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PferdeDoktor
PferdeDoktor, Tierarzt
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 517
Erfahrung:  Herstellung v.Impfstoffen geg.chronische Infekte durch Bakterien,Pilze etc. bei Antibiotikaresistenz
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Unser Hund (11 Jahre, m nnlich, Sch ferhundmix) leidet immer

Kundenfrage

Unser Hund (11 Jahre, männlich, Schäferhundmix) leidet immer wieder unter schlimmer Verstopfung. Der Kot verhärtet sich im Enddarm, der Hund presst immer wieder, es ist jedoch kein Abgang zu beobachten. Wir konnten dies auch beobachten, nachdem der Hund Knochen aus dem Wald anschleppte und auffraß. Dies haben wir nun unterbunden. Es kommt jedoch weiterhin zu Verstopfungen.Heute wollte ich auf Anraten eines Tieraztes einen Einlauf machen, musste aber feststellen, das der harte Kot am Darmausgang festsaß, so das ich ihn vorsichtig herausarbeiten musste. Ich vermute, das wir die Fütterung umstellen müssen. Wir füttern Naß-und Trockenfutter aus dem Discounter. Unsere Tierärzte raten immer nur, Einläufe zu machen, bzw. dem Hund Speiseöl zu füttern. Was könnte die Ursache sein und was raten Sie?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  PferdeDoktor hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag. Versuchen Sie es mit " natürlichem " Futter, d.h. von Ihrem Mezger, Lunge und Pansen ( günstig ) einkaufen,kochen und verfüttern,.Öliges können Sie schon beibehalten. Da Ihr Hund alles Flüssigkeit " recycled " , so dass kaum welche im Enddarm übrig bleibt, könnte der feste Kot auf zu wenig Wasserzunahme zurückzuführen sein. Geben Sie Wasser zur genüge zur verfügung. Viel Erfolg.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Wasser steht dem Hund immer ausreichend zur Verfügung, was also könnte der Auslöser für diese Verstopfung sein? Kann dies auch altersbedingt sein oder kann eine Störung des Verdauungsprozesses dies hervorrufen? Würden Sie außerdem ein Medikament zur Unterstützung empfehlen? Unser Tierarzt stellte auch die Diagnose, das durch die mehrfachen Verstopfungen im Darm Ausweitungen und Nebenkammern entstehen können, in den sich dann der Kot immer wieder sammeln würde so das die nächste Verstopfung praktisch vorprogrammiert sei. Ist dies allein durch Futterumstellung zu verhindern?

Mit freundlichem Gruß
Annette Kindervater
Experte:  PferdeDoktor hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag Wenn der Hund geung Wasser erhält, kann die Verstopfung nur noch altersbedingt sein. Diese kammernförmigen Ausweitungen ( Divertikel ) können tatsächlich Kotmengen " beherbergen " die zur nächsten Verstopfung führen. Jetzt sofort kann ich Ihnen nur MICROCLIST aus der Apotheke empfehlen, dass zuminedest der Mastdarm erleichtert werden kann. Kaufen Sie gleich ca 10 Tuben davon und machen den Einlauf. Viel Erfolg
PferdeDoktor, Tierarzt
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 517
Erfahrung: Herstellung v.Impfstoffen geg.chronische Infekte durch Bakterien,Pilze etc. bei Antibiotikaresistenz
PferdeDoktor und weitere Experten für Tiermedizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo,

 

wenn Ihr Hund noch sehr fit ist, Herz und Blutlaborwerte in Ordnung sind und wirklich größere Rektumdivertikel nachgewiesen sind, würde ich Ihren Rüden evtl. operieren lassen. Ihr Hund ist jetzt etwa 80 Menschenjahre (Gewichtsklasse 15 - 45 kg), es ist also ein "Grenzbereich". Bei kleinen Divertikeln würde ich es mit Weichhalten des Kotes versuchen, da eine Narkose doch eine gewisse Belastung der entgiftenden Organe (Leber und Niere) und des Herzens bedeutet.

 

Ein "Rektumdivertikel" ist eine Ausstülpung der Schleimhaut des Enddarms als Folge eines Risses der Muskulatur. In dieser Ausstülpung kann sich immer wieder Kot ansammeln und die Ausstülpung wird im Lauf der Zeit oft immer größer. Da ein Rektumdivertikel gehäuft bei älteren Rüden vorkommt wird bei der OP zur Vorbeugung eines Rezidivs (Wiederauftretens) die gleichzeitige Kastration empfohlen. Dabei werden beide Hoden entfernt. Rüden werden dann evtl. etwas ruhiger und man muß mit der Fütterung noch etwas zurückhaltender sein, da Kastraten leichter dick werden.

 

Wenn man nicht operiert muß man versuchen den Kot durch Fütterung und evtl. Zusatz von Laxantien (milden Abführmitteln) weich zu halten, damit der Kotabsatz leicht ist und kein Kot in die Aussackung gepresst wird.

Folgendes ist hierzu hilfreich (Wirkungsstärke in Reihenfolge zunehmend):

-etwas (1 Eßlöffel) Ölsardinenöl oder Thunfischöl oder Sahne ins Fressen geben (wird überwiegend verdaut, fördert aber die Passage)

-viel Bewegung

-1 Teelöffel bis 1 Eßlöffel Weizenkleie oder Leinsamen zum Fressen dazu geben

-Lactulose 0,5ml (-2ml) pro kg 1-2 x täglich

-Paraffinöl (0,5 ml (-1ml) pro kg, 1-2 x täglich

 

Evtl. muß man aber den Kot auch immer wieder vorsichtig aus der Aussackung rausdrücken, am Besten von außen soweit möglich, manchmal aber auch durch rektales Eingehen mit Finger (Handschuh, Paraffin als Gleitmittel).

 

Ich hoffe, daß ich Ihnen etwas helfen konnte, und bitte Sie, nicht zu vergessen auf "akzeptieren" zu klicken. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & viele Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind