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Tierarzt-mobil
Tierarzt-mobil, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 4328
Erfahrung:  20 Jahre Berufserfahrung als Kleintierärztin in Kliniken, versch.Kleintierpraxen,als selbstständige mobile Tierärztin
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Tierarzt-mobil ist jetzt online.

Wie sind die Erfolgschancen nach operativer Verlegung der Ohrspeicheldrüse

Kundenfrage

Wie sind die Erfolgschancen nach operativer Verlegung der Ohrspeicheldrüse bei Keratitis sicca, in diesem Fall bei einem 8-jährigem Siam-Thai-Kater, der seid 7 Jahren akribisch medikamentös versorgt wurde, aber insgesamt nicht das gewünschte Behandlungsergebnis gebracht hat!
Kann es zu Komplikationen kommen, bspw. Nachträglich zu einem Stopp der Speichelproduktion durch die abnorme Verlegung der Drüse?
Gibt es andere Schwierigkeiten, die zu erwarten sind?
Kann ich meinem Tier dadurch besser helfen als bislang??
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Abend,

die wichtigste Frage ist zunächst, inwieweit die Augen geschädigt sind, bzw. wie hoch der Leidensdruck ist, um sich für diese OP zu entscheiden.
Wichtig ist natürlich auch, daß die Keratitis keine bleibenden Schädigungen - nach immerhin 7 Jahren - hinterlassen hat (Ulcus). Ich gehe davon aus, daß erregerbedingte Ursachen ausgeschlossen werden können.
Man sollte nach der OP häufig Leckerchen oder kleine Snacks anbieten, weil dadurch die Speichelproduktion angeregt wird, und dadurch das Auge befeuchtet wird. Manchmal ist es möglich, daß sogar zuviel Speichel produziert wird, sodaß das Auge ständig überläuft - dann müßte der Kanal durch einen kleinen Eingriff nachträglich etwas verengt werden.
Der PH-Wert des Speichels ist ein anderer als der der tränenflüssigkeit. Leider kann dies, trotz erfolgreicher OP zu Komplikationen für die Katze führen. Manche Tiere mögen dann die Augen gar nicht mehr gerne öffnen, weil sich Kristalle bilden, die Schmerzen verursachen. Dann ist es angeraten eine entsprechende Diät durzuführen, damit der PH-Wert sich entsprechend ändern kann.
Es handelt sich also eigentlich nicht um einen schwierigen Eingriff, der jedoch nicht immer den gewünschten Erfolg bringt, und der für die Katze sehr unangenehm werden könnte.Bei der Futteraufnahme dagegen gibt es eigentlich nie Probleme. Das sind zwar Einzelfälle, aber ich würde trotzdem nur dazu raten, wenn die bisherige Lösung absolut unbefriedigend ist, und sich die Situation der Augen verschlechtert haben sollte.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen geholfen zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren, indem Sie auf das grüne Feld „Akzeptieren“ klicken.

Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen.

Vielen Dank XXXXX XXXXX !


Mit freundlichen Grüßen,


Christiane Jahnke




Tierarzt-mobil und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich gehe regelmäßig zur Kontrolle in die Duisburger Klinik und im Läufe der Jahre musste ich die Medikation ständig erhöhen. Am Vorabend eines Untersuchungstages gebe ich dann die letzte Medikation und bei den letzten beiden Untersuchungen quasi einen Tag ohne Medikamente lagen die Werte bei den Schirmer-Tests bei 3-4! Auch unter der Medikation kneift der Kater häufig die Augen oder sie erscheinen gerötet und entzündet. Der Arzt meinte heute, dass er zu der OP Raten würde, eben weil der Kater nicht schon 14 oder 15 Jahre alt sondern erst 8 Jahre alt ist, danach bräuchte er keine Medikamente mehr nehmen. Ich habe aber trotzdem große Sorge, die insgesamte Lebensqualität des Tieres zu gefährden durch diesen Eingriff, wenn bspw. Die Kristallbidung dazu führt, dass er seine Augen gar nicht mehr öffnen kann und mag! Er ist so ein liebes und geduldiges Kerlchen, der jede Verarztung total brav über sich ergehen lässt, und ich möchte ihm nur helfen!!!!
Experte:  Tierarzt-mobil hat geantwortet vor 5 Jahren.
ich verstehe Ihre Sorge absolut. Meine Überlegung war ebenfalls, daß er mit 8 Jahren noch rel. jung ist, und daß das so auch eine Quälerei ist, wenn das über Jahre geht.
Ich würde dann doch nochmal die Kristallbildung, die entstehen kann, ansprechen, und mich ausgiebig wegen evtl. Diät beraten lassen.
Außerdem gibt es u.U. Statistiken, wie hoch die Nebenwirkungsrate ist. Bei den Fällen, von denen ich gehört habe, war alles perfekt. Aber so häufig wird das nicht gemacht, also sind meine Eindrücke nicht unbedingt repräsentativ.
Wenn er auch so schon häufig Probleme in Richtung Schmerzen hat, würde ich es , glaube ich, riskieren, einfach um keine Möglichkeit zur Verbesserung seiner Lebensqualität auszulassen. Es sind ja immer nur Einzelfälle, bei denen es nicht so gut läuft, und dieses Risiko hat man letztendlich bei jeder Operation.

Ich drücke die Daumen, daß alles gut läuft, wenn Sie sich dafür entscheiden !

Mit freundlichen grüßen,

Christiane Jahnke