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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Mein Kater, eine Norwegische Waldkatze hat zum 2. mal eine

Kundenfrage

Mein Kater, eine Norwegische Waldkatze hat zum 2. mal eine Blasenentzündung. Beim Katheter legen ist nach Angaben unseres TA nach ca. 2cm ein Widerstand zu spühren, der offenbar die Harnröhre verschließt. Der TA meint, es könnte sich um eine Narbe oder änlichem handeln. Meine Vermutung es könnte sich um die Prostata handeln, verneite dieser mit "Kater haben keine Prostata".
Ist dem so?

Danke XXXXX XXXXX im voraus
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

auch Kater haben eine Prostata, diese macht aber nur sehr selten Probleme (deutlich seltener als beim Hund). Grund hierfür ist, daß die meisten Kater kastriert sind (Ist Ihrer noch unkastriert?). Hauptsymptom bei Prostataerkrankungen sind oft Kotabsatzbeschwerden und blutig-schleimiger Ausfulß unabhängig vom Urinieren.

 

Wahrscheinlicher bei Ihrem Kater sind:

- Harnkristalle

- eine Gewebewucherung (Narbe, Tumor...)

- Entzündliche Schwellung.

 

Hat Ihr Kater eine Harnverhaltung? (bauch dicker , Harndrang und es kommt nichts). In der Regel geschieht dies durch Harngries (Kristalle: meist Struvit oder Oxalat)oder sogar Harnsteine. Ist der Bauch dicker, angespannt und berührungsempfindlich? Schleckt er sich am Penis und die Penisspitze ist gerötet? Dies wären weitere Symptome. Wahrscheinlich hat Ihr Kater Schmerzen. Falls Sie die Blase fühlen können (im hinteren Bauchbereich als größer fausttgroßen „Sack“): Vorsichtig auf die Blase von beiden Seiten drücken / Massieren, manchmal kommt dann Urin,. Wenn aber weiter nichts kommt, bitte unbedingt schnellstmöglich zum Tierarzt!

Ihr Kater braucht in diesem Fall dringend entkrampfende Schmerzmittel, wahrscheinlich muß die Harnröhre mit Hilfe eines Katheters freigespült werden, evtl. auch Punktion der Blase unter Ultraschallkontrolle.

Falls man nichts macht kann sich aus einer Hanröhrenverstopfung sehr schnell ein lebensbedrohlicher Zustand entwickeln (Herz-Kreislaufprobleme, Harnvergiftung (Erbrechen könnte schon Folge davon sein), schwere Stoffwechselstörung...)

 

Harnkristalle lassen sich teilweise (Struvit) diätetisch auflösen; bei bakterieller Ursach sollte ein Antibiotikum gegeben werden (am Besten nach Resistenztest. Auf jeden Fall sollte der Urin (incl. Harnsediment) auf Bakterien, Entzündung, abnorme Zellen und Harngries untersucht werden.

Unterstützend könnten Sie (falls vorhanden, ersetzt aber keineswegs sofortigen Tierarztbesuch) folgende homöopathischen Mittel geben (5 Globuli oder 1 zerpulverteTablette mit etwas Katzenmilch, Futtersauce oder mit etwas Wasser in einer Sprize unabhängig vom Fressen geben):
-Sabal serrulatum D3 4 x tägl.1 Tablette (homöopathischer Katheter),
-Cantharis D6 3x tägl. eine Tablette (Blasenentzündung)
je nach Verlauf beide für 7 - 10 Tage,
dann Berberis D4 und Solidgo D6 3x täglich 1 Tablette (unterstützen die Heilung der Harnwege und helfen beim Abgang von Harngries) geben
Gegen Angst: Bachblüten-Rescuetropfen
gegen Schmerz: Novalgintropfen (1 Tropfen pro kg, 25mg/kg)
Bieten Sie Ihrem Kater bitte eine Wärmflasche an (wirkt entspannend). Manchmal wollen Katzen mit Harnwegsproblemen aber auch lieber im Kühlen liegen

Falls Kristalle gefunden werden (im Harnsediment und/oder bei der Röntgen/Ultraschalluntersuchung) wäre auf jeden Fall eine den Kristallen entsprechende Diät erforderlich .
Generell sollten Sie langfristig Ihren Kater zum Trinken animieren (gekochtes Fleischwasser, verdünnte Katzenmilch, verdünnter Thunfischsaft...) zwecks besserer Durchspülung der Harnwege (natürlich erst wenn Harnwege wieder frei sind).

Viel Glück!

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihre schnellen und ausführlichen Worte.Smile

Ja, bei der 1. Blasenentzündung wurden Oxalate gefunden und ausgespült. Half aber auch nichts, deswegen die Blasen-OP. Hier wurde folgendes festgestellt:
Histologie
"..ein mehrschichtiges Urothel, geringgradige Granulatiosgewebsbildung mit Proliferatio von kollagenen Faser, einsprossenden Fibroblasten und multifokalen kleinkallibrigen Gefäßanschnitten; geringgradige diffuse Infiltration mit Lymphozyten und Makrophgen, über die Schleimhautoberfläche herausragende Polypen mit mehrschichtigem Urothekel bekleidet und fibrovaskulären Grundstock..."
Diagnose:
geringstgradige, diffuse, lympho-histiozytäre Zystitis mit Granulationsgewebebildung. Chronisch, polypoide Zystitis.

Seit Genesung bekommt er nur noch Diätfutter. Vor all diesem Geschehen ist er zunächst chemisch für ca. 1 Jahr und vor 1 Monat endgültig kastriert worden.

Meine Befürchtung ist, dass sich durch die Zurückbildung der zugehörigen Organe oder deren verbliebenen Teile die Harnröhre verengen, es zu andauernden Resturin in der Blase kommte, Bakterien sich vermehren, welche die Blase dann entzünden, die Harnröhre verkleben und zusetzen.

Ursache für mich die Verengung ca. 2cm hinter dem Penis. Daher die Frage nach der Prostata.

Danke nochmals

Jörg
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

danke für die freundliche Rückmeldung und für´s Akzeptieren.

 

Wenn es nicht besser wird, würde ich auf jeden Fall eine erneute Urinuntersuchung (wie gesagt auch mit bakteriiologischer Untersuchung und Resistenztest) und evtl. einen Ultraschall der Harnblase machen lassen (evtl. erneut Steine in Blase).

 

Viel Glück!

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Alles schon probiert, kein Ergebnis. Jetzt setze ich auf eine Kontrastmittelstudie.

Danke nochmals
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Kontrastmitteluntersuchung bringt oft gute Ergebnisse. Drücke die Daumen, daß danach die Ursache klarer ist und gezielt behandelt werden kann.

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind