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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Sehr geehrtes Tierarztteam, unser Hund, eine Golden Retriever

Kundenfrage

Sehr geehrtes Tierarztteam,
unser Hund, eine Golden Retriever Hündin, ist teilnahmslos, zittert am Körper und hat vermehrten Speichelfluss. Können Sie uns raten, was zu tun ist?
Mit freundlichen Grüßen
Ina Pfahl
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

möglicherweise hat Ihr Hund Fieber oder er hat etwas Verdorbenes / Giftiges gefressen. Zittern und Speicheln kommt auch bei Schmerzen vor.

Prüfen Sie bitte Folgendes:
- rektal die Temperatur (normal 38°-39°)
- die Schleimhautfarbe (Augenlid, im Maul; sollte rosa sein wie bei uns)
- die Beweglichkeit
- den Bauch (sollte weich und nicht berührungsempfindlich sein)
- insbesondere Beweglichkeit des Kopfes,
- die Atmung (normal: 10-30 Atemzüge pro Minute)
- den Puls (Innenseite des Oberschenkels; normal: 80-120 Schläge pro Minute)

Bitte kontrollieren Sie auch einige Reflexe:
- Lid- und Hornhautreflex: Annäherung oder leichte Berührung führ zu sofortigem Schließen des Auges
- Pupillarreflex: Licht führt zu beidseitig gleichem Verengen der Pupillen, Dunkelheit zu Vergrößerung
- Analsphinkterreflex (Reaktion auf Berührung des Afters, normal: Verschluss des After)
-Fähigkeit des Schwanzbewegens (kann Ihr Hund den Schwanz normal bewegen?)
- Korrekkturreflex: im Stehe: Pfoten der Hinterbeine beugen (Oberseite der Pfote zum Boden) Normal: Hund nimmt sofort wieder normale Stellung ein
--Zwischenzehenreflex: festes Kneifen der Zwischenzehenhaut: Normal: soll zu Anziehen des Beines führen



Bei deutlichen Auffälligkeiten bitte baldmöglichst tierärztliche Untersuchung.

Folgende Ursachen kommen für vermehrtes Speicheln in Frage:
-schlechter Verschluss des Mauls (durch Verletzung , Lippenanomalien z.B. durch Schwellung)
-Zahnerkrankungen sind die häufigste Ursache; möglich sind natürlich auch Zahnwurzelerkrankungen, die Sie beim normalen Anschauen nicht sehen können; Diagnose durch Röntgenaufnahme, manchmal einseitiges Kauen, Reiben des Kopfes an der betroffenen Seite; bei Entzündungen (auch durch eingespießten Fremdkörper möglich) kommt es oft zu üblem Maulgeruch
-Zahnfleisch- und Rachenentzündungen oder Gewebezubildungen in diesen Bereichen (Papillom, Epulis, Zahnfleischwucherung), um den Rachen zu sehen, muß man die Zunge tief runterdrücken
-Vergiftung
-Übelkeit , Erbrechen, Magen-Darminfektion (meist aber Durchfall, Beobachten Sie ab und zu ein Würgen?)
-Mandelveränderungen
-Erkrankungen der Speicheldrüsen, meist Entzündung, oft Schwellung der Speicheldrüse seitlich am oberen Hals fühlbar , häufige Ursache
-Vergiftungen (könnte Ihr Hund draußen Gift gefressen haben, war er auf gespritzten Feldern?)
-neurologische Erkrankung (Reflexe gestört)
-Vorbote von Krämpfen oder Erbrechen

Falls für Sie gefahrlos möglich schauen Sie bitte in Maul und Rachen und kontrollieren Sie auf Fremdkörper und Entzündung. Klopfen und drücken Sie gegen die Zähne (Schmerzen?). Besser aber tierärztliche Kontrolle. Messen Sie bitte auch rektal die Temperatur (normal 38°-39°).

Falls es sich verschlechtern sollte: Bitte gehen Sie baldmöglichst möglichst zum Tierarzt, wenn Ihr Hund:
-schlechter frisst
-vom Allgemeinbefinden gestört ist
- die Schleimhäute (Lid Maul) nicht rosa sondern blass sind
-Fieber hat (rektal > 39°) oder unter 37,5° aufweist
-Blut oder Eiter im Maul sichtbar ist
-das Speicheln zunimmt
-Schmerzen zu haben scheint
- der Bauch angespannt ist.

Möglicherweise benötigt Ihtr Hund ein Schmerzmittel (z.B. Metamizol 25 mg/kg) , ein Antibiotikum und Infusionen.


Unterstützend könnten Sie folgendes tun (aber einen Tierarztbesuch keinesfalls ersetzend):
--Vitamingaben (z.B. VMP-Tabletten, pfizer, vom Tierarzt)
- "astoral Immustim H" (Firma almapharm, gibt´s beim Tierarzt)
-Echinacea D1 und Ferrum phosphoricm D6 (je 3x täglich 1 zerpulverte Tablette oder 5Globuli, beide imunstimulierend; nüchtern ins Maul geben oder Futtersauce aufschlecken lassen); Nux vomica D6 und Okoubaka D6 2 stündlich je 1 Gabe bei Vergiftungsverdacht oder Übelkeit

Ich hoffe, dass ich Ihnen helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind


Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

haben Sie noch eine Frage? Ich antworte gerne noch einmal.
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Freundliche Grüße,

Udo Kind

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