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Dr.med.vet R.von der Lahr
Dr.med.vet R.von der Lahr, Tierarzt
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 210
Erfahrung:  Großtier und Kleintierpraxis seit 1993
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Dr.med.vet R.von der Lahr ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben einen ca. 10 Jahre

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir haben einen ca. 10 Jahre alten Koi in unserem Teich schwimmen. Seit dem letzten Herbst hat er eine stark geschwollene Seite, dier sich jetzt seit ein paar Tagen zunehmend auf den ganzen Körper ausgebreitet hat, und zwar vom Kopf bis zum Schwanz.
Was könnte dieses für eine Krankheit sein, und wie kann mann dieses behandeln???
Da noch 2 Koi und meherere Goldfische und Störe in dem Teich schwimmen haben wit jetzt Angst das eine Krankheit auf die anderen Tiere übergeht.
Mit feundlichen Grüßen E. Krämer
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Dr.med.vet R.von der Lahr hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten Morgen Herr oder Frau Krämer,

Es könnte sich sehr wahrscheinlich um den Anfang einer Aszites (Bauchwassersucht)handeln, es ist schwer dies zu beurteilen, ohne den Fisch selber gesehen zu haben!! Diese ist keine Erkrankung sondern ein Krankheitszeichen, welches zb durch einen fortgeschrittenen Zerfall der Leber hervorgerufen werden kann. Die Ursache ist meist infektiöser Natur. Das einzig sinnvolle ist , sie kontaktieren einen Fischtierarzt in Ihrer Nähe, der wird eine tierärztliche Untersuchung vornehmen ( ua eine Punktion und/oder Ultraschall durchführen). Erst dann kann eine sinnvolle Therapie durchgeführt werden (Entzündungshemmer, Antibiotika und ggf. OP). Sie finden Fisch-Tierärzte auf http://www.koiklan.de/. dann Kontakt, dann TA.

Zu Hause gibt es leider nichts sinnvolles, was Sie jetzt tun könnten, ausser ein Quarantänebad mit 1-2 gr unjodiertes Salz, während ca 30-60 Min., wirkt anregend und desinfizierend.

Zur Information habe ich Ihnen dazu Lesematerial zusammengestellt:

Die infektiöse Bauchwassersucht tritt in drei Formen auf: die akute Bauchwassersucht wird durch Viren ausgelöst, sie entspricht der so genannten Frühlingsvirämie der Karpfen. Sekundär treten aber auch Bakterien der Gattungen Aeromonas und Pseudomonas auf, die ebenso die Bauchwassersucht auslösen können.
Die chronische Bauchwassersucht ist die Geschwürform und wird als Erythrodermatitis bezeichnet. Erste Anzeichen sind meistens Appetitlosigkeit und ein geblähter Leib. Die Fische stehen nahezu an der Wasseroberfläche und sind apathisch. Weitere Symptome sind Glotzaugen, Hautblutungen, ein hervorgestülpter After, blasse Kiemen und ausgefranste Flossen.
Meist entzündet sich der Darm (es kann bis zur wässrigen Auflösung kommen) und die Bauchhöhle ist mit Flüssigkeit gefüllt. Die Symptome sind bei der chronischen Bauchwassersucht die gleichen, nur fehlt die starke Leibesblähung. Am Rücken und den Seiten des Koi treten jedoch unverkennbar sekundär verpilzte Geschwüre auf.
Die akute Form ist stark lebensbedrohlich und tritt vor allem im Herbst oder auch im Frühjahr bei Temperaturen um 17°C auf. Meist sind Vitaminmangel, zu dichter Besatz und schlechte Wasserqualität Ursache für den Ausbruch der Erkrankung. Die chronische Infektion bricht meist im Sommer als Folge der Ansteckung an toten oder kranken Fischen auf.

Ähnliche Symptome treten bei der viralen Schwimmblasenentzündung auf. Die Fische stehen zu Beginn der Krankheit im wahrsten Sinne des Wortes Kopf, da sich im Schwanzbereich gas- und flüssigkeitsgefüllte Zysten bilden. An der Schwimmblase selbst zeigen sich Blutungen und Verdickungen. Der Erreger ist der gleiche wie bei der infektiösen Bauchwassersucht, so dass es sich um ein Krankheitsbild mit zwei Erscheinungsformen handelt.

Eine medikamentöse Behandlung ist bei dieser Erkrankung nicht mehr möglich. Sie können dem Ausbruch der Krankheit lediglich vorbeugen, indem Sie auf ausreichend Teichpflege, Hygiene und eine gesunde und ausgewogene Ernährung der Fische achten.

Möglich wäre auch eine tumoröse Geschwulst, die sich in der Bauchhöhle ausbreitet, dass kann der TA vor Ort aber auch per Ultraschall feststellen. Manche sind sogar gut operabel.

Eine andere Möglichkeit wären auch noch Aussenparasiten, dann hätte Ihr Fisch aber meistens Symptome wie starkes scheuern,springen, verstärkte Atmung, Hautrötungen oder starke Scheimbildung. Der TA vor Ort kann das aber schnell mit einem Hautabstrich und einer mikroskopischen Untersuchung abklären.

Viel Erfolg und alles Gute für Sie und Ihre Fische.
Wenn meine Antwort für Sie hilfreich war, drücken Sie bitte auf akzeptieren, sodaß ich ein wenig für meine Zeit und Mühen honoriert werde. Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Vielen Dank.

Dr.med.vet R.von der Lahr und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Nach dem wir noch einen Bekannten angerufen haben, meinte dieser, das der Koi evtl. tragend sein könnte. Nun warten wir es ab und hoffen die Zeit schlägt für uns. Noch einmal vielen Dank. Den Beitrag haben wir gestern abend schon einmal überwiesen und hoffen, dass Sie diesen bekommen werden.

Mit freundlichen Grüßen Elisabeth Krämer

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
z. Zt. keine weiteren Fragen
Experte:  Dr.med.vet R.von der Lahr hat geantwortet vor 5 Jahren.

salut, zuerst einmal danke fürs akzeptieren. Es ist durchaus möglich, dass "Sie" Laich in der Bauchhöhle hat, der liegt aber dort symmetrisch , was ja nicht dazu passt, das sie im Vorbericht meinten, zuerst eine Seite würde dicker. Solange sie unauffällig bleibt und normal frisst und schwimmt, ist alles gut, dann laicht sie jetzt irgendwann und alles ist gut. Wenn nicht, siehe oben.

Alles gute und schönes WE