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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Guten Morgen! Unsere H ndin (fast 12, kastriert) hat seit

Kundenfrage

Guten Morgen!
Unsere Hündin (fast 12, kastriert) hat seit einigen Monaten ein starkes Inkontinenz-Problem, das mit einer Blasenentzündung angefangen hat. Diese wurde erfolgreich mit Antibiotika behandelt. Laut unserem Tierartzt ist die Entzündung nicht mehr vorhanden, wir können auch keine Schwellung o.ä. feststellen. Allerdings pullert sie nach wie vor überall hin, manchmal direkt vor ihrem Schlaf- oder Futterplatz. Sie geht auch aus den Garten ins Haus und setzt sich erstmal hin auf den Teppich. Öfter braucht sie fast zwei Minuten zum Pullern, dabei krummt sie sich und drückt, sodaß sogar die Darmgase laut entweichen. Auch Haufen hinterlässt sie vermehrt im Haus, überwiegend nachts, obwohl sie noch spät abends rausgebracht wird. Wir reißen uns zusammen und schimpfen nicht, streicheln sie viel und loben, wenn sie bis nach Draußen schafft, aber mittlerweile wird es unerträglich. Das ganze Haus stinkt nach Hundeurin, da die Teppiche und die Holztreppe mit Vorliebe als Gelegenheitsklo benutzt werden. Manchmal habe ich das Gefühl, das sie sich überhaupt nicht bemüht, rauszugehen, sondern sich einfach da bequemt, wo sie gerade ist. Sie macht auch nicht auf sich bemerkbar, obwohl sie eigentlich immer sauber war und raus wollte, wenn es nötig war. Ich bin mit meinem Latein am Ende, der Tierarzt findet auch nichts und ist recht genervt von uns. Heute Nacht waren wieder 3 große Pfützen, eine davon direkt vor dem Trinknapf, andere auf dem Treppenabsatz, wo sie öfter schläft. Ach ja, sie dreht sich sehr hartnäckig auf dem Hintern und Bauch, so als ob die Analdrüsen verstopft wären, obwohl sie kürzlich gesäubert wurden. Würmer könnten eigentlich auch nicht sein, sie ist entwurmt... Ich weiß nicht mehr weiter, das geht seit Ende Mai so... Weiß vielleicht jemand Rat?
Vielen Dank XXXXX XXXXX Grüße
Nina
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

von einer Inkontinenz sind insbesondere ältere Hündinnen großen Rassen (durchschnitlich zu etwa 10%) betroffen.

 

Es gibt verschiedene Ursachen für Harninkontinenz bei kastrierten Hündinnen:

 

- häufigster Grund ist eine Blasenschliessmuskelschwäche, tritt meist erst bei älteren kastrierten Hündinnen auf, kann aber auch schon in jüngerem Alter vorkommen; Medikament Caniphedrin (selectavet) wirkt verstärkend auf den Harnröhrenverschluss .

Auch der Östrogenmangel durch dieKastration ist eine Mitursache für die zur Inkontinenz führende Blasenschließmuskeschwäche, daher kann man auch das Mittel Incurin (enthält das Östrogen Estriol), intervet versuchen (allerdings eher Nebenwirkungen). In seltenen Fällen ist auch eine Operation am Blasenschließmuskel erforderlich.
-chronische Blasenentzündungen , Harnkristalle. Bitte lassen Sie auf jeden Fall noch mal eine Urinprobe von Ihrem Tierarzt untersuchen, incl. Harnsediment, um zu kontrollieren, daß es sicher keine Harnkristalle gibt (diese könnten auch die Harnabsatzbeschwerden - das Pressen beim Urinabsatz - verursachen.

-vermehrter Durst (normal: 30-55ml Wasseraufnahme über Futter und Trinken) mit der Folge, daß Urin nicht gehalten werden kann (z.B. bei Diabetes, Cushing)

-neurologische Ursachen, auch Wirbelsäulenerkrankungen , bitte evtl.neurologische Untersuchung (Reflexprüfung etc.) durchführen lassen, bei Störungen: Röntgen

-raumfordernde Prozesse (Tumor, Harnsteine etc): selten, Röntgen/Ultraschall

-Nierenerkrankung (evtl. Blutuntersuchung machen lassen)

 

Bitte lassen Sie sicherheitshalber eine nochmalige Urin- und eine Blutuntersuchung (incl. Schildrüse) anfertigen um organische Ursachen festzustellen/auszuschliessen (insbesondere falls mehr Durst als früher). Außerdem Reflexprüfung und je nach Befund evtl.auch Röntgen.

 

Sollte keine entzündliche, organische, raumfordernde oder neurolgische Ursache gefunden werden, würde ich caniphedrin einsetzen.

 

Unterstützend (aber nicht einen Tierarztbesuch ersetzend) könnten Sie folgende homöopathischen Mittel geben (5 Globuli oder 1 zerpulverteTablette mit etwas Futtersauce oder mit etwas Wasser in einer Sprize unabhängig vom Fressen geben):

-Causticum D6 3x tägl.1 Tablette und

-Gelsemium D12 2x tägl. eine Tablette

 

Falls Ihr Hund insgesamt etwas verwirrt erscheint, könnte man auch noch das die Gehirndurchblutung verbessernde Karsivan (intervet) einsetzen.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

haben Sie noch eine Frage? Ich antworte gerne noch einmal.

Falls Sie keine Ergänzungsfrage mehr haben, würde ich Sie bitten, fairerweise und den allgemeinen Abläufen bei just-answer entsprechend auf "Akzeptieren" zu klicken. Vielen Dank im Voraus!

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind