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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Unser Huskyrüde (kastriertvor ca.7 Jahren nach einer Prostataentzündung)

Kundenfrage

Unser Huskyrüde (kastriertvor ca.7 Jahren nach einer Prostataentzündung) ist inzwischen 15 Jahre. Eigentlich ist er für sein Alter noch relativ fit. Seit ca. 3 Wochen (vorher auch schon mal ab und zu) hat er jedoch Probleme beim Kotabsetzen. Zunächst dachten wir, dass er zu festen Stuhlgang hat und gaben ihm Milchzucker, Leinsamen und etwas Öl mit ins Futter. Der Stuhlgang ist jetzt weicher aber er presst nur mühsam und unter schrecklichem Jaulen einige Kothaufen ab. Dabei kommt es mir so vor, als ob er mehr jault, weil der Kot nicht richtig abgeht. Der Schließmuskel funktioniert wohl nicht so richtig, seit der damaligen Prostataentzündung, bei der ähnliche Probleme auftraten.
Er hat sich auch schon etwas blutig gebissen, was die Sache noch dramatischer macht.
Ansonsten macht er einen munteren Eindruck, frisst mit Appetit, säuft sein Wasser und hat scheinbar kein Fieber. Auch die Rute trägt er hoch. Leider ist er sehr empfindlich, wenn man ihn etwas näher untersuchen oder ihm helfen möchte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er den Tierarzt da ran lässt. Was kann man tun?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

ich würde Ihnen trotz der Angst des Hundes empfehlen den Analbereich des Hundes einmal gründlich untersuchen zu lassen. Hierzu gehört neben einer äußerlichen Untersuchung des Analbereichs auch eine rektale Untersuchung mit dem behandschuhten Finger. Auf diese Art und Weise können zunächst die Analdrüsen beurteilt werden. Hunde haben häufig Probleme mit den Analdrüsen. Diese sind paarig im Bereich des Enddarmes angelegt und sondern ein Sekret ab, welches sowohl als Duftstoff als auch als "Gleitmittel" für den Kot dient. Diese Drüsen verstopfen allerdings häufiger bzw. entzünden sich, was für den Hund sehr unangenehm ist und zu häufigem Lecken, Schmerzen im Analbereich bzw. beim Kotabsatz und bei manchen Hunden auch zum Rutschen auf dem Hinterteil führt.

Auch Tumore und Abszesse im Bereich des Enddarmes können zu solchen Problemen führen. Auch diese kann man durch eine rektale Untersuchung ertasten.

Auch Analfisteln können zu solchen Problemen führen. Häufig sind diese im Anfangsstadium gar nicht so einfach zu erkennen. Meist erkennt man irgendwann kleine "Löcher" im Bereich des Anus.

Ich würde den Analbereich daher noch einmal ganz gründlich untersuchen lassen, normalerweise sollte sich dann auch die Ursache für die Probleme finden lassen. Wenn der Hund sich dies so nicht gefallen lässt bzw. dies für ihn zu viel STress bedeuten sollte können Sie ihm vor dem Termin Beruhigungstabletten (Sedalin, Vetranquil) eingeben oder er bekommt beim Tierarzt eine leichte Sedation. Erkrankungen im Analbereich sind für das Tier sehr schmerzhaft und sollten daher immer schnellst möglich behandelt werden.

Alles Gute für Ihren Hund