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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Kleintierärztin ist jetzt online.

Bei unserer 16-jährigen Katze wurde vor 12 Tagen ein Plattenepithelkarzinom

Kundenfrage

Bei unserer 16-jährigen Katze wurde vor 12 Tagen ein Plattenepithelkarzinom in der rechten Mundhöhle diagnostiziert. Lt. unserem Tierarzt kann man nicht operieren, da die gesamte rechte Mundhöhle betroffen ist. Eine Chemotherapie kommt für uns nicht in Frage. Der TA schlug vor, alle 2 Wochen Cortison zu spritzen, um eventuell die Entzündung einzudämmen. Frage: Ist das sinnvoll oder verlängern wir nur das Leiden des Tieres? Was könnte man sonst noch machen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Abend,

leider sind Tumore der Maulhöhle (insbesondere Plattenepithelkarzinome) häufig sehr aggressiv. Sie wachsen in das gesunde Gewebe (invasiv) hinein und es kommt häufig zu einer Beteiligung der Knochen mit Knochenauflösung. Es muss daher bei der Entfernung der Tumore immer mindestens 1,5 - 2 cm weit in das gesunde Gewebe hinein geschnitten werden. Dies ist bei der Ausdehnung des Tumors vermutlich nicht möglich. Hier hilft es im Grunde nur den kompletten betroffenen Kiefer zu entfernen. Die Katzen kommen hiermit in der Regel gut klar, allerdings streuen (metastasieren) diese Tumore auch häufig, so dass es bei einem so großen Tumor meist auch schon zur Metastasierung gekommen ist.

Wie man hier vorgeht kommt ein wenig auf das Allgemeinbefinden der Katze an. Ist dies schon stark reduziert würde ich von allzu vielen Versuchen absehen. Ist das Allgemeinbefinden noch gut kann man es durchaus mit einem Kortison probieren. Ich behandle selber einen Kater mit Plattenepithelkarzinom in der Maulhöhle welchen wir seit nunmehr 2 Jahren mit in den Tumor gespritztem Cortison (Triamcinolon) bei sehr guter Lebensqualität halten können. Wir spritzen alle 2 - 3 Monate das Kortison in den Tumor. Auch eine systemische (z.B. orale) Kortisongabe ist möglich. Genannter Kater ist der erste in meiner Laufbahn, bei dem der Tumor sich komplett zurückgezogen hat und derzeit nicht mehr nachweisbar ist. So viel Glück hat man sicher so gut wie nie, aber häufig kann man mit einem Kortison noch längere Zeit eine gute Lebensqualität des Tieres sichern. Einen Versuch ist es daher wert. Wenn das Allgemeinbefinden deutlich reduziert ist, die Katze nicht richtig fressen kann oder ähnliches würde ich von Therapieversuchen bei dieser Tumorart absehen.

Alles Gute für Ihre Katze
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Was halten Sie von einer PDT (Srahlentherapie?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Was halten Sie von einer Strahlentherapie?
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

eine PDT ist grundsätzlich eine gute Option bei Plattenepithelkarzinomen, wobei die Erfolgsrate höher ist, desto oberflächlicher der Tumor ist. Bei tiefen Tumoren ist dies deutlich schwieriger.

Bei einer systemischen Anwendung kann es zu einer starXXXXX XXXXXchtempfindlichkeit über mehrere Tage kommen, da sich der "Marker" auch in den Augen etc. anreichert. Es ist daher eine lokale Therapie empfehlenswert, bei der der Marker lokal ins Gewebe appliziert wird.

Diese Technik wird derzeit nur von wenigen Tierärzten angewendet, ich selber habe hiermit noch keine Erfahrungen, weiß aber von guten Erfolgen. Im Zweifelsfall sollten Sie die Katze einem Tierarzt vorstellen, der mit dieser Methode Erfahrungen hat und diese anwendet.

Gute Besserung für Ihre Katze
Kleintierärztin und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Was halten Sie von einer photodynam. Therapie (PDT)?
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

ich weiß nicht, ob meine Antwort bei Ihnen angezeigt wird, aber eine PDT ist durchaus eine erwägenswerte Option. Ich würde dies im Zweifelsfall mit einem Kollegen der hier Erfahrungen hat durchsprechen.

Bei der PDT werden Tumorzellen lichtempfindlich gemacht, wodurch man sie darstellen und gezielt zerstören kann. In der Maulhöhle stößt dies zumindest bei tieferen Prozessen an seine Grenzen. Dies sollte daher ein Tierarzt entscheiden, der die Veränderungen der Katze kennt und sich mit dieser Therapie auskennt.

Die Belastung für die Katze ist bei dieser Therapieform bis auf die notwendige Narkose gering, so dass man dies auch einem älteren Tier zumuten kann.