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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Hallo, meine Sch ferh ndin Samuela aus dem Sonnenhof verliert

Kundenfrage

Hallo,
meine Schäferhündin Samuela aus dem Sonnenhof verliert am Unterbau und runter an den Inneseiten der Schenkel alle haare. Da es hieß, wenig Fleisch füttern, hir haben schon das Futter auf Fisch umgestellt, seither ist die Entzündung weg. Sie ist fitt und verspelt und zeigt keine sonstigen Veränderungen.

Was kann man noch tun?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

folgende Ursachen kommen für Haarausfall u.a. in Frage:

 

1. Haarausfall meist mit Juckreiz:

-Hautparasiten (v.a. Milben, seltener Läuse, Haarlinge (man sieht viele kleine "Schuppen"); Diagnose durch Hautgeschabsel (mikroskopische Untersuchung von ein wenig mit Skalpell abgeschabter oberer Hautschicht) oder "diagnostische Therapie" z. B. mit stronghold (pfizer) oder advocate (Bayer), wirken gegen Milben

-bakterielle (dann meist eitrig stinkend) Hautentzündungen (oft Antibiose erforderlich),

-Allergie (z.B. Hausstaubmilben...) es gibt Bluttests zur Diagnose, evtl. spätere Hyposensibilisierung durch Injektionen, relativ teuer

-Futtermittelallergie (Diagnose meist durch Fütterungsversuch, Wirkung einer Diät merkt man oft erst nach bis zu 8-10 Wochen, Aussagewert der Blutuntersuchung Nutridex umstritten),

- Autoimmunerkrankungen (sehr selten)

-Hautpilz (Abstrich, meist kein starker Juckreiz, aber falls sekundär Bakterien dazukommen schon)

-schwere Stoffwechsel- oder Organkrankheiten (entsprechende weitere Symptome, evtl. Butuntersuchung machen lassen), nicht unbedingt Juckreiz, eher bei älteren Tieren

 

2. Haarausfall meist ohne Juckreiz

- Hormonstörungen, oft symetrischer Haarausfall, v.a. am Rücken

-Mangelerkrankungen, ist bei dem heutigen Futter sehr selten

-psychische Ursachen, gibt es gravierende Veränderungen im Umfeld des Hundes, "Stress"?

-Vergiftungen (sehr unwahrscheinlich)

 

Als erstes würde ich bei vorliegendem Juckreiz baldmöglichst zunächst auf Hautparasiten untersuchen bzw. behandeln lassen. Außerdem bitte die Analbeutel kontrollieren lassen (Angestautes Sekret kann in manchen Fällen eine Allergie verstärken). Danach wäre dann ein Abstich mit Untersuchung auf bakterielle Infektion und Pilzerkrankung sinnvoll.

Ohne Juckreiz sollte man als erstes auf eine Pilzinfektion sowie evtl. den Hormonstatus (z.B. Schilddrüse) testen.

 

Unterstützend könnten folgende Maßnahmen helfen:

-Shampoonieren der Haut mit veterinärmedizinischen Shampoos:

z.B. Malacep, falls Mallassezien mitbeteiligt sind

-Phytotherapie: Zur Reizlinderung eignet sich Cuticare-Hautbalsam (cp-pharma),

-Homöopathisch könnte man den Hautstoffwechsel durch die Gabe von 2x tgl. Sulfur D6 unterstützen, Silicea D6 3x 1Tablette ist oft gut bei Haarausfall (1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli direkt ins Maul oder mit Spritze mit etwas Wasser eingeben), die genaue Mittelwahl richtet sich aber nach der homöopathischen Anamnese. Mittelfristig wäre bei Fortdauer des Haarausfalls die Gabe des homöopathischen Konstitutionsmittels (erfasst das ganze Tier) sinnvoll. Suchen Sie bitte über die Gelben Seiten einen homöopathisch arbeitenden Tierarzt

-Futterumstellung (bei Juckreiz): zur Senkung der Reizschwelle, evtl. liegt bei Ihrem Hund eine Futterallergie vor; Selbst kochen: bisher nicht verwendete Komponenten, gut ist oft auch das Futter zd-ultra der Firma Hills) müssen 8-10 Wochen konsequent (absolut nichts anderes füttern!)durchgeführt werden

-Zur Unterstützung des Hautstoffwechsels außerdem ein Vitamin B-haltiges Vitaminpräparat (z.B. VMP-Tabletten, Pfizer, nicht geben falls Diät versucht wird!) für 4 Wochen

- essentielle Fettsäuren (z.B. Viacutan, Boehringer, Tierarzt) .

 

Ich würde auf jeden Fall beim Blut auch die Schilddrüsenwerte mitkontrollieren (Störungen der Schilddrüse rufen öfter Haarausfall hervor), bei der Haut sollte man unbedingt auch auf Pilzerkrankungen (oft Schuppen, roter Rand?) und hier insbesondere auch auf Mallassezien untersuchen.

 

Theoretisch sind auch psychische Auslöser möglich: Hat sich irgendetwas im Umfeld Ihres Hundes verändert oder wirkt sie gestresster? Dann wären Bachblüten-Rescue-Tropfen 4x täglich 4 Tropfen mit Wasser hilfreich

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

 

Udo Kind

 

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