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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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mein name ist annelies kolb und ich wohne in der n he von bad

Kundenfrage

mein name ist annelies kolb und ich wohne in der nähe von bad bergzabern.
nun habe ich ein riesenproblem mit meinem 14jahre alten hütehund, der seit 2 wochen schmerzmittel bekam für seine beine, die er nicht so richtig ordnen konnte. es ging jetzt besser bis heute mittag da konnte er seine hinterbeine nicht mehr aufrichten. und jetzt liegt er da und probiert unter geschrei aufzustehen. ich habe meinen tierarzt verständigt, leider bis jetzt habe ich keine nachricht von ihm. ich weiss nicht mehr weiter. der hund wiegt ca 50 kg, deswegen kann ich ihn nicht zum arzt fahren. jetzt hätte ich gerne gewusst, ob dies von den tabletten kommt ich kenne keinen namen davon, sie waren lose eingepackt. für einen rat wäre ich sehr dankbar gruss a. kolb
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

wenn beide Hinterbeine gleich betroffen sind kommen insbesondere folgende Erkrankungen in Frage:

 

-Wirbelsäulenproblem, Kompression/Schädigung des Rückenmarks bzw. der austretenden Nerven (insbesondere durch einen Bandscheibenvorfall oder knöcherne Zubildungen (Spondylosen)) vorliegt. Relativ häufig ist das sogenannte Cauda eqina-Syndrom ( =Verengung und Kompressionen der Nerven im Übergang der Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein). Durch die Schädigung der Nerven funktionieren oft die Reflexe nur noch eingeschränkt (Prüfung durch Tierarzt).

Weitere Diagnose durch Röntgenaufnahme der Wirbelsäule (je nach Befund des normalen Röntgens bei Bedarf. sogar mit Myelographie= Darstellung des Rückenmarks mit Kontrastmittel)

 

-Es könnte sich auch um "einfache" schmerzende Arthrosen (meist Hüftgelenke, seltener auch Knie) handeln (Diagnose auch hier durch Röntgen, meist eine Seite stärkere Probleme).

 

Da Ihr Hund aber gar nicht mehr aufstehen kann, ist ein Wirbelsäulenproblem (evtl. auch Thrombembolie) am wahrscheinlichsten.

 

Versuchen Sie bitte in einer Tierklinik anzurufen, ob man jemand zu Ihnen schicken kann oder ob es ein Tiertaxi gibt (können Sie auch in Gelben Seiten suchen). Eine Baldmögliche Behandlung ist erforderlich.

 

Ob ein entzündungshemmendes Schmerzmittel (alleine ?) die sinnvollste Behandlung ist kann nur ein Tierarzt vor Ort in der Regel mit Hilfe von Röntgenaufnahmen entscheiden. Manchmal ist die Gabe von Cortison oder sogar eine Operation erforderlich.

 

Bei den Schmerzmitteln für den Bewegungsapparat und die Wirbelsäule haben sich v.a. die NSAID (nicht cortisonhaltige entzündungshemmende Schmerzmittel) bewährt, hier insbesondere:

- Carprofen (z.B. Rimadyl)

- Meloxicam (z.B: Metacam)

- Firocoxib (z.B. Previcox), das französische locox enthält möglicherweise diesen Wirkstoff (?)

Alle wirken entzündungs- und schmerzstillend sowie abschwellend. Sie sind nur beim Tierarzt erhältlich.Die in der Humanmedizin gebräuchlichen Schmerzmittel (z.B. ASS (Aspirin), Paracetamol und andere) sollten nicht gegeben werden, da sie ein deutlich höheres Nebenwirkungsrisiko beim Hund haben.

Welches Mittel am besten wirkt, muß man ausprobieren. Sie greifen an verschiedenen Stellen der Entzündungs- und Schmerzentstehung an und welcher Angriffspunkt der Effektivste ist, hängt individuell vom zu behandelnden Tier ab.

Gleiches gilt für die Nebenwirkungen. Am häufigsten sind Durchfälle, in seltenen Fällen sogar blutig. Welches Mittel am besten vertragen wird ist individuell verschieden.

Bei jeder Gabe von Schmerzmitteln muß man darauf achten, daß sich der Hund nicht zu heftig bewegt und dadurch die eigentliche Genesung behindert. Bei Ihrem Hund scheint es bisher keine Besserung zu geben, wie lange geben Sie locox denn schon?

 

In seltenen Fällen zum Abschwellen im Anfangsstadium bei Wirbelsäulenproblemen manchmal auch Cortisone gegeben werden, dies kann nur der Tierarzt vor Ort entscheiden; ebenso auch ob operative Verfahren oder andere Medikamente angezeigt sind.

 

Unterstützend könnte noch folgende Arznei gegeben werden (keinesfalls einen Tierarztbesuch ersetzend):

-Canosan (Boehringer, bänder- und sehnenstabiliierend, enthält Gonex und Glykosaminoglykane, erhältlich beim Tierarzt)

-bei Wirbelsäulenursache: Nux vomica D6 3x tägl 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli (evtl. mit etwas Wasser, aber ohne Futter) ins Maul Ihres Hundes geben. 14 Tage, dann evtl. Umstellung auf Rhus toxicodendron D6 3 x täglich 1 Tablette., in den ersten 3 Tagen zusätzlich Arnika D6 3 x täglich. Falls Arthrosen die Ursache sind: kein Nux vomica, sondern direkt mit Rhus toxicodendron beginnen

- VitaminB wirkt allgemein positiv auf die Heilung von Nervenschädigungen.

 

Ich drücke Ihnen die Daumen!

 

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind