese Keime am besten wirksamste Antibiotikum entdeckt werden. Manchmal stecken leider auch Erkrankungen dahinter, die einen langsam fortschreitenden chronischen Verlauf zeigen, wie z.B die Fischtuberkulose (dagegen gibt es leider keine Medikamente). Es hat sich nicht bewährt Medikamente aus der Zoofachhandlung einfach auszuprobieren, wenn man auf die Verpackung schaut, versprechen diese gegen dies und jenes wirksam zu sein. Leider ist es aber so, daß durch den häufigen Einsatz (oft ohne Grund) und falschen Einsatz sich viele Resistenzen gegen viele Wirkstoffe entwickelt haben und man nur kurzzeitig eine Besserung bemerkt. Besser ist es immer die wahre Ursache herauszufinden und dagegen ganz gezielt zu behandeln.
Das einzige was nicht schadet und kurzfristige schon mal ein bischen hilft, ist 1-2g unjodiertes Salz pro Liter Wasser ins Becken zu geben, das hält den Keimdruck niedriger und regt die Fische an.
Sollten Sie noch Fragen haben, können Sie sich gerne an mich wenden.
Ansonsten bedanke ich mich bei Ihnen im Voraus und wünsche Ihnen alles Gute.

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