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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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mein hund will nicht mehr fressen und hat heute auch so gut

Kundenfrage

mein hund will nicht mehr fressen und hat heute auch so gut wie nichts getrunken,und sie verliert auch schleimiges blut was hat sie denn sie ist 13 jahre alt
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

wo verliert Ihre Hündin denn schleimiges Blut? Scheide (evtl. Gebärmutterentzündung), Darm (evtl. Dickdarmentzündung), Maul (evtl. Zahnerkrankung)...

 

Baldmöglichst sollten Sie bitte zum Tierarzt gehen , wenn:

-Ihr Hund ausgetrocknet ist, dies erkennen Sie daran, daß

--die Schleimhäute blasser sind als sonst (Augenschleimhaut weißlicher oder gelblich (Leber);

--Maulschleimhaut: Kapillarfüllungszeit länger als 2 Sekunden, d.h. wenn man auf die rosafarbene Maulschleimhaut mit einem Finger drückt wird sie blaß und muß dann innerhalb von höchstens 2 Sekunden wieder roa sein, wenn es länger dauert: Zeichen für Austrocknung

--eine von Ihnen mit den Fingern gezogene Hautfalte verstricht nicht sofort wieder

-Ihr Hund sich morgen auch noch mit Brechen, Übelkeit und mit Würgereiz quält

-Temperatur (rektal gemessen) außerhalb des Normalbereichs von 38° bis 39° Sie sagen "keine Temperatur", wie hoch war sie denn? ( Achtung: Untertemperatur (v.a. unter 37,5° wäre besorgniserregender als etwas Fieber)

-das Allgemeinbefinden Ihres Hundes sehr gestört ist (sehr ruhelos oder zieht sich vollkommen zurück) .

-noch öfter blutigen Schleim verliert

-der Bauchumfang stark zunimmt , der Bauch hart und angepannt ist

-Ihr Hund immer wieder seinen Bauch (oder eine andere Stelle leckt (Hinweis auf Schmerzen)

 

Nicht- bzw. Schlechtfressen Ihres Hundes kann viele Ursachen haben:

-Magen-Darmprobleme, hören Sie Magen-Darm-Geräusche, erbricht Ihr Hund?

Fühlen Sie bitte den Bauch Ihres Hundes. Sollte er dort angespannter und härter sein als sonst sowie sich sehr gegen Ihre Untersuchung wehren, hat er wahrscheinlich Schmerzen.

 

-Infektionskrankheit. Messen Sie bitte die Temperatur Ihres Hundes (rektal, etwas Creme oder Öl an´s Thermometer machen), normal ist eine Temperatur unter 39°. Bei Fieber über 39,5° sollten Sie Ihren Hundes auf jeden Fall baldmöglichst Ihrem Tierarzt vorstellen. Evtl. sind Antibiotika erforderlich. Ebenso bei Temperaturen unter 37,5° (braucht dann Infusionen!)

 

-Entzündungen im Maul (Zähne, Zahnfleisch) oder auch Rachen, Mandeln; manchmal mit wechselnder Intensität. Manche Hunde verweigern deshalb phasenweise ihr Fressen. Falls für Sie gefahrlos möglich, bitte ins Maul schauen, Zunge runterdrücken (Mandeln in den Taschen?), besser aber tierärztliche Untersuchung

 

Organerkrankungen (Niere, Leber,Schilddrüse...) können ebenfalls zu Appetitlosigkeit (und manchmal auch Bauchschmerzen) führen. Sie können mit einer Blutuntersuchung festgestellt / ausgeschlossen werden.

 

-psychische Probleme (selten): Gab es besondere Vorkommnisse (z.B. Abwesenheit einer geliebten Person)?

 

Kann sich Ihr Hund normal bewegen? Wann war der letzte Kot- und Urinabsatzabsatz ? Schleckt er sich irgendwo vermehrt? (dies deutet oft auf Schmerzen in diesem Bereich hin).

 

Versuchsweise können Sie das Futter erwärmen (riecht dann besser und wird eher genommen) und evtl. auch pürieren. Sollte der Hund dann aber weiter lustlos wenig oder nichts nehmen , sollten Sie ihn baldmöglichst einem Tierarzt vorstellen, um keine Krankheit zu verschleppen (ist dann oft schwerer und langwieriger zu behandeln). Falls Ihr Hund deutliche Magenprobleme hat, füttern Sie bitte eine Diät mit leicht verdaulichem Futter (z.B. mageres Geflügelfleisch, Hüttenkäse, Reis) in kleinen Portionen, ein magenschonendes Fertigfutter ist z.B. Gastro-intestinal von Royal canin. Einige Hunde vertragen vom Magen her Feuchtfutter besser als Trockenfutter (muß man versuchen).

 

Unterstützend (aber keinesfalls den Tierarztbesuch ersetzend) können Sie folgendes tun:

- Lycopodium D6 (Appetit anregend und die Leber unterstützend) 3x täglich 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli (am Besten mit etwas Wasser unabhängig vom Futter) geben.

Bei Magenproblemen: Nux vomica D6 3x täglich 1 Tablette

-falls keine Magen-Darmprobleme vorhanden wäre eine hochkalorische Vitaminpaste (calopet, vom Tierarzt oder gimpet, Zoohandel) sinnvoll. Längerfristig wäre die Gabe von Vitamin-B-Tabletten (z.B. VMP-Tabletten, Pfizer) hilfreich

-Vom Tierarzt erhältlich ist Vitaltrunk, eine Hundeflüssignahrung, die sich auch per Spritze verabreichen lässt und die so oft auch von Hunden genommen wird, die sonst nicht mehr fressen. Falls nicht mehr erhältlich: Reconvales Tonoicum Hund (alfavet)

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 

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