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Tierarzt - Homöopathie
Tierarzt - Homöopathie, Dr. med. vet.
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 12820
Erfahrung:  Approbation (1986), Zusatzbezeichnung Homöopathie (1991), eigene Kleintierpraxis seit 1996
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Tierarzt - Homöopathie ist jetzt online.

Hallo, ich habe eine 15 jahre alte Yorki H ndin. Seit Samstag

Kundenfrage

Hallo,

ich habe eine 15 jahre alte Yorki Hündin. Seit Samstag hat sie immer wieder so hustenartige Anfälle. Das geht ein paar Minuten und dann ist wieder Ruhe. Sie macht aber keinen typischen kranken Eindruck wie sonst, wenn sie etwas hatte. Sie frisst, will kuscheln und mit ihren Leckerlies spielen :-)
Könnte dies ein Husten sein?

Danke XXXXX XXXXX Antwort
Liebe Grüße
Stefanie Beck
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Tierarzt - Homöopathie hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,

 

Husten bei älteren Hunden hat v.a. folgende Ursachen:

-Herzerkrankungen (meist durch Lungenödem, dh. Wasseransmmlung in der Lunge, Husten oft beim ersten Aufstehen) bitte lasen Sie Ihren Hund abhören, evtl auch Ultraschall erforderlich

-Entzündungen (Rachen, Mandeln, Nase, Kehlkopf) meist infektiös (Viren und Bakterien), teilweise mit Fieber, d.h. rektal gemessene Temperatur über 39°

-Kehlkopflähmungen oder ein zu langes Gaumensegel

-Gewebewucherungen im Rachen/Kehkopfbereich (im Alter öfter auch Tumore)

-schlaffes Gaumensegel

-Fremdkörper im Rachenbereich (z.B. Grashalm), für diese Möglichkeit spricht der plötzliche Beginn

-allergische Ursachen (v.a. bei Teppichböden im Winter)

 

Zur Diagnose sind Abhören sowie Untersuchung von Maul und Rachen (evtl. mit Abstrich) nötig. In sehr seltenen Fällenl sind sogar auch endoskopische Untersuchungen nötig. Sie können -falls für Sie gefahrlos möglich- auch selbst mal den Rachen anschauen (Zunge runterdrücken) und schauen, ob Sie einen Fremdkörper oder eine gerötete Stelle oder geschwollene Mandeln (normal: liegen vollkommen in den Mandeltaschen) sehen; besser aber tierärztliche Kontrolle.

 

Bei akuten Infektionen liegt meist Fieber vor (rektal über 39°, bitte rektal messen).

"Zwingerhusten" ist oft langwierig, da es sich überwiegend um eine virale Erkrankung handelt (Behandlung derviralen Komponente nur über Steigerung der Abwehr), manchmal sind aber auch Bakterien (u.a. Bordetellen) beteiligt, die mit einem Antibiotikum behandelt werden könnten (Abklärung mit Abstrich oder Therapieversuch)

Die symptomatische Behandlung mit Atussin-Hustensaft oder Schleimlösern (Bisolvon oder ACC richtet sich nach den Empfehlungen Ihres Tierarztes.

 

Unterstützend können folgende Maßnahmen helfen:

-Canipulmin (Plantavet, über Tierarzt): Ergänzungsfuttermittel u.a mit Thymian und Efeu zur allgemeinen Unterstützung der Atemfunktion

-Prießnitzwickel: feucht-kaltes Tuch um Hals, darum trockenes Tuch, darum dicken Wollschal, 2 Stunden belassen, danach Hals gut trockenreiben; fördert reaktiv die Durchblutung und damit die Abwehr im Halsbereich

-Vitamingaben, "astoral Immustim H" (Firma almapharm, gibt´s beim Tierarzt)

-Echinacea D1 und Ferrum phosphoricm D6 (je 3x täglich 1 Tablette, beide imunstimulierend); Gaben anderer homöopathischer Mittel richten sich nach betroffenem Bereich (tierärztliche Abklärung) und nach den Allgemeinsymptomen: z.B. Spongia D6 3x 1 Tabl. oft gut bei Kehlkopfentzündungen. Allgemein bei Husten bewährt sind auch die homöopathischen Komplexmittel "Virupect", eher akute Phase mit v.a. nächtlichem Reizhusten und "Tussistin" , schon länger bestehend mehr Schleim.

-Herzmedikamente sind verschreibungspflichtig, unterstützend könnte man als Ergänzung Crataegus-Lösung oder Cralonin geben, falls es sich um einen „Herzhusten" handelt.

 

Auf jeden Fall sollte Ihr Hund möglichst tierärztlich untersucht werden.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und bitte Sie, daran zu denken auf "akzeptieren" zu klicken. Über eine positive Bewertung würde ich mich natürlich auch freuen. Im Voraus besten Dank.

 

Alles Gute & freundliche Grüße aus Nürnberg,

 

Udo Kind

 



Verändert von Tierarzt - Homöopathie am 21.02.2011 um 11:17 Uhr EST

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