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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Unsere Labradorh ndin verbellt beim Spazierengehen im Wald

Kundenfrage

Unsere Labradorhündin "verbellt" beim Spazierengehen im Wald wenn sie frei läuft
Jogger und Spaziergänger.
Normalerweise läuft sie an der schleppleine. Aber in unwegsamen Gelände lassen wir sie frei laufen. Das klappt auch sehr gut bis auf die Ausnahmen mit den Verbellen.
Was können wir dagegen tun?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

Folgende Maßnahmen können oft helfen, das Bellen zu reduzieren:

 

- wenn Sie eine Jogger sehen, den Hund sofort zu sich her rufen, Sitz machen lassen, Sitzen und ruhiges Verhalten sofort belohnen.

 

- Suchspiele während des Spazierengehens, dann sind Jogger weniger interessant; einen Teil seines Tages-Futters muß sich der Hund so während des Spaziergangs erarbeiten

 

- der Hund sollte insgesamt tagsüber möglichst viel beschäftigt werden (Laufen, Spielen, Gehorsamkeitsübungen, Suchspiele, Teile der täglichen Futterration sollten gesucht werden, hilfreich ist hier der Futterwürfel "Buster cube", aus dem nur durch Bewegen de Würfels Futterpellets rausfallen;

 

-bei jedem Bellansatz dem Hund über den Fang (um das Maul) fassen -falls Sie sich das trauen- und "Nein sagen" Mehr nicht, jedes Schimpfen wird als "Mitbellen" und Bestätigung aufgefasst

 

- wenn Ihr Hund dafür zu weit weg ist,den Hund -falls er schon so gut hört- sofort ablegen lassen (Platz) oder kommen lassen und Sitz! Falls der Hund noch nicht so gut hört, die Befehle trainieren (siehe unten)

- auf keinen Fall beruhigend oder schimpfend auf ihn einreden oder schimpfend mit ihm reden, da dies als Belohnung verstanden wird. Unerwünschtes Bellen muß immer sofort zu für den Hund unangenehmen/lästigen Dingen (Sitz!, Platz!...) führen, angenehme Dinge gibt es ausschließlich nur nach Ausführung eines Befehls und bei ruhigem Verhalten

 

- wenn Ihr Hund bellt und Sie sich das Schnauzenumgreifen nicht trauen:

sofort bei Bellbeginn mit 1 x Nein! (mehr nicht) reagieren dann mit "Komm!" in andere Richtung weggehen (wenn Sie die Schleppleine verwenden). Wenn Hund nicht will, können Sie ihn in dieser Situation auch hinter sich herziehen. Dann „Sitz!" machen lassen und dafür belohnen

 

Auch zu Hause sollte ein Bellen auf keinen Fall durch sofortige Zuwendung (z.B. Spielbeginn) belohnt werden, sondern Ihr Hund erst kurz eine Aufgabe erfüllen (Sitz) und dann sofort mit dem Spiel beginnen.

 

- wenn Ihr Hund erwünschtes (ruhigeres) Verhalten zeigt, sollte er möglichst oft Zuwendung erfahren, der Hund wird also nur beachtet, wenn er erwünschtes Verhalten zeigt

 

Je klarer die Rangfolge zwischen Besitzer und Hund, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund auf „Nein!" gehorcht und das Bellen stoppt, deshalb:

- vor jeder angenehmen Tätigkeit (Fressen, Spielen, Spazieren) mus Ihr Hund etwas leisten (z.B Sitz oder Platz) "Nichts ist umsonst"

-tägliches Bürsten und Pfotebeschauen (zeigt Ihre Dominanz)

-Rangfolgetraining: Hund geht erst als 2. durch eine Tür; Hund wird erst gefüttert, nachdem Besitzer gegessen hat; Manche Plätze (z.B. Sofa) dürfen nur mit Erlaubnis und Aufforderung durch Besitzer betreten werden

-Gehorsamkeitstraining (mit kleinen erbsengroßen Trockenfutterbelohnungen durchführen, Hund sollte sich einen Teil seines Futters mit den Übungen erarbeiten müssen)

1. Komm-Training: Name rufen und Futterbrocken zeigen, sobald Hund aufmerksam ist: Komm rufen, wenn Hund kommt, sofort (innerhalb von höchstens 1 Sekunde) Belohnung geben

2. Sitz Training: Futterbrocken vor die Nase halten, sobald Hund interessiert: Hand mit Futterbrocken langsam nach oben-hinten bewegen, mit der anderen Hand evtl. sanft aufs Hinterteil des Hundes drücken, dabei "Sitz!" sagen, sobald Hund sich gesetzt hat: Innerhalb von 1 Sekunde Belohnung geben und loben

3. Platz-Training: aus der Sitzposition heraus, Futterbrocken vor Nase halten, sobald Hund interessiert: Hand mit Futter langsam nach vorn-unten bewegen, mit der anderen Hand evtl. sanft auf Rücken drücken, dabei "Platz" sagen. sobald Hund in Platz-Position: sofort (1Sekunde!) Belohnung geben

4.Bleib-Training: aus Platz- oder Sitz-Position heraus: "Bleib" sagen, 1 Schritt weggehen, sofort wieder zum Hund gehen und Belohnung geben (sollte Hund doch aufgestanden sein: ignorieren, neuer Versuch und noch schneller zum Hund zurückkehren), allmählich die Abstände vergrößern, später dann 2, 3, 5... Minuten , noch später verlässt der Mensch auch mal kurz das Zimmer

-Generell gilt: Erwünschtes Verhalten beachten und belohnen (schon das Beachten eines Hundes ist für ihn eine Belohnung) , unerwünschtes Verhalten ignorieren

 

-Kauknochen oder Gegenstände die der Hund gefahrlos benagen darf, sollten dem Hund zur Verfügung stehen; Sie werden von Ihnen aber zeitweise entfernt und dann wieder zur Verfügung gestellt (das Recht des Ranghöheren)

 

-Homöopathisch könnte man die Verhaltenstherapie mit Lachesis D12 2x täglich eine zerpulverte Tablette oder 5 Kügelchen unterstützen (nicht mit dem Fressen geben, da die Arznei teilweise schon über die Maulschleimhaut aufgenommen wird, Menschen lassen homöopathische Mittel 2 Minuten im Mund)

- Zylkene (beruhigende Stoffe aus Milch) oder Relaxan (enthält das beruhigende Tryptophan versuchen

Evtl. Antibellhalsband: Es sollte auf jeden Fall nur ein Halsband verwendet werden, daß auf die Bewegung des Kehlkopfes reagiert (und nicht eins, das auf alle möglichen Geräusche anspricht). Es besteht aber selbst bei diesen Halsbändern eine gewisse Gefahr, dass der Hund den Sprühstoss mit anderen Dingen als seinem Bellen verknüpft und auf diese dann aggressiv wird. Wenn irgend möglich ist es daher besser, dem Hund das Bellen durch Erziehung abzugewöhnen.

 

Falls Sie es alleine nicht schaffen sollten, Ihrem Hund das unerwünschte Bellen und abzugewöhnen, wäre der Besuch einer Hundeschule / eines Hundetrainers sinnvoll. Dort könnte das Verhalten mit Einsatz von Figuranten und evtl. auch einer Wurfkette abtrainiert werden.

 

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 

 

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
ich bin der Meinung, das das "Verbellen " noch etwas anderes ist. Es passiert auch nur, wenn der Hund frei läuft. An der Schleppleine habe ich das problem nicht.
Die Punkte die sie beschreiben sind mir nicht neu.
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

auch hier finden Sie noch mögliche Maßnahmen:

- http://www.ballance.lu/attachments/article/94/31_Mein%20Hund%20verbellt%20Jogger.pdf

-http://www.dogs-magazin.de/erziehung/den-hund-an-die-umwelt-gewoehnen-20141.html#artikel5

 

 

 

Wenn Sie die genannten Punkte alle schon ausprobiert haben und Ihr Hund normalerweise perfekt auf Sie hört, wäre das Training in einer Hundeschule mit Figuranten die beste Methode. Dort werden manchmal auch Lernspaziergänge zur Gewöhnung an Reize wir Jogger angeboten.

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind