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Tierarzt-mobil
Tierarzt-mobil, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 4328
Erfahrung:  20 Jahre Berufserfahrung als Kleintierärztin in Kliniken, versch.Kleintierpraxen,als selbstständige mobile Tierärztin
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Sehr geehrte Damen und Herren, im letzten Sommer erkrankte

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

im letzten Sommer erkrankte die Katze unseres Nachbarn, mit welchem wir kein gutes Verhältnis pflegen. Wir selber sind auch seit Generationen Katzenbesitzer. Es ist bekannt, dass sich unser Nachbar gerne über meine Mutter lustig macht, da diese ihren Garten liebt und ihn hegt und pflegt. Jedenfalls zeigten sich wohl bei der Katze Vergiftungserscheinungen. Unser Nachbar hat nun dem Tierarzt gesagt es sei eine Vergiftung durch einen Pflanzenschutzmittel (Inhaltsstoff: Glyphosat), welches meine Mutter in sehr geringen Dosen nach Gebrauchsanweisung verwendet (Vorox Unkraut). Der Nachbar forder nun von uns per Anwalt die Begleichung der Tierarztrechung über 760 EUR. Jeden, den wir zu dem Thema befragten (darunter auch die Pflanzenschutzbehörde bezeichnet die Beschuldigung als "an den Haaren herbeigezogen"). Jetzt zu meiner eigentlichen Frage: Auf der Tierarztrechnung sind Posten wie Blutabnahme und Screening etc. vermerkt. Kann ein detailierter Laborbericht hier vielleicht aussagen, was genau festgestellt wurde? Ist so eine Chemikalie wie Glyphosat im Blut oder sonstwo überhaupt feststellbar? Wenn ja kann man sogar als Tierarzt feststellen ob es sich um Vorox oder Roundup handelt (welches ein anderer Nachbar verwendet) ? in meinen Augen kann sich die Katze sonstwo vergiftet haben in der Umgebung. Laut Internet heißt es Tiere wie Katzen würden kleine Mengen Glyphosat einfach wieder ausscheiden und das es ungefährlich ist, wenn man es nach Gebrauchsanweisung verwendet. Wir sind auch unsicher, weil wir auch Katzen haben. Es ist aber noch nie was passiert und keiner kennt überhaupt so einen Fall? Wie sehen Sie das?

MFG
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Abend,

ein "normales" tiermedizinisches Labor kann den Wirkstoff nicht nachweisen. Dafür wäre ein Speziallabor gefragt. Den Unterschied zwischen Präparaten könnte man damit ohnehin nicht feststellen.
Es ist sicherlich ein Gesamtscreening der Blutwerte erstellt worden, dessen Veränderungen in Richtung Vergiftung weisen können. Das ist ja auch möglich.
Erstens hätte der Nachbar aber auch sicherzustellen, daß seine Katze nicht fremden Boden betritt, denn Ihre Mutter darf ja Unkrautvernichtungsmittel sprühen soviel sie möchte. Das darf im übrigen auch jeder andere Nachbar, ob nah oder fern, solange keine Gefährdung von Lebewesen durch offenes Auslegen wie bei Giftködern o.ä. entsteht.
Da wäre der Nachbar erstens in der Nachweispflicht woher das Gift kommt, welches Gift es war, und schließlich, daß Ihre Mutter gezielt die Katze damit vergiften wollte (wollte sie ja nicht, und das Mittel zu verwenden ist erlaubt).
Der Anwalt des Nachbarn ist über den Auftrag vielleicht trotzdem erfreut, ob aussichtsreich oder nicht - Geld bringt es in jedem Fall.
Ich denke da können Sie sich entspannt zurücklehnen - ich wüßte nicht wie der Nachbar eine Fahrlässigkeit oder einen Vorsatz nachweisen wollte.

Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben würde ich dieses Anliegen gleich im Keim ersticken lassen - ansonsten würde ich gar nicht reagieren, da Sie in eine Erklärungspflicht gedrängt werden, die gar nicht besteht.
Ihre Mutter hat gesprüht (oder gestreut) und fertig - da ist nichts Verbotenes passiert.
Eine Blutuntersuchung sagt noch gar nichts - eine Vergiftung auch nicht. Dafür gibt es viele Möglichkeiten, und man müßte speziell dieses Gift nachweisen.
Der Nachbar hat eine immens hohe Rechnung und die möchte er gerne von irgendjemandem bezahlt haben.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen geholfen zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren, indem Sie auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken.
Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen.
Vielen Dank XXXXX XXXXX !

Mit freundlichen Grüßen,

Christiane Jahnke
Tierarzt-mobil und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank XXXXX XXXXX schnelle Antwort. Die Sache läuft bereits über Anwälte und ein Schlichtungsverfahren steht bevor. Unsere Haftpflichtversicherung hat den Schaden natürlich abgelehnt. Wir waren leider gezwungen es zu melden, da die Versicherung im Falle einer Klage nun die Sache in die Hand nimmt. ich ärgere mich nur immer noch über den Tierarzt meines Nachbarn, der ihm sowas wie eine Bestätigung ausgestellt hat. Der Nachbar ist dort seit ewigen Zeiten mit seinen Tieren. Allerdings fallen in dem Schreiben des Tierarztes Wörter wie "vermutlich" und wurde "in Betracht gezogen". Unser Nachbar wollte damit wohl meine Mutter unter Druck setzen. Wir schütteln immer noch den Kopf, dass es jetzt soweit gekommen ist. die Katze ist glücklicherweise wieder gesund und tobt regelmäßig mit unserer Katze durch unser Haus, wo auch schon Sachen beschädigt worden sind. Wir kämen aber nie auf die Idee, da eine Aufruhr zu entfachen und eine Entschädigung zu fordern. Katzen sind halt Katzen. Einen schönen Abend wünsch ich Ihnen.
Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 5 Jahren.
das tut mir leid, daß Sie solch einen überflüssigen Ärger haben !
Leider sind die Beurteilenden (Richter, Anwalt etc.) fast nie sachkundig, und daher aus meiner Erfahrung prima beeinflussbar. Da es um einen vergleichsweise "geringen" Wert geht, wird dem Tierarzt Glauben geschenkt, ohne daß die Nachweise jemals überprüft würden.
Man kann sich als Tierarzt wunderbar herausreden und viel sagen, ohne eine konkrete Aussage zu treffen. Schade, daß der Kollege so etwas mitmacht.

Alles Gute für Sie und trotzdem gut, daß die Katze wieder gesund ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Christiane Jahnke