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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Meine Katze beisst, sie ist 4 Monate alt h rt das auf

Kundenfrage

Meine Katze beisst, sie ist 4 Monate alt hört das auf?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

Wann beisst die Katze denn? Wenn sie spielen will? Ist Freigang möglich? Hat sie Kontakt zu anderen Katzen?

 

Falls noch nicht passiert sollte sie tierärztlich untersucht werden, ob Schmerzen (z.B. der Zähne) eine Ursache für das Beissen und Kratzen waren.

 

Falls möglich, sollte er anschließend möglichst Kontakt zu anderen Katzen bekommen (evtl. 2. Katze anschaffen).

 

Es könnte sich auch um eine umgeleitete (Spiel-) Aggression handeln, weil die Katze im Alltag nicht ausgelastet ist. Sinnvoll wäre hierfür viel Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen (siehe unten).

 

Folgenden Maßnahmen sind zum Umleiten der Aggressivität oft hilfreich (jede Katze ist von Natur aus immer noch ein Raubtier):

 

-Unerwünschtes Verhalten wird normalerweise durch Nassspritzen (Wasserpistole oder große Einwegspritze vom Tierarzt) und "Nein!" bestraft. Dann die Katze vollkommen ignorieren, bis sie ruhigeres Verhalten zeigt. Keinesfalls Schreien oder beruhigend Reden, dies könnte von der Katze als Belohnung verstanden werden.

Jegliche Zuwendung darf es ab jetzt nur noch in ruhigeren Phasen geben, oder wenn SIE auch spielen wollen.

Eine Bestrafung muß immer zeitgleich oder allerhöchstens 3 Sekunden nach der unerwünschten Handlung erfolgen (Assoziationszeit) Auch Krach (schweres Buch auf den Boden fallen lassen, Klatschen der Hände) ist für die Katze unangenehm und hindert sie am "Aufsprung". Spätere Bestrafung bringt nichts und verunsichert die Katze. Auch ein Aussperren muß innerhab von 2 Sekunden nach einem Angriff erfolgen, sonst bewirkt es das Gegenteil.

 

-Weniger Futter im Napf, den Hauptteil muß sie sich "erarbeiten":

--Trockenfutter in Wohnung verstecken und suchen lassen

-Versuchen Sie, Ihrer Katze kleine Tricks beizubringen, diese muß sie vor jedem Streicheln, Fressen etc. ausführen; nichts ist umsonst !

 

Um der Katze mehr Abwechselung zu verschaffen (ich nehme an, es handelt sich um eine reine Wohnungskatze?) können Sie folgendes tun:

-Lassen Sie Spielzeug von der Decke hängen, werfen Sie Bälle, verwenden Sie aufziehbares Spielzeug.

-Viel spielen, evtl. beim Spiel Handschuhe tragen.(Angelspiel, Werfspiel, Fangspiel, Such- und Verseckspiel...)

-Bringen Sie außerdem von Einkäufen Kartons und andere neue Gegenstände mit (diese legen Sie insbesondere während Ihrer Abwesenheit und, wenn Sie keine Zeit haben, aus).

-Wechseln Sie die Spielzeuge (werden dann interessanter)

-viele Rückzugsmöglichkeiten und Kratzbaum sind bei Ihnen - denke ich - vorhanden

- lassen Sie Ihre Katze bis zur Hälfte vom Futter suchen (Trockenfutter verstecken). Es gibt auch einen Futterwürfel (Buster cube, sind eigentlich für Hunde ( Größe bis 10 kg wählen), werden von Katzen aber auch manchmal gern benutzt und führen dann zu einer höheren Auslastung des Tieres), der Trocknfutter nur dann abgibt, wenn er bewegt wird. Er kann immer wieder neu befüllt werden (erhältlich beim Tierarzt oder evtl. im Zoohandel).

 

Sinnvoll wäre zunächst eine tierärztliche Untersuchung und mit 5-6 Monaten die Kastration.

 

Ich hoffe, Ihnen etwas helfen zu können und bitte Sie, nicht zu vergessen auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind