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Kleintierärztin
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung:  Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
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Kleintierärztin ist jetzt online.

Unser Hund ist 9 Jahre alt (Foxterriermischling) und 17 kg

Kundenfrage

Unser Hund ist 9 Jahre alt (Foxterriermischling) und 17 kg schwer, vor 6 Wochen kam bei ihm Blut aus dem Penis. Seitdem ist er in Behandlung. Es wurde eine vergrößerte Prostata und eine Bakterielle Erkrankung festgestellt. Er bekommt schon das dritte Antibiotika. Das erste Antibiotikum hat nicht gewirkt, das zweite Enrotab 150mg hat er garnicht vertragen. Er war nur noch apatisch, das Herz schlug wie wild und der Puls war sehr schwach. Das war vor einer Woche. Dann bekam er ein Antibiotikum was er vertrug und es ging ihm besser, aber am Freitag blutete er wieder aus dem Penis. Seit gestern bekommt er Amoxiclav 400mg/100mg. Wir wissen nicht ob es hilft und denken unser Tierarzt weiss es auch nicht. Gibt es außer Enrotab 150mg das wohl als einziges Antibiotum bei dieser Erkrankung wirklich hilft noch etwas anderes?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

am wichtigsten wäre es für mich in diesem Zusammenhang zunächst zu wissen, ob der Hund kastriert ist oder nicht. Sollte der Rüde nicht kastriert sein wäre eine Kastration vermutlich bereits die Lösung des Problems. Ähnlich wie auch bei Männern kommt es bei Rüden häufig zu einer hormonbedingten Prostatavergrößerung (Prostatahyperplasie). Wird der Rüde kastriert bildet sich die Prostata wieder zurück und auch die dadurch verursachten Entzündungen und Probleme gehen zurück.

Ist eine Urinuntersuchung und eine Keimbestimmung gemacht worden? Gerade wenn das Antibiotikum keinen Erfolg gebracht hat sollte nach einer antibiotikafreien Phase eine Probe entnommen und in Hinblick auf die enthaltenen Keime untersucht werden. Man kann dann auch vom Labor testen lassen, welche Antibiotika überhaupt wirksam sind.

Das Antibiotikum bekämpft allerdings nur die bakterielle Begleiterkrankung, gegen die Prostatavergrößerung wird es nicht helfen - hier hilft im Grunde nur die Kastration.

Sollte der Rüde bereits kastriert sein sieht die Sache etwas anders aus. DAnn würde ich auf jeden Fall eine Ultraschalluntersuchung der Prostata machen um zu sehen, was die Ursache für die Vergrößerung ist. Hier kommen entzündliche Ursachen, aber auch Abszesse oder Tumore in Frage.

Das Blut könnte natürlich auch aus der Blase stammen - im Zweifelsfall würde ich den Rüden katheterisieren und direkt Urin aus der Blase entnehmen und in Hinblick auf Blut und Bakterien untersuchen. AUch ein Ultraschall der Blase kann oft wichtige HInweise liefern.

Alles Gute für Ihren Rüden
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Unser Hund ist nicht kastriert. Eine Blutuntersuchung hat ergeben das eine Entzündung im Körper ist. Das er eine Bakterielle Erkrankung hat ist festgestellt worden. Die Ultraschall und Laboruntersuchung wurde gemacht.
Jetzt am Freitag (es kam wieder Blut aus dem Penis) ist der Urin im Labor wieder untersucht worden und es hat sich fast nichts getan, also keine Verbesserung trotz der Antibiotika. Unser Tierarzt meint Das Enrotab 150mg am besten hilft, nur das verträgt er leider nicht. Gibt es noch eine Alternative Behandlung. Unser Hund hat auch seit er lebt eine Futtermittelallergie und bekommt Hyperallergenic Trockenfutter und sensitive control Nassfutter.
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

wissen Sie, ob laut Antibiogramm noch andere Wirkstoffe als Enrofloxacin (Enrotab) wirksam gegen die gefundenen Bakterien sind? Das nur ein Wirkstoff sensibel ist ist äußerst ungewöhnlich, normalerweise sind mehrere Antibiotika wirksam, wenn auch einige häufig teuer oder schwer zu beschaffen sind.

Gegen die bakterielle Erkrankung gibt es leider keine Alternativen als eine Antibiotikatherapie mit einem gezielt anhand Antibiogramm eingesetzten Antibiotikums.

Liegt den eine Entzündung der Prostata vor, oder wurde ein anderer Entzündungsherd gefunden?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Unser Hund hat ausser der Futtermittelallergie auch eine Hausstaub- und Vorratsmilbenallergie.
Harn ist untersucht worden. Sediment mikrokpisch, Erys ++, Spermien +,
Blasenepithel +, Werte: PH 6,5 Blut 25, Protein 30, spezifisches Gewicht 1055, Leukozyten 10, Spritze gegen vergrösserte Prostata. Unser Tierarzt hat kein Antibiogarmm erstellt. Wie kann man ein Antibigramm erstellen, was muss gemacht werden und welche Ergebnisse können erziehlt werden. Welche Antibiotika würden Sie empfehlen.
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ein Antibiogramm kann man nur erstellen, wenn man den Urin in ein Labor einschickt. Es wird dann eine Kultur angelegt und zunächst einmal der enthaltene Keim angezüchtet. Man kann dann bestimmen um welches Bakterium es sich handelt und es wird dann im Labor getestet, welche Antibiotika wirksam sind, es wird ein sogenanntes Antibiogramm erstellt. Man weiß dann genau, welches Antibiotikum gegen den Keim wirksam ist. Dies funktioniert allerdings nur richtig, wenn noch kein Antibiotikum gegeben wurde oder eine mindestens einwöchige Pause eingelegt wurde, da sonst das Keimspektrum verändert ist.

Bei Erkrankungen im Urogenitalbereich sind normalerweise Enrofloxacin oder Marbofloxacin gut wirksam, ich habe aber auch schon etliche Tiere erlebt, bei denen der enthaltene Keim resistent gegen diese Antibiotika war. Eine eindeutige Antibiotikaempfehlung ohne Antibiogramm ist daher nicht möglich.

Einen Zusammehang zu der Allergie würde ich hier eher nicht sehen.

Vielleicht sprechen Sie Ihren Tierarzt noch einmal auf die Möglichkeit einer Keimdifferenzierung und eines Antibiogramms an.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Unser Hund hat für Ohrenentzündung und Analentzündung dieses Jahr schon meherere Antibiotika bekommen. Seit 3 Wochen bekommt er Antibiotikum 1. Enrotab 150mg das er nicht vertragen hat. 2. Parkemoxin (leichte Verbesserung) und seit gestern Amoxiklav 400mg/100mg da am Freitag wieder Blut aus dem Penis kam. Wenn wir jetzt eine Woche aussetzen für das Antibiogramm dann könnte sich sein Zustand wieder verschlechtern. Wie verhält es sich wenn die Antibiotakagebung ständig unterbrochen und geändert werden muss für den Organismus des Hundes. Wie sieht es mit Resistenten aus? In der Bestimmung der Krankheit hat unser Tierarzt nur Zystitis/Prostatitis? geschrieben. Gegen die vergrößerte Prostata hat er ein Implantat empfohlen (hilft ein halbes Jahr) oder Tabletten. Unser Tierarzt hat selber ein kleines Labor in der Praxis wo er am Freitag den Urin untersucht hat nachdem wieder Blut aus dem Penis kam und daraufhin Amoxiclav 400 mitgebeben hat. Was würden Sie vorschlagen was wir tun sollen ohne den Hund unnötig zu belasten.
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

entschuldigen Sie bitte, dass ich erst jetzt antworte, aber ich war einige Stunden nicht online.

Es ist schon so, dass häufige Antibiotikagaben den Organismus belasten, so wird beispielsweise die Darmflora durch Antibiotikagaben geschädigt, was zu Durchfällen etc. führen kann. Gerade wenn das Tier schon häufiger ein Antibiotikum bekommen hat oder dieses nicht angeschlagen hat bevorzuge ich immer die vorherige Keimbestimmung mit Antibiogramm. Wird das Antibiotikum zu kurz gegeben oder immer wieder gewechselt kann dies dazu führen, dass sich resistente Keime vermehren bzw. entwickeln.

Da der Hund nun schon Amoxiclav bekommen hat würde ich es erst einmal hiermit versuchen. Wenn es nicht innerhalb von 3 - 4 Tagen zu einer deutlichen Verbesserung kommen sollte würde ich das Antibiotikum für 1 Woche absetzen und dann ein Antibiogramm anfertigen lassen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank, XXXXX XXXXX kein Problem.
Heute Morgen haben wir festgestellt das unser Hund einen dick geschwollenen und harten Penis hat (doppelt so dick wie normal) und er hat leichten Durchfall (rotbraun). Kann das von der Einahme von Amoxiclav 400mg/100mg kommen? Er bekommt die Tabletten seit Samstag. Kann das eine Nebenwirkung sein?
Wissen Sie vielleicht ein wirksames Mittel um die zerstörte Darmflora nach Eingabe von Antibiotika wieder aufzubauen?
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

es ist natürlich möglich, dass der Hund allergisch auf das Antibiotikum reagiert, allerdings haben Sie dann normalerweise keine lokale Reaktion wie die Penisschwellung sondern eher Schwellungen im Bereich der Schnauze und der Augen.

Ich würde eher vermuten, dass die Entzündung sich auf den Penis ausgeweitet hat, da das Antibiotikum vermutlich nicht richtig anschlägt. Ich würde den Hund unbedingt noch einmal bei Ihrem Tierarzt vorstellen und evtl. doch gleich eine Probe ins Labor einsenden.

Um die Darmflora wieder aufzubauen eignen sich z.B. Canikur pro oder Bactisel.
Kleintierärztin, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 3376
Erfahrung: Tierärztin seit 2004, derzeit tätig in Kleintierklinik, Blutegeltherapeutin
Kleintierärztin und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wir wollen ein Antibiogramm machen lassen. Sie sagten das eine genaue Analyse erst nach einer Woche der Absetzung des Antibiotikums erfolgen kann.
Leichten rotbrauunen Durchfall hatte er übrigens bei der Vergabe der vorherigen Antibiotika nicht. Welche Probe sollen wir gleich in ein Labor einsenden?
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Besser und empfehlenswert wäre es eigentlich eine Probe nach einer Woche ohne Antibiotikum zu entnehmen, notfalls kann man aber auch eine Probe entnehmen, wenn der Hund bereits ein Antibiotikum enthält. Das Ergebniss ist zwar verfälscht, Problemkeime lassen sich aber häufig auch so nachweisen. Aufgrund der akutellen Problematik mit der Penisschwellung würde ich es vermutlich ausnahmsweise trotz Antibiose mit einer Keimdifferenzierung versuchen.

Am sinnvollsten wäre die Entnahme von sterilem Katheterurin.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ist ein Antibiogramm in der jetzigen Phase nur mit einer Entnahme eines sterilem Katheterurin möglich, oder geht das auch mit beim Pinkeln aufgenommenen Urin.
Unser Hund müsste wieder in Narkose versetzt werden und diese Prozedur und Stress möchten wir ihm ersparen. Er hat schon soviel mitgemacht in der letzten Zeit.
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Da der Hund derzeit unter Antibiose steht haben Sie ohnehin keine idealen Bedingungen, spontan gewonnener Urin verschlechtert die Aussagefähigkeit noch einmal. Ich kann aber auch ihre Bedenken bezüglich der Narkose und des Stresses verstehen. Man könnte es mit spontan gewonnenem Urin versuchen, wenn dies kein aussagekräftiges Ergebniss liefert müsste man die Untersuchung noch einmal mit Katheterurin machen lassen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Bactisel-HK gibt es nur in 100g Dosen und es gibt Bactisel-Kb in einer 800g Dose.
Sind die Inhaltsstoffe gleich? Dann würden wir die 800g Dose nehmen.
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

Bactisel Kb (die größere Dose) ist ein Präparat für Kälber und enthält andere Stoffe als das Bactisel für Hunde und Katzen - Sie sollten daher das Präparat für Hunde verwenden.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Bei unserem ist jetzt ein sehr hoher PH Wert von 8.0 festgestellt worden. Die Leukozyten gehen auch nicht weg. Er soll wieder neue Tabletten bekommen damit der PH Wert runtergeht. Es bilden sich auch Kristalle. Kann das auch am Futter liegen. Er hat ja die Futtermittelallergie und bekommt Hyperallergenic Futter. Was würden Sie in dieser Situation vorschlagen. Es wird immer schlimmer statt besser.
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

der hohe Urin pH-Wert kann verschiedene Ursachen haben. Zum einen könnte auch dies mit der bakteriellen Besiedlung der Blase zusammenhängen. Durch bakterielles Wachstum kann der Urin pH ansteigen. Auch ein hoher Mineralstoffgehalt im Futter kann zu einem zu hohen pH und damit zur Kristallbildung führen. Besonders verantwortlich sind hier hohe Gehalte an Calcium, Phosphor und Magnesium. Es gibt spezielle Diäten, die den Urin pH wieder verändern. Dies ist bei Ihrem Hund natürlich problematisch, da er Allergiker ist. Hier ist es evtl. wirklich sinnvoll ein Medikament zu geben, welches den Urin ansäuert und somit die vorhandenen Kristalle auflöst.

Ich würde auf jeden Fall versuchen zu bestimmen mit welchen Bakterien Sie es hier zu tun haben, damit diese endlich adäquat bekämpft werden können.

Die Bestimmung von Leukozyten im Urin ist übrigens relativ unsicher, genauer ist die Bestimmung im Blut. Auch bei Entzündungen im Urogenitaltrakt gehen die Leukozyten im Blut hoch.

Ich hoffe es geht Ihrem Hund bald endlich besser
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wir sind 3xpro Woche beim Tierarzt. Wir haben unseren Tierazt gebeten die Bestimmung der Leukozythen und den PH-Wert über das Blut zu machen. Er lehnte ab, das wäre zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht nötig. Beim Antibiogramm genauso. Jetzt bekommt unser Hund 2x am Tag Amoxiclav 400g und 2x am Tag Methionin. Das Problem ist, unser Hund ist eh schon ein schlechter Esser, wir müssen immer anfüttern. Jetzt ist es so das wir die Tabletten mit Gewalt eingeben müssen weil er sie immer ausspuckt. Wir haben alle Tricks probiert, wir sind verzweifelt weil er jetzt garnichts mehr zu sich nehmen will. Habe von Uro-Pet einer Paste für Hunde gelesen die auch wohlschmeckend ist und auch für die Harnansäuerung und gegen Kystalle (die bei unserem Hund ja auch vorhanden sind) helfen soll. Ist ja auch Methionin drin. So schnell einen neuen Tierarzt finden wir auch nicht, es gibt leider nicht viele Tierärzte bei uns. Wir wissen langsam nicht mehr weiter.
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

ehrlich gesagt kann ich Ihren Tierarzt nicht ganz verstehen, da es dem Hund ja offensichtlich nicht besonders gut geht. Uro pet Paste können Sie prinzipiell auch verwenden, allerdings ist der Gehalt an Methionin deutlich geringer als wenn Sie Methionin übers Futter geben oder entsprechende Tabletten verwenden.

Ist es inzwischen wenigstens etwas besser geworden?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Nein leider nicht. Es kommt zwar kein Blut mehr aus dem Penis, aber wie gesagt beim letzten urinstatus sind erhöhte Leukozyten und erhöhte PH-Werte und Krystalle festgestellt worden. Unser Problem ist ja jetzt, das unser Hund alles verweigert. Er will nicht fressen und er nimmt keine Tablette. Wir können ihm doch nicht 3x am Tag gewaltsam die Tabletten geben und das auf nüchternen Magen. Da er das Fressen nicht anrührt. Was würden Sie denn machen.
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ist denn überhaupt schon einmal ein Blutbild und vor allem die Nierenwerte (Urease, Creatinin) gemacht worden? Wenn ja, wissen Sie, wie hoch die Nierenwerte sind? Länger andauernde Probleme im Harnbereich können zu einer Schädigung der Nieren führen, was dann wiederum dazu führt, dass die Tiere das Futter verweigern, etc.

Ich würde unbedingt auf eine Kontrolle der NIerenwerte bestehen und evtl. auf Injektionen umstellen wenn es mit den Tabletten gar nicht geht.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Kann die Nahrungsverweigerung auch von Methionin kommen, oder von der Kombination Methionin und Amoxiclav. Was hat Methionin für Nebenwirkungen. Darf man Methionin nüchtern geben.
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

Methionin kann zu einer Reizung des Magen-Darm-Traktes führen, sehr selten kann es zu Durchfall und Erbrechen kommen. Die Nahrungsverweigerung würde ich eher auf den Gesundheitszustand des Hundes zurückführen. Wissen Sie wie die NIerenwerte sind?

Bei Methionin gibt es keine Anweisungen darüber, ob es nüchtern gegeben werden darf oder nicht.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Nein, wir wissen nicht wie die Nierenwerte sind, aber vor 11/2 Wochen beim Ultraschall waren die Nieren in Ordnung laut Tierarzt. Laut Arzt wurde nach Ultraschall nur Prostatis und Zystitis mit Fragezeichen diagnostiziert. Nierenblase ok. Es wurden weder Blut noch Nieren noch Keimdiffeerenzierung ermittelt. Trotz mehrfacher Nachfrage. Das kann man immer noch machen, laut Arzt. Lediglich 2x pro Woche wurde ein Harnstatus bei ihm im Labor gemacht wo sehr erhöhte Leukozyten, Spermien, Erytrozyten, Epitehlzellen, Struvitkrystalle, erhöhtes spezifisches Gewicht und Protein festgestellt wurde. Dabei erhöhte sich der PH-Wert am 15.06. auf 8. Auf Apelle von mir wurde immer auf evtl. später vertröstet, oder einen Katheter setzen was er ja hätte machen können als der Hund beim Ultraschall in Narkose war. Das geht seit 31/2 Wochen so. Eine leichte Verbesserung der Leukozyten und des Blutes im Urin wurde am 15.06. ermittelt.

PS: Bei der ersten Untersuchung wurden Entzündungshämmer, Antibiotika, und Prostatamittel gespritzt.
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Die Nieren müssen im Ultraschall nicht zwangsläufig verändert aussehen, auch wenn eine Nierenschädigung vorliegt. Wenn Sie bereit sind die Kosten für eine Blutuntersuchung zu tragen würde ich darauf bestehen, dass der Tierarzt diese durchführt - es gibt keinen Grund dies zu Verschieben. Es wäre mehr als ärgerlich, wenn im Grunde noch ein anderes Problem vorliegt oder die Nierenwerte bereits erhöht sind.

Ich stimme Ihnen zu, dass es sinnvoll gewesen wäre den Urin zu entnehmen, als der Hund in Narkose war.

Ich kenne Ihren Hund nicht, aber häufig ist zumindest eine Blutentnahme möglich, wenn man dem Hund vor dem Tierarztbesuch Beruhigungstabletten (Vetranquil, Sedalin, etc.) gibt.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihre Bemühungen, ich möchte Sie bitten mir genau mitzuteilen welche speziellen Werte untersucht werden sollen.Kann ich die Medikamente jetzt ohne Probleme absetzen und am Montag suche ich mir einen neuen Tierarzt.
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Da mit den Medikamenten keine Besserung eingetreten ist würde ich das Antibiotikum absetzen, dass Methionin aber weitergeben. Die Ergebnisse der Urinuntersuchung kann der neue Kollege beim anderen Kollegen erfragen.
Es sollte auf jeden Fall ein komplettes Blutbild (Leukozyten, Erythrozyten, Granulozyten, Hämatokrit, etc.) angefertigt werden. Wichtig sind vor allem die Nierenwerte (Creatinin, Harnstoff), die Leberwerte (mind.GOT und GPT) und möglichst auch die Elektrolyte (Kalium, Chlorid,etc.). Anhand eines neuen Harnstatuses kann der Tierarzt dann auch ermitteln, ob noch relevante Kristalle enthalten sind.

Wenn die Ergebnisse vorliegen können Sie mich gerne noch einmal kontaktieren.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wir sind am Freitag bei einem neuen Tierarzt gewesen. Es ist auf meinen Wunsch ein großes Blutbild gemacht worden, so wie Sie es vorgeschlagen haben. Der Tierarzt möchte röntgen, wegen der Prostata, ist das unbedingt nötig um genaueres festzustellen? Es ist ja schon ein Ultraschall gemacht worden. Der Urin ist nochmal untersucht worden und der PH Wert ist wieder normal bei 6. Ich soll das Antibiotikum weitergeben und das Methionin absetzen. Soll ich das Methionin nicht weitergeben?
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Bei Ihrem Hund ist das Problem, dass man nicht genau sagen kann, ob der erhöhte pH-Wert durch die Bakterien oder durch die Harnkristalle bedingt war. In letzterem Fall wäre ich sehr vorsichtig mit dem Absetzen des Methionins. Besorgen Sie sich am Besten selber pH-Teststreifen (z.B. aus der Apotheke) und kontrollieren Sie die nächste Zeit regelmäßig den pH-Wert, Sie können dann selber kontrollieren, ob der Hund das Methionin noch braucht.

Haben Sie schon Ergebnisse von den Nierenwerten?

Ob die Röntgenaufnahme notwendig ist ist für mich auf die Ferne schwer zu sagen. Bei Erkrankungen der Prostata ist ein Ultraschall normalerweise aussagekräftiger. Hier kommt es aber auch ein wenig auf die Erfahrung des Tierarztes an, welcher den Ultraschall durchführt.

Geht es dem Hund inzwischen besser?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
PH-Teststreifen ist prima Tipp, danke. Am Freitag waren keine Kristalle im Urintest nicht vorhanden. Kann ich Kristalle per Teststreifen feststellen, oder reicht der PH-Wert? Das wurde bei dem neuem Arzt am Freitrag gemacht GLU 92; BUN 16; CREA 1,1; TP 6,3; ALT 58 und ALKP 109 war der VET Test.
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Kristalle kann man leider nur durch eine mikroskopische Untersuchung des Harnsediments (der Urin wird zuvor zentrifugiert und dann der "Bodensatz" mikroskopiert) erkennen. Teststreifen bringen hier leider nichts.

Ich bin schon mal beruhigt, da die Nierenwerte in Ordnung sind und es sich daher vermutlich um ein akutes Geschehen handelt, was prognostisch gut ist. Die Leberwerte liegen im oberen Referenzbereich - evtl. sollte man diese in einigen Wochen noch einmal kontrollieren.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Am Freitag hat unser Hund wieder leicht geblutet und wir sind zum neuen Tierarzt gefahren. Dort hat er eine Cortisonspritze bekommen und wir sollen das Amoxiclav400g/100g weitergeben. Dann wurde auf unseren Wunsch das große Blutbild gemacht. Wir haben das Methionin abgesetzt, unser Hund frisst auch wieder besser und es ist eine leichte Verbessrung eingetreten nach unserem Gefühl. Er möchte auch wieder etwas spielen. Gestern waren wir wieder beim Tierarzt. Uns wurde gesagt die Prostata und die Elektrolyte wären im Normbereich. Der Tierarzt möchte unbedingt röntgen weil er Steine vermutet und möchte dann operieren. Ist das unbedingt nötig. Gibt es irgendwelche Symptome wenn er Steine hat? Hier ist das Ergebnis der Blutuntersuchung die nach Meinung des Tierarztes ok ist. Laser cyte: RBC 7,9; HCT 53,7%; HGB 17,1; MCV 68,0; MCH 21,7; MCHC 31,9; RDW 15,9; %RETIC 0,4; RETIC 32,3; WBC 8,16; NEU 5,06; LYM 1,78; MONO 0,80; EOS 0,5; BASO 0,01; PLT 296; MPV 8,5; PDW 17,1; PCT 0,3; Wir wissen echt nicht mehr was wir machen sollen. Ob röntgen oder nicht.
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

Steine in der Blase hätte der erste Tierarzt eigentlich schon beim Ultraschall erkennen können, allerdings kann man beim Ultraschall immer nur einen gewissen Querschnitt einsehen, so dass man gerade kleinere Steine häufig besser durch ein Röntgenbild erkennen kann.

Die meisten Hunde kann man gut ohne Narkose röntgen, wenn z.B. Herrchen oder Frauchen zur richtigen Lagerung im Raum bleiben und nur zum Auslösen den Raum verlassen. Bei sehr nervösen oder ängstlichen Hunden empfiehlt es sich etwa eine Stunde vor dem Termin eine Beruhigungstablette zu geben. Ich stelle bei solchen Tieren schon vorher die WErte am Röntgengerät ein und bereite alles vor, so dass der Hund nicht noch im Wartezimmer oder im Röntgenraum warten muss, sondern sofort dran kommt. Die Angst wird so nicht unnötig gesteigert..........

Das Blutbild ist absolut in Ordnung, noch nicht einmal die Entzündungszellen sind erhöht. Dies spricht dafür, dass kein schwererer bakterieller Infekt vorliegt, sondern vermutlich wirklich eher eine Reizung und Blutung der Schleimhaut durch Kristalle oder Steine. Steine oder Kristalle führen neben blutigem Urin zu Harnabsatzproblemen und immer wieder auftretenden Blasenentzündungen. Auch Tumore der Blase können zu blutigem Urin führen, allerdings liegen dann meist auch Veränderungen des Blutbildes vor (hier nicht der Fall).

Ich würde ebenfalls auf jeden Fall eine Röntgenaufnahme oder einen erneuten Ultraschall machen. Vielleicht haben Sie auch Glück und es liegt tatsächlich "nur" ein Problem mit Kristallen vor. In diesem Fall muss man den Urin regelmäßig kontrollieren. Den pH-Wert evtl. zu Hause, die Sedimentsuntersuchung beim Tierarzt.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank, können Sie mir noch bitte sagen wie lange muss ich das Antibiotikum noch geben, oder kann ich es absetzten? Weil, sonst muss ich gleich noch zum Arzt und neues Antibiotikum holen.
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

gerade bei Harnwegserkrankungen sollte das Antibiotikum mindestens über 10 besser über 14 bis 21 Tage gegeben werden. So lange noch Blut im Urin ist sollte man das Antibiotikum nicht absetzen und auch noch mind. 5 Tage nach Ende des blutigen Urins weitergeben.

Ich hoffe dies hilft Ihnen weiter
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ja, danke. Sollten Steine oder Krystalle vorhanden sein, wie äußert sich das bei meinem Hund. Kann ich das erkennen oder, auch wenn er schmerzen hat? Wie kann ich meinem Hund sofort helfen. Heute war der PH-Wert i.o.. Penis war kurzeitig dick und hart.
Hier sind noch die Laborwerte: Kalcium 2,7; Natrium 145; Kalium 4,4; Chlorid 114; CPSE: 37,6. Wie oft muss ich den Harnstatus machen lassen?
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

in der Anfangsphase sollte der Urin alle 2 - 3 Wochen untersucht werden. Wenn alles in Ordnung war kann man die Intervalle verlängern, so dass man den Urin letztendlich nur noch alle 6 Monate kontrollieren muss - dies kommt aber immer auch auf den Verlauf an.

Leider kann man die Steine nur durch Ultraschall oder Röntgen und die Kristalle nur durch eine Urinuntersuchung erkennen. Anzeichen für Schmerzen sind ein aufgezogener Rücken, Schmerzäußerungen beim Urinabsatz, blutiger Urin, häufiger Absatz von sehr kleinen Urinmengen.

Die Werte vom oben angegebenen Elektrolytprofil sind in Ordnung. Es reicht daher, wenn Sie regelmäßig den Urin kontrollieren lassen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Der neue Arzt hat mir Angst gemacht. Wenn ein Stau oder Verstopfung durch die Steine entsteht. Wie erkenn ich das und was muss ich tun? Am Freitag war der Urintest.
Urin+ und Spermien +.
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wenn die Harnröhre sich durch Steine oder eine massive Kristallbildung zusetzt führt dies dazu, dass der Hund keinen Urin mehr absetzen kann und sich die Blase immer weiter füllt. Nach einiger Zeit führt dies zu einem Rückstau des Urins in die Nieren.

Sollte dieser Fall eintreten wird Ihnen auffallen, dass der Hund immer wieder versucht Urin abzusetzen, aber nichts oder nur sehr wenig kommt. Sie sollten immer darauf achten, wie viel Urin der Hund absetzt. Man kann zur eigenen Beruhigung auch Buch darüber führen - wenn jeder der mit dem Hund Gassi geht einträgt ob dieser Urin abgesetzt hat (in relevanter Menge) bekommt man es früh genug mit, wenn dies auf einmal nicht mehr der Fall ist.

Neben dem erfolglosen Urinabsatz wird das Ganze für den Hund sehr schmerzhaft,sprich er wird Schmerzäußerungen zeigen. Zum einen zeigen diese Hunde Schmerzäußerungen beim Urinabsatzversuch, krümmen den Rücken auf, sind unruhig, etc.

Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt zeigen, wie man die Blase abtastet. In leerem oder nur schwach gefülltem Zustand ist sie für Laien nur schwer zu ertasten. Liegt aber eine "Harnröhrenverstopfung" vor, wird die Blase zu einem großen, wasserbombenähnlichem Gebilde welches auch Laien fühlen können. Sie wissen dann, dass Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen müssen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Liebe Tierärztin, ein erneuter Harnstatus hat ein PH-Wert von 6 ergeben.
Keine Leukozyten und keine Krystalle, aber viel zu viele rote Blutkörper und Spermien.
Der erste Arzt hat mir heute bestätigt, das laut Ultraschall keine Steine zu sehen sind und glaubt ein Prostataleiden liegt vor, wofür er auch schon Tardastrex vor circa 3 Wochen gespritzt hat und will jetzt ein Implantat setzen.
Den PH-Wert Senker (Methionin) soll ich unserem Hund weiter verabreichen (obwohl ich seit 1 Woche schon keinen mehr gebe und der PH-Wert immer i.o. ist). und Amoxiclav soll ich absetzen. Der zweite Arzt (vorige Woche) tendiert zu Steinen und will eine OP.
Inzwischen geht mir das Geld aus, was soll ich nun glauben? Denn, laut Blutbild waren doch alle Werte einschließlich der Prostata in Ordnung. Es wurde noch nicht geröntgt.
Was gibt es noch für Möglichkeiten? Soll ich den Chip in Erwägung ziehen? Was für ein Medikament ist der Chip und was ist dabei zu beachten und welche Nebenwirkungen können entstehen.
Der Kot ist stellenweise verfärbt, kann das von dem Antibiotikum kommen?
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

so wie Sie es beschreiben würde ich auch zunächst an eine vergrößerte Prostata danken, dies kann man jedoch eigentlich ziemlich einfach anhand einer rektalen Untersuchung mit dem Finger und einer Ultraschalluntersuchung erkennen.

Bis nicht eindeutig geklärt ist, was die Ursache für die Probleme Ihres Hundes ist würde ich das Antibiotikum nicht absetzen solange noch Blutzellen im Urin sind. So lange noch vermehrt Blutzellen im Urin sind kann man davon ausgehen, dass die Blasenschleimhaut gereizt ist - es setzen sich dann leichter Bakterien an der Schleimhaut ab. Auch eine verdickte Blasenschleimhaut kann man im Ultraschall erkennen.

ich persönlich bin kein Freund von sogenannten chemischen Kastrationen und mache dies nur, wenn der Besitzer später noch mit dem Hund züchten möchte und daher keine richtige Kastration möchte.

Im Allgemeinen ist es besser den Hund chirurgisch zu kastrieren. Sie greifen nicht medikamentös in den Hormonstoffwechsel des Hundes ein und haben zudem noch einige Vorteile durch die Kastration. Ältere Rüden haben häufig Probleme mit einer vergrößerten Prostata, dies kann durch eine Kastration vermieden werden, auch Hodentumore werden verhindert. Zudem haben Sie natürlich keinen Stress mehr mit läufigen Hündinnen.

Bei den chemischen Kastrationen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die erste ist die bereits von Ihrem Tierarzt verwendete Hormonspritze Tardastrex. Anbei ein paar Nebenwirkungen aus dem Beipackzettel:

Appetitsteigerung, vorübergehend erhöhter Durst und vermehrtes Wasserlassen. Gesteigerte Anhänglichkeit, ungewöhnlich ruhiges Verhalten. Haut- und Haarveränderungen an der Injektionsstelle. Verminderter Geschlechtstrieb. Manifestation eines latenten Diabetes mellitus, Gesäugetumore. Um eine unerwünschte Gewichtszunahme zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Appetitsteigerung nicht mit Futterzulagen zu beantworten,.....

Selbst der Hersteller gibt an, dass die Langzeitanwendung zu vermeiden ist. Eigentlich ist das Mittel nur für einen kurzen Zeitraum und nicht für eine dauerhafte Anwendung gedacht.

Als weitere Möglichkeit gibt es noch Suprelorin, das ist ein kleiner Chip der unter die Haut implantiert wird. Die Wirkung tritt nach ca. 6 Wochen ein und hält etwa 6 Monate. Suprelorin hat nicht so viele Nebenwirkungen, es kann aber zu einer starken Verkleinerung der Hoden führen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen ein wenig helfen. Wenn Sie mit dem Hund nicht mehr züchten wollen rate ich Ihnen zu einer chirurgischen Kastration, da diese für den Hund die wenigsten Nebenwirkungen hat. Wenn Sie nur ausprobieren wollen ob eine Kastration Ihre Probleme löst kann man es erst einmal mit einer chemischen Kastration probieren.

Da ich Ihren Hund nicht kenne ist es schwer zu sagen, welcher Tierarzt hier Recht hat. Allerdings ist es eigentlich kein Problem Steine in der Blase oder eine vergrößerte Prostata nachzuweisen. Fordern Sie von Ihrem Tierarzt eine eindeutige Diagnose.

Wie ist der Kot verfärbt (welche Farbe)?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank. Der Kot ist rötlich verfärbt

Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
eine rötliche Verfärbung deutet auf Blut im Kot hin. Bei rotem Kot kann man davon ausgehen, dass eine Blutung im unteren Verdauungstrakt also im Bereich von Enddarm oder Anus vorliegt. Dies kann verschiedene Ursachen haben, z.B. Geschwüre oder Fisteln im Bereich des Enddarmes. Dieses Symptom kommt allerdings auch bei Prostatavergrößerungen vor, da durch die vergrößerte Prostata das Darmlumen stark eingeengt ist und es so durch den Versuch Kot durch den DArm zu pressen immer wieder zu Verletzungen der Darmschleimhaut kommt. Eine Einengung des Darmlumens durch eine vergrößerte Prostata kann Ihr Tierarzt ebenfalls durch eine rektale Untersuchung feststellen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Eine vergößerte Prostata wurde vom ersten Arzt eindeutig bestätigt und es sind keine Steine laut Ultraschall diagnostiziert und keine Leukozyten. Wenn das große Blutbild keine Prostataerkrankung anzeigt, liegt dann trotzdem eine Prostatavergrößerung vor?

Das Antibiotikum (Amoxiclav 400g/100g) habe ich gestern abgesetzt auf Raten des ersten Tierarztes. Mein Hund bekommt seit circa 27 Tagen verschiedene Antibiotika (Amoxiclav ist das 3. Antibiotikum). Kann man nach 11/2 Tagen absetzen, das Antibiotikum gefahrlos wieder weitergeben?
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

anhand des Blutbildes kann man keine Prostatavergrößerung diagnostizieren, dies geht nur durch eine rektale Untersuchung oder eine Ultraschall- bzw. Röntgenuntersuchung. Selbst wenn also das Blutbild völlig normal war kann trotzdem eine Prostatavergrößerung vorliegen. Lediglich bei entzündlicher Vergrößerung wären die Entzündungszellen im Blut erhöht.

Das Antibiotikum könnte man durchaus einfach weitergeben, wenn allerdings sichergestellt ist, dass die Probleme durch die vergrößerte Prostata bedingt sind (und hiernach sieht es ja doch aus) sollte der Hund möglichst bald kastriert werden um seinen Problemen dauerhaft ein Ende zu setzen. Ich würde wie gesagt so lange noch Blut und Entzündungszellen im Urin sind lieber noch einige Tage länger das Antibiotikum eingeben.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich möchte mich nochmal herzlich bei Ihnen bedanken und Ihnen den Endstatus unserer Odyssee gerne mitteilen. Nach 4 Monatigen Untersuchungen von drei verschieden Tierärzten mit Ultraschall, Urinuntersuchungen, Spritzen, 4 verschiedene Antibiotika, viel Leid für unseren Hund, viel Ärger und viel Geld das wir bezahlen mussten ist es in der Tierklinik beim Ultraschall rausgekommen das unser Hund einen Hodentumor hat. Letzte Woche Mittwoch ist er operiert worden. Der Tumor hatte den einen Hoden schon komplett befallen. Wir wissen noch nicht ob er bösartig ist oder nicht. Wie kann es sein, das beim ersten Tierarzt beim Ultraschall das nicht erkannt wurde. Der Tumor war ja nicht erst seit gestern da. Das grosse Blutbild war ja angeblich in Ordnung. Aber er hatte immer Entzündungszellen und Blut im Urin. Wenn wir das alles geahnt hätten, wären wir sofort in die Klinik gefahren. Wir haben das Gefühl von den Tierärzten in Trier abgezockt worden zu sein. Hauptsache das Geld stimmt, aber keine vernünftige Diagnose stellen können.
Sie haben uns mit Ihrem Wissen aus der Entfernung mehr geholfen als die Tieräzte vor Ort, denen man jedes Wort aus der Nase ziehen musste um überhaupt zu erfahren was unser Hund hat. Es geht ihm seit dem Wochende etwas besser und wir hoffen das er wieder ganz gesund wird. Dadurch das er kastriert wurde hoffen wir das auch die Prostata keinen Ärger mehr macht.
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

schön, dass Sie mir noch einmal berichten. Es freut mich, dass nun endlich die Ursache für die Beschwerden Ihres Hundes gefunden wurde. Es erstaunt mich ehrlich gesagt auch, dass der Hodentumor beim ersten Ultraschall nicht erkannt wurde. Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass der Tierarzt sich auf Blase und Prostata konzentriert hat und den Hoden gar nicht geschallt hat. Ein Hodentumor führt allerdings normalerweise auch zu äußerlich erkennbaren Veränderungen (Vergrößerung, Formveränderung) des Hodens. Wenn hier nichts aufgefallen ist haben sich die Kollegen aufgrund des Blutes im Urin wahrscheinlich zu sehr auf Blase und Prostata versteift.

Ich denke auch, dass es gut ist, dass der Hund nun kastriert ist und keine Probleme mehr in Hinblick auf die Prostata auftreten können.

Hodentumore sind zum Glück nicht besonders metastasierfreudig, so dass man hoffen kann, dass der Tumor noch nicht gestreut hat.

Ich hoffe, dass es Ihrem Hund nun bald wieder richtig gut geht und er sein Leben (und Sie auch) wieder genießen kann.

Weiterhin alles Gute
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Unser Hund hat am Vorderfuss zwischen den Zehen eine Entzündung, es ist dick geschwollen und es tut ihm auch weh. Er tritt nicht auf. Es könnte ein kleiner Fremdkörper drin sein. Er hatte das schon öfter aber da konnten wir frühzeitig den Fremdkörper entfernen. Wir versuchen es mit Kernseife und Ischosalbe, hat unser Tierarzt gesagt sollen wir machen. 8-10Tage würde das dauern. Können wir ausserdem noch was tun oder sollen wir direkt in die Klinik. Er hat das seit 3 Tagen entzündet und es wird schlimmer.
Experte:  Kleintierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

normalerweise versucht man es erst einmal mit Zugsalbe (wie Sie schon gemacht haben) - wenn dies allerdings nicht innerhalb von 2 - 3 Tagen dazu führt, dass der Fremdkörper rauseitert und das Ganze besser wird würde ich Ihnen empfehlen die Stelle lieber von einem Tierarzt eröffnen zu lassen. Man kann den Fremdkörper dann meist einfach entfernen und die Stelle heilt innerhalb weniger Tage ab. Wenn der Fremdkörper nach 3 Tagen nicht von alleine rausgekommen ist denke ich nicht, dass dies von alleine noch passieren wird - hier ist meiner ANsicht nach die Belastung für den Hund zu groß.

Alles Gute für Ihren Hund

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