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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Guten MOrgen, wir bsesitzen eine Dogge-Dame, die 2006 geboren

Kundenfrage

Guten MOrgen,

wir bsesitzen eine Dogge-Dame, die 2006 geboren wurde. Seit es kalt ist hat sie Probleme beim Treppenlaufen und auch am Anfang wenn sie gelegen hatte beim Aufstehen. Da sie Jaultöne von sich gibt, gehe ich davon aus, dass sie Schmerzen hat. Wir waren bei einem Tierarzt... sie bekam eine Schmerzspritze, Entzündungshemmer injziert sowie eine Antibiotika-Therapie über 2 Wochen. Keine Besserung, denn die Dame versucht immer die glatten Treppen zu laufen und rutscht oftmals darauf aus. Wir haben alles versucht, sie auf einem anderen Weg Gassi zu führen, aber oftmals ist sie schneller..
Angeblich kostet röntgen der Hüfte ca. 700 Euro und hier muss ich sagen, dass kann ich mir nicht leisten so gerne ich meine Dogge habe. Doch zum Zeitpunkt als die Anschaffung war, hatte ich einen anderen finanziellen Status, der mit dem jetzigen nicht zu vergleichen ist.
Können Sie mir einen Tipp geben??
Ich bedanke XXXXX XXXXX Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Elke GÖhring
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

die Schwierigkeiten beim Aufstehen und (Treppen-)laufen könnten insbesondere folgende Ursachen haben:

- Arthrose, häufig an den Hüft- und Kniegelenken, Diagnose wie Sie schon sagten durch Röntgen. Ich würde aber mal in einer anderen Tierklinik fragen, ob das Röntgen dort nicht günstiger angeboten wird. Ist eine Gliedmaße stärker betroffen?

-Wirbelsäule, Kompression/Schädigung des Rückenmarks bzw. der austretenden Nerven (z.B. durch einen Bandscheibenvorfall oder knöcherne Zubildungen (Spondylosen)) vorliegt. Relativ häufig ist das sogenannte Cauda eqina-Syndrom ( =Verengung und Kompressionen der Nerven im Übergang der Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein). Durch die Schädigung der Nerven funktionieren teilweise die Reflexe nur noch eingeschränkt (Prüfung durch Tierarzt).
Diagnose durch Röntgenaufnahme der Wirbelsäule (je nach Befund des normalen Röntgens bei Bedarf. sogar mit Myelographie= Darstellung des Rückenmarks mit Kontrastmittel, dies wäre dann allerdings wirklich teurer als normales Röntgen)

-Es könnte sich auch um "einfache" schmerzende Entzündung oder Verletzung handeln (meist Hüftgelenke oder Knie) handeln (Diagnose auch hier durch Röntgen, bzw. spezielle Bewegungsproben z.B. auf Kreuzbanriss) Meist ist bei solchen eine Seite stärker betroffen, das Probleme besteht dann eher in einseitiger Lahmheit.

- Durcblutungsproblem (sind die Hinterbeine kälter als die Vorderbeine?)

- Muskelsoffwechselstörung oder -entzündung (deutlich seltener)

Es wäre gut wenn Sie noch mal zum Tierarzt gehen. Ob ein entzündungshemmendes Schmerzmittel (alleine ?) die sinnvollste Behandlung ist kann nur ein Tierarzt vor Ort in der Regel mit Hilfe von Röntgenaufnahmen entscheiden.

Bei den Schmerzmitteln für den Bewegungsapparat und die Wirbelsäule haben sich v.a. die NSAID (nicht cortisonhaltige entzündungshemmende Schmerzmittel) bewährt, hier insbesondere:
- Carprofen (z.B. Rimadyl)
- Meloxicam (z.B: Metacam)
- Firocoxib (z.B. Previcox),
- Robenacoxib (Onsior)
Alle wirken entzündungs- und schmerzstillend sowie abschwellend. Sie sind nur beim Tierarzt erhältlich.Die in der Humanmedizin gebräuchlichen Schmerzmittel (z.B. ASS (Aspirin), Paracetamol und andere) sollten nicht gegeben werden, da sie ein deutlich höheres Nebenwirkungsrisiko beim Hund haben.
Welches Mittel am besten wirkt, muß man ausprobieren. Sie greifen an verschiedenen Stellen der Entzündungs- und Schmerzentstehung an und welcher Angriffspunkt der Effektivste ist, hängt individuell vom zu behandelnden Tier ab.
Gleiches gilt für die Nebenwirkungen. Am häufigsten sind Durchfälle, in seltenen Fällen sogar blutig. Welches Mittel am besten vertragen wird ist individuell verschieden.

Unterstützend könnte noch folgende Arznei gegeben werden (keinesfalls einen Tierarztbesuch ersetzend):
-Canosan (Boehringer, bänder- und sehnenstabiliierend, enthält Gonex und Glykosaminoglykane, erhältlich beim Tierarzt)
-bei Wirbelsäulenursache: Nux vomica D6 3x tägl 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli (evtl. mit etwas Wasser, aber ohne Futter) ins Maul Ihres Hundes geben. 14 Tage, dann evtl. Umstellung auf Rhus toxicodendron D6 3 x täglich 1 Tablette., in den ersten 3 Tagen zusätzlich Arnika D6 3 x täglich. Falls Arthrosen die Ursache sind: kein Nux vomica, sondern direkt mit Rhus toxicodendron beginnen
- VitaminB wirkt allgemein positiv auf die Heilung von Nervenschädigungen (insbesondere gut, falls "cauda equina die Ursache ist).

Könnte man die Treppe vielleicht mit einem rutschfesten Belag versehen? Oder eine hundesichere Absperung vor der Treppe installieren (damit Ihr Hund nur an der Leine kontrolliert die Treppe benutzt)?

In Absprache mit Ihrem Tierarzt wäre zur Unterstützung der Therapie evtl.auch eine Krankengymnastik/Physiotherapie sehr sinnvoll.

Viel Glück!

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.
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Freundliche Grüße,

Udo Kind