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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Unsere beiden Katzen leben jetzt schon fast 4 Jahre zusammen

Kundenfrage

Unsere beiden Katzen leben jetzt schon fast 4 Jahre zusammen und können sich immer noch nicht "riechen", die Ältere (kleinere) ist gegenüber dem Kater (groß) aggressiv, faucht und schlägt mit der Pfote. Ich habe den Eindruck, der Kater hat schon einen richtigen Knacks weg, er erschrickt leicht, läuft davon, hält den Kopf immer gesenkt...(kommt mir fast vor wie eine Depression oder Furcht?!).
Beide Katzen sind viel im Freien, aber auch gerne im Haus, beide kommt auch imme zu mir oder den Kindern zum kuscheln und schlafen jeweils am Fußende der Kinderbetten.Der Kater war schon mehrmals verletzt, 1 x sicher von etwas Größerem, die anderen Male wissen wir nicht!
Eine Kollegin hat mir gesagt, ich sollte es vielleicht mal mit Bachblüten oder "Felifriend" versuchen, oder haben sie vielleicht noch einen anderen Tip!
Vielen Danke
Renate
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

manchmal ist ein starkes Erschrecken oder plötzliche Schmerzen einer Katze, die diese Empfindung fälschlich mit der anderen Katze in Verbindung bringt, Auslöser für plötzliches aggressives Verhalten.

Um organische Ursachen auszuschliessen wäre eine tierärztliche Untersuchung v.a. der aggressiven Katze (aufrechte Ohren., baut sich groß auf) z.B auf Überfunktion der Schilddrüse und Entzündungen sinnvoll.

 

Bitte stellen Sie sich auch folgende Fragen:

-Ist irgend etwas passiert, hat sich etwas in der Wohnung verändert, verhält sich abgesehen von der Aggression eine der Katzen anders als früher (Appetit, Durst...)

 

Ältere Katzen sind manchmal von der unruhigen Zudringlichkeit junger Katzen genervt und reagieren dann aggressiv. Inzwischen scheint es sich bei Ihnen um massive Streitigkeiten zu handeln. Bitte beobachten Sie Ihre Katzen, ob sie unmittelbar vor dem Angriff:

- Dominanzverhalten (aufgerichtete Ohren, peitschenden Schwanz, aufgerichteter Körper, enge Pupillen., eher Brummen...) zeigt oder es sich um

-aggressive Verteidigung handelt, z.B. weil die Neue sie angestarrt hat (angelegte Ohren, eingeklemmter Schwanz, geduckte Haltung, weite Pupillen, Fauchen und Spucken...)

 

Folgende Methoden könnten helfen, die Situation zu entspannen:

Sie können noch Folgendes versuchen :

 

A) Verhaltenstraining

- Pheromonaustausch zwischen den Katzen (Mit Wattebausch oder Zellstoff über die Haut der Unterkieferäste streichen - dort haben Katzen Duftdrüsen, mit denen sie Gegenstände mit ihrem Eigengeruch markieren- , anschließend wird der so gewonnene

Duftstoff auf dem Rücken und der Schulter des anderen Tieres verteilt

dann die jeweilige Katze loben und füttern ( gemeinsamer Gruppengeruch,,so wird der Duft der anderen Katze mit Angenehmem verknüpft). Diesen Pheromonaustausch sollten Sie möglichst unmittelbar vor jeder Fütterung und möglichst auch vor anderen für die Katzen angenehmen Dingen (Schmusen, Streicheln, Spielen) durchführen.

 

Beim längeren Zusammensein (am Besten während der gewohnten Streichel- und Schmusezeit, die die alten Katzen gewöhnt sind):

-Alle Katzen liebevoll streicheln (alle sollten sich geborgen fühlen), evtl. alle Katzen etwas Leberwurst (oder eine andere Lieblingsspeise vom Finger lecken lassen

-Um gegenseitige Fellpflege zu animieren kann man dann etwas Leberwurst oder Sahne (oder sonst eine Lieblingsspeise) auf das Fell beider Katzen streichen.

 

B) Medikamente

Unterstützen könnte man die Verhaltenstherapie mit folgenden Medikamenten:

- Rescue-Bachblütentropfen (4x täglich)

-Felifriend ist auf jeden Fall gut (sorgt für gemeinsamen Gruppengeruch)

- Feliway-Zerstäuber haben Sie ja schon verwendet

-als homöopathisches Mittel könnte der Aggressiveren Lachesis D12 2x täglich 1 zerpulverte Tablette oder 5 Globuli gegeben werden , der Nr. 2 Natrium chloratum D12 2x täglich oder Ignatia D12 2x tgl. für die sich zurückziehende; 1 Gabe heißt 5 Kügelchen oder 1 zerpulverte Tablette mit Katzenmilch schlecken lassen oder mit etwas Wasser mit Spritze ins Maul geben

-beiden Katzen einmalig Chamomilla C200 geben

 

In manchen Fällen ist eine systematische Desensibilisierung mit Therapiekäfig nötig:

wechselndes Einsperren der Katzen in einen Therapiekäfig für ein paar Stunden, in dem nur Platz für Schlafplatz, 2Toiletten und dem Futter- und Wassernapf ist, Wichtig ist, daß die Katzen allmählich an den Käfig gewöhnt werden (nur noch dort füttern, loben, wenn Katze im Käfig, zunächst immer Tür geöffnet lassen, bis Käfig etwas Angenehmes darstellt). Bitte wenden Sie sich hierzu an einen verhaltenstherapeutisch arbeitnden Tierarzt vor Ort.

 

Es gibt aber immer wieder Einzelfälle, wo sich Katzen nicht "riechen" können, so wie dies bei Menschen ja auch ist. Dies ist aber sehr selten, zu Mindest eine Gewöhnung (Katzen akzeptieren sich gegenseitig) ist fast immer möglich.

 

Viel Erfolg!

 

Ich hoffe, dass ich Ihnen helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

sicherheitshalber würde ich den Urin Ihrer Katze untersuchen lassen (Feststellen von Erkrankungen von Blase - auch wenn diese eher unwahrscheinlich sind, da dann meist häufigerer Urinabsatz - oder Niere). Evtl. ist auch ein Geriatrisches Profil (Blutuntersuchug, bei der alle wichtigen Organe einschl. der Nieren untersucht werden und auch das Butbild wird untersucht, insbesondere falls die Katze mehr trinkt, was natürlich auch zu Unsauberkeit führen kann) sinnvoll.

 

Falls pathologische Urinveränderungen nicht vorliegen, liegt häufig die Ursache für Unsauberkeitsprobleme oft in Unwohlsein oder Stresssituationen. Katzen schaffen sich durch Harn-Geruchsmarken ein für sie sichereres Umfeld. In selteneren Fällen kann es sich auch um aufmerksamkeitsheischendes Vehalten handeln. Striet zwischen Katzen ist eine häufige Ursache

Bitte überlegen Sie, ob sich irgendetwas im Umfeld der Katzen verändert hat. Unsauberkeit kommt auch vor, wenn eine Katze ab und zu Schmerzen hat.

 

Falls keine Organstörungen vorliegen, könnten folgende Maßnahmen helfen, das Problem zu beheben:

-sollten Sie Ihre Katze dabei "erwischen", daß sie Urin außerhalb der Katzentoilette absetzen, könnten Sie sie mit Wasser bespritzen (große Spritze von Tierarzt oder Wasserpistole). Dies macht aber nur Sinn, wenn Sie die Katze direkt beim Falschplatzieren des Urins erwischen. Eine Bestrafung muß immer zeitgleich oder allerhöchstens 3 Sekunden nach der unerwünschten Handlung erfolgen (Assoziationszeit)

-Toilettenbenutzungstraining: Alle 2-3 Stunden sowie nach den Hauptmahlzeiten die Katze lobend auf´s Klo setzen (haben Sie ja schon versucht, trotzdem immer wieder mal versuchen). Das höchste Lob, das schönste Streicheln und das leckerste Lieblingsfressen gibt es erfolgreichem Urinabsatz auf der Toilette

-Zum Reinigen verunreinigter Stellen nur Neutralreiniger verwenden, manche Katzen werden z.B. durch Essigreiniger animiert, diesen mit Kot oder Urin zu überdecken. Wichtig ist, daß die Katze beim Säubern nicht dabei ist, da dies auf manche Katzen bestärkend für Ihre Unsauberkeit wirkt.

-danach Geruchsvernichter z.B. vetenzym (albrecht, Tierarzt) oder

http://www.geruchsentferner24.de/Produkte/BioPet/BioPet-Uringeruchentferner-Set-Versandkostenfrei-Uringeruchentferner-Set::::a0004:15.html ) besprühen (Vorsicht: Vorher an einer kleinen Stelle ausprobieren, ob Ihr Boden das Spray verträgt, was allerdings fast immer der Fall ist)

-Falls immer auf dieselbe Stelle uriniert wird, dort Futter- und Wassernapf aufstellen oder Trockenfutterpellets ausstreuen (Keine Katze uriniert in ihr Futter).

-außerdem hilft es oft, die Bereiche mit knisternder Alufolie oder Baufolie auszulegen

-Grundsätzlich sollte es mehrere Toiletten in der Wohnung geben (bei Problemen immer mindestens 1 Toilette mehr als Katzen, nicht überdacht, Einstreu mindestens 4cm hoch, Einstreu mindestens 2x pro Woche wechseln, Toilette nur mit heißem Wasser + Bürste + geruchsfreier Neutralseife reinigen)

-Spray oder Verdampfer "Feliway" (Ceva, gibt´s beim Tierarzt,ein katzenspezifischer Wohlfühlduftstoff, der manchmal ziemlich rasch wirkt; Pheromon, mit dem Katzen beim Köpfchenreiben markieren) ; der Verdampfer wird in eine Steckdose gesteckt und gibt den für uns unriechbaren Duft 4 Wochen ab.

-Selgian (Ceva, nur über Tierarzt) zum Abbau von Stress und Angst, die erwünschte Wirkung tritt hier aber oft erst nach 3-4 Wochen ein. Ich würde zunächst nur Feliway probieren

-Für manche Katzen werden die Toiletten durch Befüllen mit Garten- oder Blumenerde sehr interessant und sie setzen dann dort bevorzugt ihren Kot/Urin ab. Zu Mindest mit einer Katzentoilette sollten Sie dies versuchen

-Grundsätzlich sollte Ihre Katze für jeden Toilettengang ausgiebig gelobt werden (auch für´s Koten), (Streicheln, Reden, evtl. ein wenig Lieblingsfutter)

 

-Unterstützend können Bachblüten-Rescuetropfen (4x täglich 5 Tropfen) wirken

-Ignatia D30 3 Einzelgaben an 1 Tag (5 Globuli oder 1 zerpulverte Tablette mit etwas Katzenmilch geben) ist bei Unsauberkeit durch Unsicherheit manchmal hilfreich, falls dies keine Wirkung zeigt, könnte man Argentum nitricum D12 3x täglich eine Gabe über eine längere Zeit geben.

 

Haben Sie noch eine Frage?

Falls Sie keine Ergänzungsfrage mehr haben, würde ich Sie bitten, fairerweise und den allgemeinen Abläufen bei just-answer entsprechend auf "Akzeptieren" zu klicken. Vielen Dank XXXXX XXXXX!

 

Freundliche Grüße,

 

Udo Kind