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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12819
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
49600720
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo, wir haben einen Basset und er ist 13 Jahre Alt. Hintere

Kundenfrage

Hallo, wir haben einen Basset und er ist 13 Jahre Alt. Hintere Beine bewegen sich sehr schlecht und jetzt noch dazu ein mal im Monat nach dem er gegessen hat erbricht er mit dem Schaum, dabei kommt das Essen nicht raus. Er muss sich in dieser Zeit ganze Zeit bewegen und es dauert mehrere Stunden, wenn er was trinkt, dann erbricht weiter mit dem Schaum. Manchmal muss ich bis 2 Uhr in der Nacht spazieren und warten bis ihm besser geht. Diese Woche hat er schon 2 mal diesen Fall ein nach einander.Raten Sie bitte etwas, habe keine kraft mehr. Er heult in dieser zeit, deshalb muss ich irgendwohin gehen wo er Nachbarn nicht störrt.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

Wie geht es Ihrem Hund denn vom Allgemeinbefinden her? Wie sehen die Schleimhäute aus (rosa oder blasser als normal?)? Hat er Fieber oder Untertemperatur (normal 38°-39°, bitte rektal messen)? Ist der Bauch hart, aufgebläht und berührungsempfindlich? Ist er apathisch, sehr unruhig oder normal? Sollten Sie diesbezüglich deutliche Auffälligkeiten finden, gehen Sie bitte baldmöglichst zum Tierarzt. (Infusion, Schmerzmittel, Antibrechmittel...). In welchen Situationen tritt das Erbrechen denn hauptsächlich auf (z.B. durch Erregung, dann wäre z.B ein Herzproblem eine mögliche Ursache)

Bei Erbrechen sollten Sie sollten Ihrem Hund mindestens 12 Stunden nichts zu fressen geben. Trinken öfter ganz kleine Mengen erlaubt (gerne milder leicht warmer Fenchel- oder Kamillentee), falls die sehr kleine Menge Flüssigkeit nicht auch schaumig erbrochen wird. Der Magen-Darm muss zur Ruhe kommen (Rückgang der Entzündung), bevor wieder etwas gegeben wird.

 

.Baldmöglichst sollten Sie bitte zum Tierarzt gehen , wenn in einer Brechphase :

-Ihr Hund ausgetrocknet ist (kann zu Organschäden führen), dies erkennen Sie daran, daß

--die Schleimhäute blasser sind als sonst (Augenschleimhaut weißlicher oder gelblich (Leber);

--Maulschleimhaut: Kapillarfüllungszeit länger als 2 Sekunden, d.h. wenn man auf die rosafarbene Maulschleimhaut mit einem Finger drückt wird sie blaß und muß dann innerhalb von höchstens 2 Sekunden wieder roa sein, wenn es länger dauert: Zeichen für Austrocknung

--eine von Ihnen mit den Fingern gezogene Hautfalte verstreicht nicht sofort wieder

-Ihr Hund sich im Laufe des Tages noch mehrfach mit Brechen, Übelkeit und mit Würgereiz quält (Fremdkörperverdacht)

-Temperatur (rektal gemessen) außerhalb des Normalbereichs von 38° bis 39° ( Achtung: Untertemperatur (v.a. unter 37,5° wäre besorgniserregender als etwas Fieber)

-das Allgemeinbefinden Ihres Hundes sehr gestört ist (sehr ruhelos oder zieht sich vollkommen zurück) .

-der Hund in letzter Zeit öfter erbrochen hat

-im Erbrochenen Blut zu sehen ist

-der Bauchumfang stark zunimmt , der Bauch hart und angepannt ist

-Ihr Hund immer wieder seinen Bauch leckt (Hinweis auf Schmerzen, z.B. durch Bauchspeicheldrüsenentzündung, Darmverschluss...)

 

Sobald eines dieser Zeichen eintritt, müssen Sie sofort zum Tierarzt! Dieser gibt dann je nach Lage Infusionen, Schmerzmittel, Antibrechmittel, Mittel gegen Übersäuerung...

 

Erbrechen hat neben einer normalen leichten Magenentzündung, die z.B. durch ungewohntes oder zu kaltes Futter auftreten kann, meistens eine der folgenden Ursachen:

-infektionsbedingte Entzündungen der Magenschleimhaut (meist viral oder bakteriell, manchmal erhöhte Temperatur also über 39 Grad), auch Giardien (einzellige Parasiten, Diagnose durch Kotuntersuchung) wären möglich

-Mandelentzündungen (meist eher Würgen und Schluckbeschwerden)

-Fremdkörper (meist sehr häufiger Brechreiz) oder Unverträgliches wurde angeknabbert (z.B. Pflanzen)

- - Rachenentzündung Speiseröhren- und Kehlkopfentzündung (das heisere Bellen könnte ein Zeichen für Wundheit im Rachen sein), evtl. selbst Rachen kontrollieren, besser aber nochmalige Untersuchung durch Tierarzt (evtl. auch Endoskopie)

 

- Futtermittelunverträglichkeit (z.B. zu viel Fett)

-Vergiftung (sinnvolle Reaktion des Körpers, um das Gift rauszubringen)

-starke Verwurmung (eigentlich nur Jungtiere)

- Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Schmerz, häufiges Brechen)

-Organerkrankungen (Niere, Leber, Schilddrüse...) , Erbrechen kann z.B. ein Hinweis auf Störungen im Bereich Leber/Gallenblase sein, eindeutige Klärung aber nur mittels Blutuntersuchung und evtl. Ultraschall möglich

-Herzerkrankungen (u.a durch Rückstau in die Leber)

-falls weiblich und unkastriert: Gebärmutterentzündung (Bauch dick, evtl Scheidenausfluss, oft erhöhter Durst, Ist ihnen eine Änderung des Durstes in letzter Zeit aufgefallen?)

-Darmverschluss, durch Knoten oder Fremdkörper, selten;

 

Bei Fortdauer des Erbrechens ist zur Abklärung der Ursachen ein Tierarztbesuch notwendig, denn zur Ursachenklärung sind Blutuntersuchung und ggf. auch Röntgenaufnahmen/Ultraschall

Oft wird ein Säureblocker gegegeben (Cimetidin, Ranitidin; Omeprazol, vom Tierarzt)

Heute würde ich kein Futter mehr geben und frühestens heute abend mit leicht verdaulichem Futter (z.B. mageres Geflügelfleisch, Hüttenkäse, Reis) in kleinen Portionen beginnen. Ins leicht erwärmte Trinkwasser sollten Sie möglichst etwas Elektrolytpulver (z.B. Rehydration support von waltham, gibt´s beim Tierarzt) geben. Achtung: darauf achten ob Ihr Hund das angereicherte Wasser mag.

 

Unterstützend könnten Sie Nux vomica D6 (morgens und nachmittags) und Pulsatilla D6 (vormittags und abends) geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern, evtl. mit Spritze mit Wasser ins Maul geben), bei Kreisaufschwäche sind Veratrum album D6 3x täglich 1 Tablette und Bachblüten-Rescue-Tropfen (3x täglich 4 Tropfen mit etwas Wasser) oft hilfreich.

 

Außerdem wäre die Gabe von Ulcogant sinnvoll (schützt die Schleimhaut und wirkt gegen Übersäuerung, ist aber verschreibungspflichtig, gibt´s beim Tierarzt)

 

Gegen häufigen Brechreiz könnten Sie Paspertin (Metoclopramid-) Tropfen (1 Tropfen pro kg, 0,3 mg/kg) bis zu 3x täglich geben, dann aber bitte baldmögliche Untersuchung

 

Bieten Sie bitte eine Wärmflasche an (wirkt beruhigend auf Magen-Darm)

 

 

Die Schwierigkeiten beim Laufen könnten insbesondere folgende Ursachen haben:

 

-Wirbelsäule, Kompression/Schädigung des Rückenmarks bzw. der austretenden Nerven (z.B. durch einen Bandscheibenvorfall oder knöcherne Zubildungen (Spondylosen)) vorliegt. Relativ häufig ist das sogenannte Cauda eqina-Syndrom ( =Verengung und Kompressionen der Nerven im Übergang der Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein). Durch die Schädigung der Nerven funktionieren oft die Reflexe nur noch eingeschränkt (Prüfung durch Tierarzt).

Weitere Diagnose durch Röntgenaufnahme der Wirbelsäule (je nach Befund des normalen Röntgens bei Bedarf. sogar mit Myelographie= Darstellung des Rückenmarks mit Kontrastmittel)

 

-Es könnte sich auch um "einfache" schmerzende Entzündung oder Verletzung handeln (meist Hüftgelenke oder Knie) handeln (Diagnose auch hier durch Röntgen, bzw. spezielle Bewegungsproben z.B. auf Kreuzbanriss) Meist ist bei solchen eine Seite stärker betroffen, das Probleme besteht dann eher in einseitiger Lahmheit.

 

- Durcblutungsproblem (sind die Hinterbeine kälter als die Vorderbeine?)

 

- Muskelsoffwechselstörung oder -entzündung (deutlich seltener)

 

Es ist gut daß Sie noch heute zum Tierarzt gehen. Ob ein entzündungshemmendes Schmerzmittel (alleine ?) die sinnvollste Behandlung ist kann nur ein Tierarzt vor Ort in der Regel mit Hilfe von Röntgenaufnahmen entscheiden.

 

Bei den Schmerzmitteln für den Bewegungsapparat und die Wirbelsäule haben sich v.a. die NSAID (nicht cortisonhaltige entzündungshemmende Schmerzmittel) bewährt, hier insbesondere:

- Carprofen (z.B. Rimadyl)

- Meloxicam (z.B: Metacam)

- Firocoxib (z.B. Previcox), das französische locox enthält möglicherweise diesen Wirkstoff (?)

Alle wirken entzündungs- und schmerzstillend sowie abschwellend. Sie sind nur beim Tierarzt erhältlich.Die in der Humanmedizin gebräuchlichen Schmerzmittel (z.B. ASS (Aspirin), Paracetamol und andere) sollten nicht gegeben werden, da sie ein deutlich höheres Nebenwirkungsrisiko beim Hund haben.

Welches Mittel am besten wirkt, muß man ausprobieren. Sie greifen an verschiedenen Stellen der Entzündungs- und Schmerzentstehung an und welcher Angriffspunkt der Effektivste ist, hängt individuell vom zu behandelnden Tier ab.

Gleiches gilt für die Nebenwirkungen. Am häufigsten sind Durchfälle, in seltenen Fällen sogar blutig. Welches Mittel am besten vertragen wird ist individuell verschieden.

 

In seltenen Fällen zum Abschwellen im Anfangsstadium bei Wirbelsäulenproblemen manchmal auch Cortisone gegeben werden, dies kann nur der Tierarzt vor Ort entscheiden; ebenso auch ob operative Verfahren oder andere Medikamente angezeigt sind.

 

Unterstützend könnte noch folgende Arznei gegeben werden (keinesfalls einen Tierarztbesuch ersetzend):

-Canosan (Boehringer, bänder- und sehnenstabiliierend, enthält Gonex und Glykosaminoglykane, erhältlich beim Tierarzt)

-bei Wirbelsäulenursache: Nux vomica D6 3x tägl 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli (evtl. mit etwas Wasser, aber ohne Futter) ins Maul Ihres Hundes geben. 14 Tage, dann evtl. Umstellung auf Rhus toxicodendron D6 3 x täglich 1 Tablette., in den ersten 3 Tagen zusätzlich Arnika D6 3 x täglich. Falls Arthrosen die Ursache sind: kein Nux vomica, sondern direkt mit Rhus toxicodendron beginnen

- VitaminB wirkt allgemein positiv auf die Heilung von Nervenschädigungen (insbesondere gut, falls "cauda equina die Ursache ist).

 

In Absprache mit Ihrem Tierarzt wäre zur Unterstützung der Therapie evtl.auch eine Krankengymnastik/Physiotherapie sehr sinnvoll.

 

Falls die Problem der Hinterbeine sehr stak sind:

Zur Unterstützung beim Aufstehen und Laufen gibt es Gehhilfen (gibt´s beim Tierarzt oder im internet):

Vielleicht hat Ihr Tierarzt ) eine Gehilfe zum Ausprobieren vorrätig oder kann Ihnen eine bestellen. Hier kann man Gehilfen bestellen (große Preisunterschiede):

http://premiumtierfutter.tradoria-shop.de/p/322235031/wdt-gehhilfe-handycap-canis

http://www.heimtierbedarf-zwiesel.de/index.php?cPath=1_42

Vielleicht können Sie aber auch erstmal einfach ein Tuch unterm Bauch Ihres Hunde durchführen und die beiden Enden in die Hand nehmen, um auszuprobieren, wie Ihr Hund auf eine Unterstützung reagiert.

 

Sie könnten Ihrem Hund gegen Schmerzen und Heulen auch Metamizol (z.B. Novalgin 25- 30 mg/kg) geben, möglichst aber tierärztliche Abklärung der Ursachen.

 

Viel Glück!

 

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 

 

 

Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
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Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke XXXXX XXXXX Antwort und unser Hund noch dazu Epilepsie seit mehrere Jahren schon, aber keine Anfälle schon seit einem Jahr, muss man dann trotzdem mit Medikamenten ausprobieren, die sie empfohlen?
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

man sollte die von mir empfohlenen Untersuchungen und Medikamente gerade auch wegen des früheren Auftretens von Epilepsie durchführen bzw. geben, damit durch Schmerzen und Erbrechen keine neuen epiöleptischen Anfälle ausgelöst werden.

 

Freundliche Grüße & danke für´s Akzeptieren,

 

Udo Kind

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