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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

gelenkbeschwerden

Kundenfrage

gelenkbeschwerden
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

welche Tierart? (Hund?), welche Gelenke? (Hüfte, Knie...?)

schon geröntgt? falls ja : welche Diagnose? Arthrose?


- Arthrose, häufig an den Hüft- und Kniegelenken, Diagnose durch Röntgen. Ist eine Gliedmaße stärker betroffen?

-Es könnte sich auch um "einfache" schmerzende Entzündung oder Verletzung handeln (meist Hüftgelenke oder Knie) handeln (Diagnose auch hier durch Röntgen, bzw. spezielle Bewegungsproben z.B. auf Kreuzbandriss) Meist ist bei solchen eine Seite stärker betroffen, das Probleme besteht dann eher in einseitiger Lahmheit.

- Durchblutungsproblem (sind die Beine alle gleich warm?)

- Muskelstoffwechselstörung oder -entzündung (deutlich seltener)

Es wäre gut wenn Sie zum Tierarzt gehen. Ob ein entzündungshemmendes Schmerzmittel (alleine ?) die sinnvollste Behandlung ist kann nur ein Tierarzt vor Ort in der Regel mit Hilfe von Röntgenaufnahmen entscheiden. Welche Schmerzmittel haben Sie schon gegeben?

Bei den Schmerzmitteln für den Bewegungsapparat und die Wirbelsäule haben sich v.a. die NSAID (nicht cortisonhaltige entzündungshemmende Schmerzmittel) bewährt, hier insbesondere:
- Carprofen (z.B. Rimadyl)
- Meloxicam (z.B: Metacam)
- Firocoxib (z.B. Previcox),
- Robenacoxib (Onsior)
Alle NSAID´s wirken entzündungs- und schmerzstillend sowie abschwellend. Sie sind nur beim Tierarzt erhältlich. Die in der Humanmedizin gebräuchlichen Schmerzmittel (z.B. ASS (Aspirin), Paracetamol und andere) sollten nicht gegeben werden, da sie ein deutlich höheres Nebenwirkungsrisiko beim Hund haben. Man könnte höchstens Metamizol (z.B. Novalgin, Novaminsulfon, 30 mg/kg 2-3x tgl.) geben.
Welches Mittel am besten wirkt, muß man ausprobieren. Sie greifen an verschiedenen Stellen der Entzündungs- und Schmerzentstehung an und welcher Angriffspunkt der Effektivste ist, hängt individuell vom zu behandelnden Tier ab.
Gleiches gilt für die Nebenwirkungen. Am häufigsten sind Durchfälle, in seltenen Fällen sogar blutig. Welches Mittel am besten vertragen wird ist individuell verschieden.

Unterstützend könnte noch folgende Arznei gegeben werden (keinesfalls einen Tierarztbesuch ersetzend):
-Canosan (Boehringer, bänder- und sehnenstabiliierend, enthält Gonex und Glykosaminoglykane, erhältlich beim Tierarzt)
-bei Wirbelsäulenursache: Nux vomica D6 3x tägl 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli (evtl. mit etwas Wasser, aber ohne Futter) ins Maul Ihres Hundes geben. 14 Tage, dann evtl. Umstellung auf Rhus toxicodendron D6 3 x täglich 1 Tablette., in den ersten 3 Tagen zusätzlich Arnika D6 3 x täglich. Falls Arthrosen die Ursache sind: kein Nux vomica, sondern direkt mit Rhus toxicodendron beginnen
- VitaminB wirkt allgemein positiv auf die Heilung von Nervenschädigungen (insbesondere gut, falls "cauda equina die Ursache ist).

In Absprache mit Ihrem Tierarzt wäre zur Unterstützung der Therapie evtl.auch eine Krankengymnastik/Physiotherapie sehr sinnvoll.

Viel Glück!

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
es handelt sich um einen Schäferhund 13 Jahre hochgradig Arthrose ,habe vorher Meloxicam AL 7,5 gegeben, dann 1 tag onsior und Teufelskralle, danach Durchfall (wasser) und sie konnte gar nicht mehr laufen.Habe heute nichts gegeben,aber kaum Besserung.
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

es ist gut, daß Sie die Medikamente erst mal abgesetzt haben. Teufelskralle kann sowohl die schmerzzstillende Wirkung als auch die unerwünschte Wirkung auf den Darm verstärken.

Als Alternative könnten Sie erst mal das in der Regel darmverträgliche Metamizol (z.B. Novalgin, Novaminsulfon) 25-30mg/kg 2-3x tgl geben.

Bitte zum Tierarzt gehen, wenn:
-die Schleimhäute blasser sind als sonst (Augenschleimhaut weißlicher oder gelblich (Leber); Maulschleimhaut: Kapillarfüllungszeit länger als 2 Minuten, d.h. wenn man auf die rosafarbene Maulschleimhaut mit einem Finger drückt wird sie blaß und muß dann innerhalb von höchstens 2 Sekunden wieder roa sein, eine mit den Fingern gezogene Hautfalte verstreicht nicht sofort (alles Zeichen für Austrocknung, Infusion nötig)
-Ihr Hund sich immer wieder mit Durchfall quält
-Temperatur (rektal gemessen) außerhalb des Normalbereichs von 38° bis 39° ( Achtung: Untertemperatur ( unter 37,5° wäre besorgniserregender als etwas Fieber, Temperaturen oberhalb von 39,5° deuten auf schwerere Infektionen)
-das Allgemeinbefinden Ihres Hundes sehr gestört ist (länger andauernd sehr ruhelos oder zieht sich vollkommen zurück) .
-im Kot Blut zu sehen ist
-der Bauchumfang stark zunimmt , der Bauch hart und angepannt ist
-Ihr Hund immer wieder seinen Bauch leckt (Hinweis auf Schmerzen)

Sobald eines dieser Zeichen eintritt, müssen Sie baldmöglichst zum Tierarzt! Dieser gibt dann je nach Lage Infusionen, Schmerzmittel, Antibrechmittel, Antibiotika, Mittel gegen Übersäuerung...

Heute würde ich kein Futter mehr geben und frühestens morgen früh mit leicht verdaulichem Futter (z.B. mageres Geflügelfleisch, Hüttenkäse, Reis) in kleinen Portionen beginnen. Wenn Kot dann wieder normal: allmähliche Umstellung auf Normalfutter. Ins leicht erwärmte Trinkwasser sollten Sie möglichst etwas Elektrolytpulver (z.B. Rehydration support von waltham, gibt´s beim Tierarzt) geben. Achtung: darauf achten ob Ihr Hund das angereicherte Wasser mag.

Unterstützend könnten Sie Nux vomica D6 (morgens und nachmittags) und Podophyllum D6 (vormittags und abends) geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit Spritze mit Wasser ins Maul geben), bei Kreisaufschwäche sind Veratrum album D6 3x täglich 1 Tablette und Bachblüten-Rescue-Tropfen (3x täglich 4 Tropfen mit etwas Wasser) oft hilfreich.

Außerdem wäre die Gabe von Diatab sinnvoll (schützt die Schleimhaut , bindet Bakterien und Viren (in gewißem Maß), enthält Elektrolyte) , alfavet, gibt´s beim Tierarzt oder über´s internet. Ein weiteres gutes Durchfallmittel ist Dystikum (albrecht). Bei massiver bakterieller Erkrankung bräuchte Ihr Hund aber ein Antibiotikum, bei Giardien Panacur oder Metronidazol, bei Pankreasproblemen u.a. Pancreasenzyme. Um eine spezifische Therapie einleiten zu können, ist eine tierärztliche Untersuchung bei wiederholtem Durchfall unbedingt notwendig.
Stullmisan (ein pflanzliches Mittel) gibt es öfter freiverkäuflich (Apotheke) und ist manchmal auch gut wirksam. (Es könnte neben dem Schmerzmittel auch noch andere Zusatzursachen geben.

Weiterhin sollten Sie Ihrem Hund noch eine Wärmflasche anbieten (wirkt oft beruhigend auf Darm).

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

Tierarzt - Homöopathie und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Wir sind heute beim Tierarzt gewesen, der nach Blutabnahme und Ultraschall neben der Arthrose folgende Diagnose gestellt hat:

 

sehr starke Entzündung der Gebärmutter mit eitrigem Ausfluß.

 

Nun soll unserer Hündin morgen im Rahmen einer OP die Gebärmutter entfernt werden. Es ist noch darauf hinzuweisen, daß die Werte von Nieren und Leber i.O. sind aber zu viel weiße und zu wenig rote Blutkörperchen im Blut vorhanden sind.

 

Nun stellt sich für uns die Frage, ob wir aufgrund des Alters unserer Hündin der OP zustimmen oder lieber die Behandlung durch Medikamente durchführen sollen.

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

wenn Ihre Hündin vom Herz-Kreislauf und den Organwerten oprationsfähig ist, würde ich sie operieren lassen, da dies die größten Chancen auf vollständige Genesung bietet.

Wenn Ihr Hund vorher untersucht worden ist (Herz kein starkes Problem und wichtige Organwerte ok), wäre die Operation angezeigt.

Nach der Operation:

Die Inhalationsnarkose ist die sicherste aller Narkoseformen, da während der Narkose die Einschlaftiefe durch Steigerung bzw. Minderung des Narkosegases gesteuert werden kann (dies ist bei der Injektionsnarkose nur begrenzt möglich).


Am Operationstag brauchen viele Tiere (und auch Menschen) Ruhe und wollen auch noch nicht fressen. Am Anfang eher suppiges Futter geben (frühestens wenn Hund völlig wach)

Messen Sie sicherheitshalber rektal die Temperatur (normal 38°-39°), kontrollieren Sie die Schleimhäute (Bindehaut, Maul, normal: rosa) .

Falls Sie kein Schmerzmittel bekommen haben, könnten Sie bei Schmerzen Metamizol (Novalgintropfen, 30mg/kg) geben.

Bieten Sie Ihrem Hund nach der OP bitte eine Wärmflasche an.

Unterstützend können Sie noch folgendes tun:
- am Operationstag und 2 Folgetage: Arnika D6 3x täglich 1 Tablette (gegen Wundschmerz und zur Unterstützung beim Abbau von Hämatomen)
jeweils 1 Tablette zerpulvert (oder 5 Kügelchen) in die Lefze geben oder mit etwas Wasser mit Löffel oder Spritze ins Maul geben (unabhängig vom Futter)
- zur Entgiftung nach der Narkose: Nux vomica D6 3x täglich 1 Tablette oder 5 Globuli am OP-Tag und am Folgetag

Ich drücke Ihnen und Ihrem Hund die Daumen!

Freundliche Grüße aus Nürnberg,

Udo Kind

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