So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tierarzt-mobil.
Tierarzt-mobil
Tierarzt-mobil, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 4328
Erfahrung:  20 Jahre Berufserfahrung als Kleintierärztin in Kliniken, versch.Kleintierpraxen,als selbstständige mobile Tierärztin
61271470
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Tiermedizin hier ein
Tierarzt-mobil ist jetzt online.

Hallo meine Hündin 5 Jhr hat letztes Jahr Gift erwischt und

Kundenfrage

Hallo meine Hündin 5 Jhr hat letztes Jahr Gift erwischt und ist seitdem blind, seit ca 4 Mon. fällt mir auf dass sie sehr viel trinkt, jetzt wird sie immer magerer so dass man die Knochen schon sieht , sie hat mir auch schon öfters in d Wohnung gepinkelt, sie frisst aber nach wie vor sehr gut , was kann dass sein??? frisch entwurmt wurde sie vor ca 8 Wochen. Danke XXXXX XXXXX Antwort
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

eine vermehrte Flüssigkeitsaufnahme kann verschiedene Ursachen haben :
- Diabetes mellitus
- Nierenerkrankung
- Diabetes insipidus
- psychogen bedingt
- Nebennierenerkrankung

Nach der Vorgeschichte würde ich am ehesten an einen Diabetes mellitus (erhöhter Blutzuckerspiegel) denken. Dies vor allen Dingen auch deshalb, weil das Sehvermögen des Hundes komplett nachgelassen hat, was auch mit dieser Erkrankung zusammenhängen könnte.
Je nachdem, welche Organe damals durch die Giftaufnahme geschädigt wurden, muß man auch dahingehend kontrollieren.
Bei einem Diabetes ist eine vermehrte Flüssigkeitsaufnahme und eine Gewichtsabnahme bei gleichbleibender Futteraufnahme typisch.
Die Ursachen sind – ähnlich wie beim Menschen – unklar. Es kommt zu einer
Unterfunktion/ zum Schwund der sog. Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die
normalerweise das Insulin produzieren. Manchmal kann auch eine akute oder
chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) zum Diabetes führen.
Durch die fehlende Insulinproduktion können die Körperzellen keine Glukose mehr
aufnehmen und „verarmen“ an Energie. Der Körper beginnt als Ausgleich mit dem
Abbau von Fett- und Muskelgewebe, was zur Abmagerung trotz „Heißhunger“ führt.
Sind die Stoffwechselvorgänge überlastet, kommt es zur zusätzlichen Bildung von
Ketonkörpern, die eigentlich auch Energieträger sind, vom Körper aber in diesem
Zustand nicht mehr verwertet werden können. Sie reichern sich im Blut an, werden –
wie der Zucker – vermehrt im Urin ausgeschieden. Der Zucker im Urin zieht
osmotisch Wasser nach, dem Körper wird also Flüssigkeit entzogen. Dieser
Wasserverlust muss dann durch vermehrtes Trinken ausgeglichen werden.

Festgestellt werden kann dies an Hand einer Blutuntersuchung.
Man bekommt einen ersten Hinweis mit Harnteststreifen aus der Apotheke, die man in den Urin tauchen kann. Diese Untersuchung ist zwar vom Blutzuckerwert her nicht sehr zuverlässig, aber Sie bekommen einen ersten Hinweis, ob der Zuckerwert überhaupt erhöht sein könnte. Die Blutuntersuchung sollte natürlich trotzdem erfolgen.
Behandelt werden sollte diese Erkrankung mit Insulin, welches täglich gespritzt werden müßte. Mit einer Anleitung Ihres Tierarztes stellt so etwas zu Hause jedoch kein Problem dar.
Nach dem Beginn der Insulintherapie sind regelmäßige Kontrollen notwendig. Dabei
macht es keinen Sinn, die Blutzuckerwerte in der ersten Zeit täglich zu messen oder
gar anhand dieser Werte die Insulindosis zu verändern. Die gleiche Insulindosis soll
nach Beginn der Therapie für mindestens 7-10 Tage verabreicht werden. Dann
erfolgt die Bestimmung einer Blutzuckertageskurve (Messung des Blutzuckers alle 2-
4 Stunden über 12 Stunden, dabei das Insulin wie gewohnt geben). Anhand dieser
Kurve kann der Tierarzt dann entscheiden, ob die Insulindosis verändert werden
muss.

Gerade bei der Vorgeschichte könnte eine Nierenerkrankung zusätzlich vorhanden sein. Also wäre zunächst eine Blutuntersuchung sinnvoll, die alle Organwerte einschließt.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen geholfen zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren, indem Sie auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken.

Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen.

Vielen Dank im Voraus !


Mit freundlichen Grüßen,


Christiane Jahnke


Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 5 Jahren.

Wenn Sie keine Fragen mehr haben, bitte ich fairerweise zu akzeptieren, damit ich aus dem von Ihnen gezahlten Vorschuss für meine Arbeit bezahlt werde.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Prämisse, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung .

Mit freundlichen Grüßen,

Christiane Jahnke

Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 5 Jahren.
gibt es denn noch Nachfragen ? wenn nicht, bitte Akzeptieren, den Abläufen bei Justanswer folgend.