So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Kleintierärztin.
Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
47154271
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Tiermedizin hier ein
Kleintierärztin ist jetzt online.

Hallo, wir haben einen kleinen 3 Jahre alten Mischling 8.9

Kundenfrage

Hallo, wir haben einen kleinen 3 Jahre alten Mischling 8.9 kg aus Spanien, der bisher kerngesund ist, zwar nur unregelmäßig frist aber aber er ist nicht mager. Seit ca 3 Monaten jukt und kratzt sich der Hund, unsere Tierärztin hat anfangs untersucht nach ungeziefer,ohne Befund, dann bekam er Antibiotika,ohne Erfolg, danach Frontlein,ohne Erfolg.Dann haben wir es mit Hautpuder für Hunde versucht,ohne Erfolg.
Wir füttern mit Naß und Trockenfutter und mal ne Knabberstange.
Können Sie uns helfen, denn die Haut an den Stellen wo er jukt und lekt ist leicht gerötet.
Mfg. Peter Schneider aus Weyhe
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

leider sind Hauterkrankungen häufig gar nicht so einfach zu diagnostizieren, da verschiedenste Ursachen in Betracht kommen. Wie bereits von Ihnen angesprochen ist der erste Hauptverdächtige immer Flöhe. Wenn diese Zweifelsfrei ausgeschlossen wurden sollte man weitersuchen. Psychische Hauterkrankungen sind bei Hunden in Vergleich zu Katzen eher selten - man sollte bevor man den Hund als psychisch "gestört" (mir fällt leider kein besserer Ausdruck ein) abstempelt immer erst alle anderen in Frage kommenden Ursachen ausschließen.

Bei jüngeren Hunden würde ich als nächstes nach Milben suchen. Hier kommen Demodex oder Sarcoptesmilben in Frage. Diese leben in bzw. unter der Haut und sind mit bloßem Auge nicht sichtbar. Man kann diese nur erkennen, indem man sogenannte Hautgeschabsel anfertigt und diese unterm Mikroskop untersucht. Hierzu muss mit einer Skalpellklinge so lange auf der Haut geschabt werden, bis es etwas blutet.
Da Ihr Hund erst 3 Jahre alt ist ist dies nicht ganz unwahrscheinlich.

Des weiteren kommen Infektionen der Haut durch Bakterien oder Pilze in Frage. Um diese zu erkennen sollte eine Hautbiopsie entnommen und in einem Labor untersucht werden. Neben einer histologischen Untersuchung kann man dann auch eine Untersuchung auf Bakterien bzw. Pilze in Auftrag geben.

Häufiger kommen jedoch Allergien vor. Bei den Allergien unterscheidet man zwischen Allergien gegen inhalative Allergene (Gräser, Milben, alles was kreucht und fleucht) und Futtermittel. Haben Sie vielleicht das Futter umgestellt, bevor die Symptome aufgetreten sind?

Allergien kann man über einen Allergietest diagnostizieren, für den man lediglich etwas Blut benötigt - mit Blutentnahme kostet dies ca. 80 - 100 Euro. Sollte der Hund als allergisch getestet werden kann man in einem zweiten Schritt untersuchen lassen, gegen was der Hund genau allergisch ist.

Sie können es auch erst einmal mit einer Eliminationsdiät versuchen. Hierzu füttern Sie dem Hund für mindestens 2 - 3 Wochen Pferdefleisch (hierauf sind keine Allergien bekannt) und nichts anderes, auch keine Leckerlie, Reis oder anderes. Wenn sich die Symptome verbessern können Sie stark von einer Futtermittelallergie ausgehen und sich dann langsam an andere Futtermittel herantasten.

Es gibt auch die Möglichkeit dem Hund für 1 - 2 Wochen ein Kortisonpräparat zu verabreichen. Im Fall von Allergien verbessern sich die Symptome meist schlagartig, während sie bei Milben oder Pilzbefall gleich bleiben oder sich sogar nach einiger Zeit verschlechtern.

Aufgrund des Alters Ihres Hundes würde ich zunächst Milben ausschließen und dann auf der Allergieschiene weitersuchen.

Alles Gute für Ihren Hund

Ähnliche Fragen in der Kategorie Tiermedizin