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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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unsere hündin hat eine dick angeschwollene scheide. wir haben

Kundenfrage

unsere hündin hat eine dick angeschwollene scheide. wir haben sie aus einem tötungslager in bulgarien und sie wurde dort sterilisiert. die narbe ist sichtbar. der tierarzt sagte das er jetzt eine hormonbstimmung machen möchte denn vielleicht seien ja noch reste vom eirstock vorhanden. das sei die einfachste möglichkeit es gäbe jedoch nocht eine weitere die ganz selten vorkommen würde. darüber möchte er jetzt jedoch noch nicht sprechen weil die krankheit weit schlimmer sei. was kann das sein. ich bin jetzt sehr beunruhigt.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

manche Tierärzte binden den Eileiter nur ab (Sterilisation) und lassen einen oder beide Eierstöcke drinnen. Manchmal wird auch ein Eierstock nicht gefunden. Sind Rüden interessiert? Gibt es Scheidenausfluss? Möglicherweise gibt es hormonell aktives versprengtes Eierstocksgewebe. Evtl. Ultraschal und nochmalige OP, versprengtes Gewebe ist aber schwer zu finden. In sehr seltenen Fällen kann dieses Gewebe auch tumorös entarten (ich vermute, daß Ihr Tierarzt das gemeint hat). Der Fachbegriff ist "Ovarian Rmnant Syndrom"

 

Ovarian-Remnant-Syndrom
Als Ovarian-Remnant-Syndrom (Eierstockrest-Syndrom) bezeichnet man ein Krankheitsbild, das infolge verbliebener Reste der Eierstöcke nach einer Eierstockentfernung (Ovariektomie) entsteht. Es kann entweder durch unvollständige Entfernung der Eierstöcke (dann besser als Residual-Ovary-Syndrom zu bezeichnen) oder durch in der Bauchhöhle verbliebenes versprengtes (ektopes) Eierstockgewebe entstehen.

Klinik :
Bei der Frau äußert sich das Ovarian-Remnant-Syndrom in dauerhaften oder regelmäßig wiederkehrenden Unterleibsschmerzen. Harnwegsprobleme, Schwäche, Fieber, Übelkeit, vaginale Blutungen und Schmerzen beim Stuhlgang können ebenfalls auftreten.

Bei Hündinnen und Katzen tritt trotz Kastration erneut eine Läufigkeit bzw. Rolligkeit wie bei intakten Tieren auf. Bei Hündinnen entwickelt sich häufig eine Stumpfpyometra. Zudem kann sich bei Hündinnen aus Eierstockresten ein Granulosazelltumor mit Läufigkeitssymptomen, Anbildung der Milchdrüsen, Hautproblemen, Knochenmarksdepression und Endometriumhyperplasie entwickeln. Insgesamt ist das Syndrom bei Katzen häufiger als bei Hunden, und es handelt sich nahezu ausschließlich um Operationsfehler (unvollständige Eierstockentfernung), ektopes Gewebe ist sehr selten.

Diagnostik
Klinisch ist ein Ovarian-Remnant-Syndrom so gut wie nicht abzuklären. Ovarrestgewebe kann durch Sonografie oder Magnetresonanztomographie, gegebenenfalls nach Verabreichung von Clomifen 10 Tage vor der Untersuchung dargestellt werden.

Labordiagnostisch sind vor allem erhöhte Spiegel von Östrogenen oder Progesteron entsprechend dem normalen Sexualzyklus nachweisbar.

Die Messung von Östrogenen ist in der Tiermedizin nicht praktikabel, ihr Effekt kann aber mittels Vaginalzytologie nachgewiesen werden. Alternativ kann der Progesteronspiegel 5 bis 7 Tage nach der vermuteten Ovulation gemessen werden. Gegebenenfalls kann die Ovulation auch mit hCG oder GnRH ausgelöst werden. Progesteronwerte über 2 ng/ml (6,4 nmol/l) sind beweisend für das Vorhandensein von Gelbkörpern und damit hormonell aktivem Eierstockgewebe.

Therapie :
Die Therapie besteht in der chirurgischen Entfernung des Restgewebes.

Die Operation sollte bei Hunden und Katzen während der hormonell aktiven Phase (Läufigkeit oder Metöstrus) erfolgen, da das Eierstockgewebe dann aufgrund der Eierstockfollikel bzw. Gelbkörper besser auffindbar ist.

Literatur [Bearbeiten]
Manfred Kaufmann, Serban D. Costa, Anton Scharl (Hrsg.): Die Gynäkologie. 2. vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Springer Medizin, Heidelberg 2006, ISBN 3-540-25664-4, S. 306.
Richard P. Billingham (Hrsg.): Reoperative Pelvic Surgery. Springer Science+Business Media, New York NY 2009, ISBN 978-0-387-89998-5, S. 46–47.
Margaret V. Root Kustritz: The dog breeder's guide to successful breeding and health management. Saunders Elsevier, St. Louis MO 2006, ISBN 1-416-03139-1, S. 46.
Cheri A. Johnson: Ovarian Remnant Syndrome. In: Richard W. Nelson, C. Guillermo Couto (Hrsg.): Small Animal Internal Medicine. 3rd edition. Mosby, St. Louis MO 2003, ISBN 0-323-01724-X, S. 867–868.
aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Ovarian-Remnant-Syndrom

 

Homöopathisch könnten Sie Lachesis D6 und Apis D6 je 3x tgl. 5 Globuli geben.

 

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

 

PS: bin erst morgen früh wieder online.

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo noch mal,

 

in dieser Arbeit sind die Nachweis- und Behandllungsverfahren beschrieben: http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/buschhausj_ws10.pdf

 

Haben Sie noch eine Frage? Ich antworte gerne noch einmal.
Falls Sie keine Ergänzungsfrage mehr haben, würde ich Sie bitten, fairer Weise und den allgemeinen Abläufen bei just-answer entsprechend auf "Akzeptieren" zu klicken. Vielen Dank im Voraus!

Freundliche Grüße,

Udo Kind