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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Kleintierärztin ist jetzt online.

Mein Chihuahua ( 4 Monate) hat gerade eine Mäuseköderstation

Kundenfrage

Mein Chihuahua ( 4 Monate) hat gerade eine Mäuseköderstation zerlegt.
befürchte auch den Inhalt. Inhalt 5-15g Pastenköder
Weis nicht was ich nun Machen soll, kann.
Bianca
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

haben Sie die Verpackung des Köders? Wenn ja wäre es gut, wenn Sie mir übermitteln könnten, was für Inhaltsstoffe enthalten sind.

Wenn die Aufnahme noch nicht länger als 30 Minuten her ist können Sie versuchen den Hund zum Erbrechen zu bringen. Hierzu einige 2- 3 Teelöffel Salz in einer Tasse lauwarmem Wasser auflösen und dem Hund eingeben. Dies wird er nicht freiwillig nehmen, also am Besten mit einer Spritze oder ähnlichem einflößen.

Ansonsten bitte mal nachsehen, was in dem Köder enthalten war - ich kann Ihnen dann besser weiterhelfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Inhalt: 5-15 g Pastenköder
LD: 50 (Hund): Zwischen 100-150 g Pastenköder
pro Kg Körpergewicht
Wirkstoff: Cumarinderivat mit Zeitverzögerter Wirkung (Tage)
Antidote: Vitamin K1
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

ich bin gerade ganz erstaunt, dass das alles auf der Packung steht - so vorbildliche Angaben seitens der Hersteller sind selten.

Die LD50 bezeichnet die Menge des Giftstoffes, bei deren Aufnahme die Hälfte der Tiere versterben. Normalerweise ist diese pro kg Körpergewicht angegeben. Es müsste daher selbst ein Chihuahua einiges von der Paste fressen um tödliche Wirkungen auslösen zu können. Ihr Hund dürfte daher zum Glück weit von der tödlichen Dosis entfernt sein.

Problematisch bei Cumarinderivaten ist, dass die Wirkung deutlich zeitverzögert eintritt, so dass häufig erst Tage nach der Aufnahme Symptome auftreten.

Die Symptome einer Cumarinvergiftung sind sehr vielfältig, so kann es zu Schwäche, Depression, Untertemperatur, Krämpfen, Maulschleimhautblutungen, blutigem Erbrechen, Atemproblemen, Herzrasen, blutigem Urin, etc. kommen.

Falls es mit dem Erbrechen nicht geklappt haben sollte würde ich evtl. sicherheitshalber eine Gegenmaßnahme mit Vitamin K1 ergreifen. Dies hat normalerweise jeder Tierarzt vorrätig. Vitamin K1 muss allerdings meist über einen längeren Zeitraum gespritzt werden. In leichten Fällen bzw. prophylaktisch ist auch eine orale Gabe möglich. Spätestens beim AUftreten von Symptomen sollten Sie daher einen Tierarzt aufsuchen, damit Vitamin K1 verabreicht werden kann. Es gibt auch die Möglichkeit die GErinnungsfaktoren im Blut zu bestimmen.

Alles Gute für Ihren Hund