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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Kleintierärztin ist jetzt online.

Guten Abend, meine 2 1/2 jährige Golden Retriever Hündin erbricht

Kundenfrage

Guten Abend, meine 2 1/2 jährige Golden Retriever Hündin erbricht seit ca. 18 Uhr. Die Abstände werden immer kürzer, es kommt inzwischen nur noch Galle. Bisher hat sie 8x erbrochen. Ich habe versucht, Paspertintropfen zu geben, aber sie hat sich sofort danach wieder übergeben. Was kann ich tun?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
uGuten Abend,


zeigt der Hund noch andere Symptome? Wie sieht der Kot des Hundes aus? Ist der Kotabsatz normal?

Wie ist der Hund vom Verhalten her und wie ist sein Allgemeinbefinden? Achten Sie auf weitere Symptome wie Fieber (über 39,0 °C), Durchfall oder mangelnden Kotabsatz, Bauchschmerzen (gespannter Bauch, aufgekrümmter Rücken), Augen- bzw. Nasenausfluss, Husten, NIesen, Abgeschlagenheit, Bewegunsunlust, etc...

Zeigt er Anzeichen für Schmerzen (aufgekrümmter Rücken, Krämpfe, gespannter Bauch? Wenn ja, sollten Sie unbedingtl einen Tierarzt aufsuchen, auch wenn der Hund Fieber (über 39°C) bekommen sollte sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Bei starken Schmerzen kommen Erkrankungen wie ein Darmverschluss, eine Magendrehung (der Bauchumfang nimmt hierbei zu) oder ähliches in Frage.

Bei akutem Erbrechen können Sie es zunächst mit einer Diät versuchen.
Am Besten füttern Sie dem Hund für 24 Stunden gar nichts, damit sich die Magen-Darm-Schleimhäute beruhigen, anschließend eine Magen Darm Diät. Hierfür kochen Sie ihm ein Gemisch aus 1/3 Reis (ohne Salz), 1/3 Geflügel und 1/3 Hüttenkäse. Dies füttern Sie in mehreren kleinen Portionen. Füttern Sie diese Diät, bis der Kot wieder eine normale Beschaffenheit hat und der Hund nicht mehr erbricht, anschließend können Sie wieder auf das normale Futter umstellen. Dies aber bitte vorsichtig, sprich Sie mischen immer größere Mengen des normalen Futters unter das Diätfutter. Sollten das Erbrechen bestehen bleiben oder weitere Symptome ( Krämpfe, Fieber über 39,5 °C) hinzu kommen, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen, da dann die Möglichkeit eines schwereren bakteriellen oder viralen Infekts besteht. In diesem Fall sollte ein Blutbild angefertigt werden. So lange der Hund ausreichend trinkt und das Allgemeinbefinden gut ist, können Sie es erst einmal mit der oben genannten Diät versuchen. Überprüfen Sie bitte den Flüssigkeitshaushalt Ihres Hundes. Hierfür ziehen Sie zwischen den Fingern eine Hautfalte auf, diese sollte normalerweise sofort wieder verstreichen. Bleibt die Hautfalte stehen, oder verstreicht nur sehr langsam sollten sie sofort einen Tierarzt aufsuchen.

Falls Sie MCP im Haus haben sollten kontaktieren Sie mich bitte noch einmal mit Angabe des Gewichts des Hundes damit ich Ihnen die richtige Dosierung sagen kann.

Alles Gute für Ihren Hund