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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12819
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

guten abend der hund von meinem sohn leidet an epilepsie trotz

Kundenfrage

guten abend der hund von meinem sohn leidet an epilepsie trotz medikamente bekommt er immer noch anfälle im moment hat er jetzt schon den 4 anfall notspritze und zäpfchen helfen nicht
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  PferdeDoktor hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Abend. Leider bleibt nur noch der gang zum Tierarzt.Sollten Sie nicht hin können, rufen Sie den TA zum Hausbesuch. Viel Erfolg.
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

bei einem großen Teil der Epileptiker weiß man die Ursache nicht und behandelt mit Phenobarbital (wie bei Ihrem Hund vermutlich schon gemacht) und wenn das alleine nicht reicht (wie jetzt bei Ihrem Hund) mit Bromid (siehe unten) Im Akutfall wird außerdem Diazepam gegeben (sollten Sie möglichst zu Hause haben).

 

Bei einem Teil gibt es aber auch organische Ursachen, insbesondere folgende Ursachen kommen für Krämpfe in Frage (was wurde schon untersucht?):

-schwere Stoffwechselstörungen, z.B. Urämie (Anreicherung von Harnstoff im Blut durch Niereninsuffiziens), Leberstörung oder Diabetes, in den meisten Fällen fällt ein erhöhter Durst auf; Diagnose durch Blutuntersuchung möglich,

-Infektionen , dann oft Fieber (d.h. rektal gemessen über 39°) und nahezu immer Allgemeinstörungen

-Sauerstoffmangel durch Herzfehler oder zu wenig rote Blutkörperchen (dann würen bläulich-blasse Schleimhäute, Kurzatmigkeit, schnelle Erschöpfung etc. auffallen)

-Hirnveränderungen (z.B. Hirntumor, Wasserkopf)

 

Diese möglichen Ursachen sollten zunächst ausgeschlossen / festgestellt werden. Zur Diagnose sind Allgemeinuntersuchung, Blutuntersuchung und evtl. bildgebende Verfahren (Röntgen, für einen Hirnveränderungen sogar CT/MRT ) erforderlich. Blutuntersuchung und Herz/Kreislaufuntersuchung würde ich Ihnen auf jeden Fall empfehlen (falls nicht schon gemacht).

 

In vielen Fällen findet man aber auch keine Ursache für die Krämpfe und kann nur symptomatish behandeln. Als Dauerbehandlung nimmt man Luminal (Phenobarbital), im akuten Anfall Valium (Diazepam). Außer mit Luminal alleine kann man zusätzlich (Luminaldosierung dann oft runtersetzbar) mit Kaliumbromid behandeln. Auf Luminal als Monotherapie (alleine gegeben) sprechen etwas über 50% der Epileptiker gut an.

 

Als noch tolerabel gelten 4 leichte Anfälle pro Jahr. Wenn mit Phenobarbital mehr Anfälle im Jahr auftreten oder diese nicht mehr als "leicht" einzustufen sind, sollte man:

- als erstes den Blutspiegel von Phenobarbital kontrollieren und ggf. anpassen

-falls dies nicht reicht, weitere Medikamente einsetzen.

Wenn man mit Medikamenten angefangen hat, muß man sie in der Regel lebenslang geben.

Eine Dauer von 2 Minuten Anfall gilt als leicht, längere Anfälle oder mehrere hintereinander aber als gefährlich (kann Status epilepticus = Dauerkrampf draus werden).

 

Dosierungen: Phenobarbital: 1 -8 mg/kg KG 2 x täglich; Kaliumbromid : 20 - 40 mg/kg Körpergewicht 1x täglich oral.

Die genauen Dosierungen müssen individuell an Hand der Serum-Medikamentenspiegel bestimmt werden. Bitte lassen Sie - falls noch nicht gemacht - den Phenobarbital-Spiegel Ihres Hundes untersuchen. Folgende Serumspiegel sollten erreicht werden:

Phenobarbital: 20-45 mikrogramm/ml, wurde der Wirkstoffspiegel bei Ihrem Hund schon bestimmt?

(Kaliumbromid: 1-3 mg mg/ml)

.

Wichtig im Anfall ist, Gegenstände an denen der Hund sich verletzen könnte, möglichst schnell zu entfernen.

 

-Im akuten Anfall, insbesondere bei längeren Krämpfen (längere Dauer als 5 Minuten oder mehrere Anfälle kurz hintereinander) ist oft Diazepam (als Zäpfchen, rectal-tube oder Tropfen, bitte vom Tierarzt geben lassen oder Rezept austellen lassen) hilfreich, in solch einem Fall aber trotzdem soweit möglich möglichst schnell zum Tierarzt, der Diazepam spritzen kann (wirkt dann noch schneller).

 

Ein neues (aber sehr teures Medikament) ist Levetiracetam.

 

Unterstützend können Sie folgendes tun (ersetzt aber keinesfalls einen Tierarztbesuch!):

-als homöopathische Mittel Cuprum D6 und Zincum D6 je 2x täglich geben. (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette nüchtern mit Spritze mit etwas Wasser ins Maul geben ),

- im Anfall (besonders starkes Zucken): Belladonna D6 alle 2 Minuten sowie alle 10 Minuten (bis wieder alles normal) 5 Bachblüten Rescue-Tropfen (angstreduzierend).

-B-Vitamine (als Tabletten oder Tropfen, z.B. vom Tierarzt)

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 

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