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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12819
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Unsere Hündin aus dem Tierheim, haben wir jetzt 5 Wochen, sie

Kundenfrage

Unsere Hündin aus dem Tierheim, haben wir jetzt 5 Wochen, sie ist zeitweise stur und hatte 3 Vorbesitzer. Heute hat sie meine Mutter angeknurrt, als sie ihr Kletten aus dem Harr entfernen wollte. Sie lag auf ihrer decke und meine Mutter ist zu ihr hin und streichelte Sie, das fand sie gut bis zu dem zeitpunkt als sie die Kletten abmachen wollte. Da knurrte sie meine Mutter an. Meine Mutter schimpfte und ging weg, ich bin schnell hin zu ihr und gab ihr einen Klaps und zog sie ins Nachbarzimmer, wo sie allein bleiben sollte, schloß die Tür. Dann machten wir auf und sie kam kurz wieder auf ihre Decke und ging dann aber wieder, Dann kam sie zu uns an den Tisch,mit wedelner Route, wir ignorierten Sie, sie ging zu meiner Mutter und dann zu mir . Wir ignorierten sie, keiner Sprach mit ihr. Sie legte sich ruhig auf ihre Decke und beobachtete alles runrum. Wir sahen sie nicht an. Meine Mutter ging dann nach hause ohne ihr tschüß zu sagen. Ich ignorierte sie auch. Erst als wir gassi gehen wollten frage ich sie ob sie mit wollte, sie kam und freute sich. Vielelicht war es auch alles zu viel und wenn sie auf ihrer decke liegt sollte man sie auch nicht knuddlen..oder..Aber sie darf doch nicht knurren? Wir wissen nicht ob wir richtig reagiert haben. Danke XXXXX XXXXX Info.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo,

grundsätzlich sollte es einen Platz in der Wohnung geben, an dem ein Hund im Normalfall seine Ruhe haben sollte.

Einzelne Ausnahmen sollten aber möglich sein und knurren sollte ein Hund normalerweise nicht. Sie haben grundsätzlich zunächst richtig reagiert. Allerdings bestimmt der Ranghöhere (also der Mensch) auch die Wiederaufnahme des Kontaktes nach dem Ignorieren, so wie Sie es ja zum Gassi-Gehen dann gemacht haben. Ihre Mutter hätte sich aber auch nach Stellen einer Aufgabe (z.B. Sitz), direkter Belohnung mit Futterbröckchen bei korrekter Ausführung vom Hund verabschieden können (evtl. sogar sollen).

- Beschäftigen Sie Ihren Hund möglichst viel (Spazieren, Spiele, Suchspiele (einen Teil des täglichen Futters suchen lassen). Hilfreich sind insbesondere Suchspiele, da sie die Ruhe und Ausgeglichenheit des Hundes stärken und der Hund lernt, sich auf etwas zu konzentrieren. Schwierigkeit allmählich steigern und bei Erfolg loben (der Futterbrocken an sich ist natürlich auch schon eine Belohnung)

-Hunde haben eine Assoziationszeit von 2-4 Sekunden, d.h. sie verbinden die Reaktion des Menschen mit dem, was sie in den letzten 3-4 Sekunden gemacht haben. Stoppen kann man ein Verhalten demzufolge nur bei Beginn (Nein und Sitz machen lassen). Wenn Ihr Hund in Stressituationen auf den Befehl zunächst nicht reagiert und aggressiv in Richtung einer "Zielperson" zieht, sollten Sie mit "Nein", "Komm" und "Fuß" in eine andere Richtung gehen, als der Hund gezogen hat. Seine Aggression müssen Sie ansonsten unbedingt ignorieren (Kein Beruhigen, da es verstärkend wirkt); Zuwendung dürfen Sie Ihrem Hund erst wieder geben, wenn er sich beruhigt hat. Sitz machen lassen und ein paar Futterbröckchen geben.

-Vor jeder angenehmen Tätigkeit (Fressen, Spazieren, Streicheln, Spielen etc.) einen Befehl (z.B. Sitz) ausführen lassen. Nichts ist umsonst. Fördert das Vertrauen in die Sinnhaftigkeit Ihrer Befehle ("Es lohnt sich auf Frauchen/Herrchen zu hören!").

-Rangfolgetraining: Hund geht erst als 2. durch eine Tür; Hund wird erst gefüttert, nachdem Besitzer gegessen hat; Manche Plätze (z.B. Sofa) dürfen nur mit Erlaubnis und Aufforderung durch Besitzer betreten werden. Im Hunderudel ist es ganz klar, daß man macht, was der Rudel-Chef sagt. Daher ist die klare Rangordnung für das Gehorchen und Ruhigbleiben in den genannten Stresssituationen hilfreich.

-Gehorsamkeitstraining (mit kleinen erbsengroßen Trockenfutterbelohnungen durchführen, Hund sollte sich einen Teil seines Futters mit den Übungen erarbeiten müssen)
1. Komm-Training: Name rufen und Futterbrocken zeigen, sobald Hund aufmerksam ist: Komm rufen, wenn Hund kommt, sofort (innerhalb von höchstens 1 Sekunde) Belohnung geben
2. Sitz Training: Futterbrocken vor die Nase halten, sobald Hund interessiert: Hand mit Futterbrocken langsam nach oben-hinten bewegen, mit der anderen Hand evtl. sanft aufs Hinterteil des Hundes drücken, dabei "Sitz!" sagen, sobald Hund sich gesetzt hat: Innerhalb von 1 Sekunde Belohnung geben und loben
3. Platz-Training: aus der Sitzposition heraus, Futterbrocken vor Nase halten, sobald Hund interessiert: Hand mit Futter langsam nach vorn-unten bewegen, mit der anderen Hand evtl. sanft auf Rücken drücken, dabei "Platz" sagen. sobald Hund in Platz-Position: sofort (1Sekunde!) Belohnung geben
4.Bleib-Training: aus Platz- oder Sitz-Position heraus: "Bleib" sagen, 1 Schritt weggehen, sofort wieder zum Hund gehen und Belohnung geben (sollte Hund doch aufgestanden sein: ignorieren, neuer Versuch und noch schneller zum Hund zurückkehren), allmählich die Abstände vergrößern, später dann 2, 3, 5... Minuten , noch später verläßt der Mensch auch mal kurz das Zimmer
Wenn Ihr Hund "Bleib" kann, sollte er sofort nach einem Ansatz zu "Wadenbeißen" für ein paar Moinuten an einem Platz bleiben müssen ("Nein!, Platz!, Bleib!" innerhalb von 3 Sekunden nach der "Tat")

-Generell gilt: Erwünschtes Verhalten beachten und belohnen (schon das Beachten eines Hundes ist für ihn eine Belohnung) , unerwünschtes Verhalten ignorieren (soweit möglich) bzw. den Hund schnellstmöglich und ohne zu Reden aus der Situation führen ( evtl. muß man den Hund (ohne zu reden!, außer "Komm!") die ersten Meter hinter sich her ziehen), Zuwendung unbedingt erst wieder bei ruhigem, normalem Verhalten

-Sehr gut und hilfreich wäre natürlich auch der Besuch einer Hundeschule vor Ort, um dort Situationen mit fremden Menschen üben zu können.


Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12819
Erfahrung: Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

hallo vielen Dank, XXXXX XXXXX Mutter morgen mit ihr gassi gehen. Was sollte sie beachten? in den Zwinger gehen sitz und dann leckerXXXXX, XXXXXn leine an bei sitz und dann los..so macht sie es immer..Sollte morgen etwas anders gemacht werden, als sonst. Sie hat sich nun nicht verabschiedet,leider? Es wäre gut gewesen sagen sie..schade..naja..

Sie springt so erfreut immer uf meine Mutter zu, knaps mit offenem Maul nach ihr...das hat wohl auch was mit Freude zu tun oder!??Sie ist eine ganz liebe und so dankbar.

Soll sich meine Mutter nun ganz notmal verhalten..so wie immer??

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo,

ja so wie Sie es beschreiben, so soll und kann sich Ihre Mutter morgen verhalten.

Sollte geknurrt werden: Scharfes Nein! und dann sofort abwenden und komplett ignorieren. Füttern aus der Hand ist übrigens auch eine Maßnahme, wie man dem Hund friedlich klar machen kann, daß man der Chef ist (kann Ihre Muter vielleicht auch mal machen), natürlich auch das erst nach einer Aufgabenerfüllung durch den Hund.

Damit Ihr Hund in besonderen Situationen auf Sie und Ihre Mutter hört und sich alles gefallen läßt, müssen Sie und Ihre Mutter für Ihren Hund im ganz normalen Alltag noch mehr zum "Nabel der Welt" werden. Dies errreichen Sie z.B. durch:
- Futtersuchspiele: Futter verstecken und Sie zeigen dem Hund wo er suchen soll; z.B. auch Futter unter Bechern verstecken, Sie zeigen auf den Richtigen.
- Hund muß vor jedem Angenehmen eine Aufgabe erfüllen.
- Spielzeug ("Beute" wird von Ihnen zugeteilt und entfernt.
- es gibt Plätze, die Ihr Hund nur nach Ihreem Einverständnis betreten darf
- Sie gehen als erster durch jede Tür
...
Dies muß man konsequent im Alltag permanent anwenden. Nur dann hat man die Chance, daß der Hund auch in Extremsituationen (Ihr Hund ohne Leine sieht Rehe) auf einen fixiert ist und folgt.
Viel Erfolg!
Freundliche Grüße & danke für´s Akzeptieren,
Udo Kind

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