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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Unsere Hündin 11,5 jahre bekommt nun Prednisolon 5mg 2 stück

Kundenfrage

Unsere Hündin 11,5 jahre bekommt nun Prednisolon 5mg 2 stück am morgen. Vorher nur eine. Wurde nun aber erhöht auf 2 da keine besserung zu sehen ist. Ihre Lymphdrüsen sind angeschwollen und die Werte sind zu hoch. Weisse Blutkörperchen anstatt 30% 60% und Lymphozüten sind anstatt auf 11.000 auf 23.000. Donnerstag soll eine Gewebeprobe entnommen werden was kann es noch sein ausser eine Entzündung? Sie übergibt sich sehr oft. Fressen tut sie normal und abgenommen hat sie auch nicht. Kann es vieleicht auch von den Tabletten kommen mit dem Übergeben? Ich wäre sehr dankbar für einen weiteren Rat.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Abend,

die erhöhten weißen Blutkörperchen (Leukozyten) können verschiedene Ursachen haben. Sehr häufig sind diese Zellen bei bakteriellen Infektionen bzw. schweren Entzündungen erhöht. Es können aber auch Vergiftungen, Tumore, Stoffwechselerkrankungen, Nierenerkrankungen und eine Leukämieerkrankung (lymphatische Leukämie, Lymphosarkom) zur Erhöhung dieser Zellart führen. Bei dieser Tumorerkrankung sind auch häufig die Lymphknoten vergrößert. Es sollte daher wie geplant unbedingt eine Gewebeprobe entnommen werden um diese Erkrankung ausschließen zu können. Die Leukozyten können auch bei Glukokortikoidgaben (Kortison bzw. Prednisolon) erhöht sein.

Bei erhöhten Kortisongaben fallen allerdings die Lymphozyten in den Keller und sind nicht in Ihrem Fall erhöht, so dass ich die Tablettengabe hier eher nicht als Ursache sehen würde.


Die erhöhten Lymphozytenzahlen deuten leider auch in Richtung einer lymphatischen Leukämie bzw. eines Lymphosarkoms. Auch chronische Entzündungen können zu erhöhten Lymphozytenzahlen führen. Auch chronische Allergien oder Autoimmunerkrankungen können dies verursachen, es muss daher nicht immer benannte Tumorerkrankung sein, auch wenn dies leider die häufigste Ursache für solche Blutbilder ist.

Ich würde erst einmal die Gewebeuntersuchung abwarten, sicherheitshalber aber auch in Richtung einer chronischen Entzündung (hierfür könnte das Erbrechen sprechen) weitersuchen. Eine Röntgenuntersuchung bzw. ein Ultraschall könnte hier schon weitere Hinweise geben.

Alles Gute für IHren Hund
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
wenn das Ergebniss Leukämie sein sollte hat sie dann schmerzen? sollte man sie erlösen? sie macht keine anzeichen das es ihr irgendwie weh tut oder schmerzen bereitet.
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

ich war noch mit einem Notfall beschäftigt und kann Ihre Rückfrage daher erst jetzt beantworten.

Leider ist es bei Tieren häufig nur schwer zu erkennen, wann sie unter Schmerzen leiden. Symptome sind beispielsweise Futterverweigerung, keine Lust mehr auf Spaziergänge, neu auftretende Aggressivität, etc.

Schmerzen treten bei Tumorerkrankungen normalerweise erst in fortgeschritteneren Stadien auf. Ich kenne viele Tiere mit diagnostizierten Tumorerkrankungen die noch längere Zeit mit einer guten Lebensqualität leben. Wenn die Tiere nicht mehr fressen, stark abmagern und sich aufgeben ist meist der Punkt gekommen sich zu verabschieden.

Falls es eine Tumorerkrankung sein sollte kann man es teilweise (je nach Zustand des Hundes, etc.) mit einer Chemotherapie versuchen. Chemotherapien sind bei Hunden mit viel weniger Nebenwirkungen behaftet als bei uns Menschen. Meist kommt es am Tag der Injektion zu Übelkeit bzw. Erbrechen, die restliche Zeit haben die Tiere eine gute bis normale Lebensqualität. Ich habe eine Hündin mit lymphatischer Leukämie gekannt, die nach der Diagnose dank einer Chemotherapie noch 3 Jahre mit sehr guter Lebensqualität gelebt hat und letztendlich nicht an ihrer Tumorerkrankung sondern an Herzversagen verstorben ist. Dies ist ein Ausnahmefall, die meisten Tiere überleben mit Chemotherapie zwischen 0,5 und 2 Jahren.

Ich drück Ihnen die Daumen, dass die Diagnose nicht allzu schlimm ausfällt.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Fressen ist normal allerdings nur wenn wir zu hause sind ansonsten Frisst sie nicht. Raus gehen tut sie sehr gerne läuft auch sehr gerne fleissig am Fahrrad mit Kilometer weit ;-) nur ist sie sehr aggressiv geworden. Wir haben noch einen zweiten Hund mit dem sie sich garnicht mehr versteht mussten sie beide trennen und auf Menschen ist sie auch nicht gut zu sprechen sie will immer gleich beissen knurrt alles an und ist sehr sehr nervös.vorher war sie auch aggressiv aber längst nicht so doll so wie die Jack Russel eben sind. Ich bin echt gespannt was dabei raus kommt am Donnerstag. Auf jeden fall werde ich sie sich nicht quälen lassen. Dafür liebe ich sie zu sehr habe sie mit 6 Wochen bekommen sie ist wie ein Baby ;-)
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
vielleicht melden Sie sich noch einmal, wenn Sie wissen, was bei der Untersuchung rausgekommen ist. Wenn Ihnen meine Antworten weitergeholfen haben würde ich mich übers Akzeptieren der Frage freuen.

Alles Gute

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