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HorseDoc
HorseDoc, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 163
Erfahrung:  Pferde, Orthopädie; Kleintier; Chiropraktik für Tiere
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Mein Pferd hat starke Hufrollenprobleme - was kann ich da

Kundenfrage

Mein Pferd hat starke Hufrollenprobleme - was kann ich da machen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

in Ordnung Spezialbeschlag in Form von Eiereisen wäre in jeden Fall ratsam.Schmerzmittelwie Metacam oder Finadyne bei einem akkuten Arthroseschub mit starken Schmerzen.Ansonsten könnte man die Behandlung mit Tildren empfehlen,welches entweder einmalig in Form einer Infusion verabreicht wird oder über mehrere Injektionen,dies ist leider nicht ganz billig aber recht empfehlenswert bei einer Hufrollenerkrankung.Ansonsten gibt es unterstützende Maßnahmen in Form von Ergänzungsfuttermittel welche Glucosaminoglycane,teufelskralle,Inger etc enthalten ,z.B.Mobifor von NutriLabs oder Cartilago von Albrecht etc.Bei akut dstarken Schmerzen kann man auch Hyarolonsäure und Cortison in das Hufgelenk ,welches mit der hufrolle in verbindung steht, spritzen.Einen Nervenschnitt gäbe es auch allerdings sollte man dies aus ethischen Gründen sehr gut überlegen,da das Pferd dann im hinteren Hufbereich nichts mehr spürt,also auch nicht merkt wenn es sich etwas eingetreten hat.Reiten würde ich es dann auch eher nicht mehr oder nur noch im Schritt spazieren reiten.Ansonsten gibt es leider keine wirklich hundertprozent erfolgreiche Therapie bei einer Hufrollenerkrankung.Mit Tildren konnte zum Teil öfter ganz gute erfolge erzielt werden.

 

Beste Grüße und allles Gute

 

Corina Morasch

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Arthroseschub - ich dachte mein Pferd hätte eine Hufrollenerkrankung?

Eiereisen - mein Schmied hat gesagt Eiereisen wären out - da gebe es so einen Professor aus Frankreich, der hätte wohl gesagt, Eiereisen wären falsch??

 

Dieses Tildren - man hört ja andauernd davon - aber was macht das eigentlich? Wie tuer ist das Zeug?

 

Ich bin etwas verwirrt? Vielleicht können Sie mir das etwas erläutern?

Danke

Tom

Experte:  Corina Morasch hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Tierbesitzerin, sehr geehrter Tierbesitzer,

 

danke für Ihre Anfrage.

 

Hufrollenerkrankungen gehören zur Gruppe der Arthroseerkrankungen. Die Erkrankung ist leider nicht rückzubilden sondern nur nach Möglichkeit zu stoppen. Dafür ist das Tildren geeignet. Es ist allerdings recht teuer, aber es werden gute Erfolge erzielt. Es wird in Form einer Infusion gegeben.

 

Eiereisen sind durchaus geeignet als hilfreiche Maßnahme. Sie verändern das Ausfussen und Entlasten damit die Knochen, welche bei der Hufrollenerkrankung entzündet sind. Damit entstehen weniger Schmerzen und weniger Reize.

 

Beste Grüße und alles Gute,

Corina Morasch

Tierärztin

Experte:  HorseDoc hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo!

Der Professor aus Frankreich den sie meinen, ist Prof Denoix, jedoch empfiehlt der vor allem bei Fesselträgerursprungsschäden ein anderes Eisen (da wurden früher auch Eiereisen benutzt). Wichtig ist bei dem Beschlag auf jeden Fall, dass er eine gute Zehenrichtúng hat und das Pferd gut abrollen kann.

Tildren kostet je nach Darreichungsform und Praxis/Klinik um die 300 Euro und kann je nach Wirkung in größeren Abständen auch mehrmals verabreicht werden. Bei Tildren handelt es sich um einen Wirkstoff der ursprünglich aus der Humanmedizin kommt und bei Osteoporose eingesetzt wird.

Außerdem kann man bei einer Hufrollenerkrankung lokal in den Schleimbeutel (meist unter Röntgenkontrolle) spritzen und auch chiropraktische Behandlungen (um die Biomechanik zu unterstützen und damit die Last von der Hufrolle zu nehmen) haben sich als sehr effektiv in der Unterstützung der Behandlung erwiesen.

Liebe Grüße

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo HorseDoc,

danke für die Antwort.

Da ist aber dieses Tildren bei Ihnen sehr billig, mein Tierarzt hier vor Ort will inkl. Mwst. rund 500 Euro haben - er sagt, dass das Medikament schon über 200 Euro im Einkauf kostet und das die Infusion über 2 Stunden erfolgen muss???

 

Bzgl. des Beschlages - heisst das jetzt, dass Eiereisen bei Hufrollenproblemen die beste Lösung sind?

 

Und lieber HorseDoc - wer sind Sie denn - bei Ihrer Kollegin konnte man alle Infos sehen?

Danke

Tom

Experte:  HorseDoc hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo!
Es ist richtig, das das Medikament im Einkauf sehr teuer ist. Man kann es per Infusion verabreichen, das dauert je nachdem wie es das Pferd verträgt bis zu 2 Stunden. Außerdem wird das Pferd dazu meist sediert und bekommt Buscopan um einer Kolik vorzubeugen. Wenn man das ganze in deiner Klinik macht hat man auch nicht den Zeitfaktor den ein Fahrpraktiker natürlich noch draufschlagen muss. Außerdem ist es möglich das Medikament über 10 Tage täglich zu spritzen, da gibt es nicht den Zeitfaktor, allerdings eine tägliche Injektion und die tägliche Anfahrt.

Bezüglich des Beschlages sind Eiereisen eine sehr gute Lösung. Am besten bespricht man den Beschlag mit dem Schmied, da jeder Schmied wiederum seine Präferenzen hat und auch dies dann am besten kann.

 

Ich bin eine angestellte Tierärztin in einer großen Pferdeklinik in Bayern. Da ich schlechte Erfahrungen mit der Angabe von privaten Details gemacht habe, möchte ich hier in einer öffentlichen Internetseite nicht alle Informationen angeben.

 

Liebe Grüße und alles Gute für ihr Pferd

Experte:  HorseDoc hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo!

Ich hoffe ihrem Pferd geht es gut und unsere Ratschläge haben Ihnen geholfen!

Ich würde mich über eine Akzeptanz der Antwort freuen!

Liebe Grüße