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Haustierärztin
Haustierärztin, Tierärztin
Kategorie: Tiermedizin
Zufriedene Kunden: 156
Erfahrung:  mehrjährige Berufserfahrung, eigene Praxis
47960182
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Haustierärztin ist jetzt online.

Schilderung der Untersuchung Zuerst wurden die Welpen auf

Kundenfrage

Schilderung der Untersuchung: Zuerst wurden die Welpen auf Giardien untersucht, Schnelltest angeblich positiv,dann auf eventuellen Zwingerhusten,angeblich positiv.Selbst auf meine frage ob es Parvo sein könnte wurde diese Möglichkeit verneint,aber auch kein Test gemacht. nach einem weiterem besuch habe ich darauf bestanden einen test zu machen der dann auch positiv war.konnte auch nicht mehr anders,nach dem verlauf wie die Welpen befallen und sich gezeigt haben.Was wir alles an Geld bezahlt haben alleine für wirklich teure tabletten gegen Giardien darf man nicht drüber nachdenken,da wir Hunde züchten und einige mehr haben als andere. Was ich wissen möchte ist,kann ich die hunde die noch keinerlei Anzeichen zeigen Impfen lassen oder lieber nicht.Und was ich auch noch wissen möchte kann ich neben den bekannten Mitteln noch irgend etwas geben wofür ich nicht zum Tierarzt muss um die hunde zu stärken damit ich so viel wie möglich machen kann damit die nicht auch noch krank werden. Welche Behandlung würden Sie vorschlagen bei den betroffenen und bei den nicht betroffenen.Ich bitte wirklich um Infos alles bitte senden was ich tun kann.Na ja Sie kennen sicher die vielen Fragen die man dann hat. Danke

Mfg

E.K.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Tiermedizin
Experte:  Haustierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

vorweg: den Vertrauensverlust kann ich gut nachvollziehen. Aber ich sehe auch an der Fragestellung, daß Sie das Management Ihres Bestandes verändern müssen.
Ich würde unabhängig von der aktuellen Erkrankung grundsätzlich so vorgehen:


a) Hygienemanagement mit regelmäßigen Desinfektionen der Boxen,
b) Parasitenkontrolle: Entwurmungsplan und regelmäßige Entwurmung des gesamten Bestandes. Um die Medikamentenkosten zu senken bzw. überhaupt ein Gefühl für die Wurmlast zu bekommen, empfehle ich regelmäßige Untersuchung von Sammelkotproben. Bei diesen Untersuchungen würde auch ein Befall mit Giardien oder ähnlichen Dingen erfaßt.
In den gleichen Bereich gehört die Kontrolle der Ektoparasiten: Flöhe, Milben etc.
c)Impfplan, nach dem die Immunität des gesamten Bestandes zuverlässig aufgebaut wird.


Machen Sie all das, haben Sie nur noch ein geringes Erkrankungsrisiko solange die Welpen bei Ihnen sind, außerdem können Sie Ihren Käufern immer komplett parasitenfreie und geimpfte Tiere anbieten, die auf den Wechsel in Ihr neues Zuhause bestens vorbereitet sind.

Dafür benötigen Sie einen Tierarzt, der ein Programm erstellt und begleitet.

Genau das scheint bei Ihnen bisher nicht der Fall gewesen zu sein.
Da Sie einige der Tätigkeiten selbst durchführen können, fallen vor allem Kosten für Beratung, Desinfektionsmittel, Kotuntersuchungen und Medikamente an. Impfungen überlassen Sie bitte dem Tierarzt Ihres Vertrauens.

Für den aktuellen Fall: sowohl Giardien als auch Parvoviren sind ansteckend. Selbstverständlich gilt das auch für den Zwingerhusten, da passen aber die Symptome nicht zusammen. Auch die Therapien sind sehr unterschiedlich.
Die Symptome haben Sie bisher nicht genau geschildert. Ich gehe vorläufig davon aus, daß Ihre Welpen nacheinander an Durchfall erkrankt sind, daß möglicherweise einige erbrochen haben. Und ich hoffe sehr, daß keiner gestorben ist.
In diesem Fall würde auch ich als erstes einen Giardien-Test machen, außerdem schnell eine Nativprobe untersuchen und ggf. noch eine Anreicherung durchführen(da sind sämtlichen Parasiten viel besser zu erkennen). Der Verdacht auf Parvovirose kann ebenfalls mit einem Schnelltest bestätigt werden. Ich würde außerdem evt. eine ausreichend große Kotprobe in ein Labor schicken, um bakterielle Erreger feststellen zu lassen.

Die Behandlung des Giardien-Befalls ist im Grunde recht einfach. Sie erfordert allerdings konsequente Durchführung - Behandlung des gesamten Bestands nach einem speziellen Schema, Desinfektion und teilweise auch Waschungen mit desinfizierenden Shampoos, da die Giardien im kotverklebten Fell, an den Pfoten etc. infektiös bleiben und durch Ablecken das Tier neu infiziern können. Giardien bilden keine Immunität bei den befallenen Tieren. Giardien werden vor allem bei Feuchtigkeit übertragen: bei Tauwetter und im Herbst habe ich die häufigsten Infektionen. Kontrolle des Behandlungserfolgs durch Kotuntersuchung.

Die Parvovirose ist vor allem durch eine sehr hohe Sterblichkeit erkrankter Welpen gekennzeichnet. Für die Behandlung gibt es neben den symptomatischen Maßnahmen ein (ziemlich teures) Serum. Sollten Sie diese Erkrankung im Bestand haben, müssen Sie sämtliche Tiere regelmäßig impfen lassen, Grundimmunisierung ab der 5. Lebenswoche mit geeignetem Impfstoff möglich.


Verändert von Haustierärztin am 03.02.2011 um 18:50 Uhr EST
Experte:  Haustierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Teil 2:
Leider konnte ich den Text nicht in Absätze zerlegen ... und leider wurde nicht alles übernommen. Daher habe ich den 2. Teil in ein weiteres Antwortfenster kopiert. -----------------------------------------------------------------------------------------------------------
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Die Behandlung des Giardien-Befalls ist im Grunde recht einfach. Sie erfordert allerdings konsequente Durchführung - Behandlung des gesamten Bestands nach einem speziellen Schema, Desinfektion und teilweise auch Waschungen mit desinfizierenden Shampoos, da die Giardien im kotverklebten Fell, an den Pfoten etc. infektiös bleiben und durch Ablecken das Tier neu infiziern können. Giardien bilden keine Immunität bei den befallenen Tieren. Giardien werden vor allem bei Feuchtigkeit übertragen: bei Tauwetter und im Herbst habe ich die häufigsten Infektionen. Kontrolle des Behandlungserfolgs durch Kotuntersuchung. Nicht unbedingt ein Muß, aber manchmal hilfreich: unterstützende Maßnahmen vor allem bei sehr geschwächten Tieren durch Schonkost (Hüttenkäse, Reis, wenig gekochtes Fleisch) bzw. Durchfalldiät (hills i/d oder royal canin gastro-intestinal). Evt. Zuführung spezieller Bakterienkulturen für die schnelle Wiederherstellung einer physiologischen Darmflora.

Die Parvovirose ist vor allem durch eine sehr hohe Sterblichkeit erkrankter Welpen gekennzeichnet. Für die Behandlung gibt es neben den symptomatischen Maßnahmen ein (ziemlich teures) Serum. Die Behandlung erkrankter Tiere ist eigentlich immer eine Materialschlacht - Infusionen, Serum, Isolierstation ... Sollten Sie diese Erkrankung im Bestand haben, müssen Sie ab sofort vorbeugend sämtliche Tiere regelmäßig impfen lassen, Grundimmunisierung ab der 5. Lebenswoche mit geeignetem Impfstoff möglich. Die Immunitätsausbildung dauert zwar eine Weile, aber nur so kommt Ruhe rein.

Ich hoffe, ich konnte ein paar Dinge auflösen. Bitte honorieren Sie meine Arbeit - und bitte fragen Sie nach, falls noch etwas unklar ist.


Verändert von Haustierärztin am 03.02.2011 um 19:01 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt.Selbstverständlich sind meine Hunde komplett durch geimpft,genauso wie regelmässige Kontrolle auf Milben,Flöhe oder sonstige Parasiten,keiner hat auch nur irgend einen Befall.Mit der Entwurmung beginne ich ab der dritten Lebenswoche mit Milbenmax.Ebenso habe ich keinen Bestand der nicht überschau bar ist,sondern ich bin ein Hobbyzüchter und nicht gewerblich.Gegen die Giardien werden sehr gute Tabletten gegeben und selbstverständlich auch mehrere male täglich mit einem vom TA gegebenen Mittel desinfiziert.

Was ich wissen wollte ist,was kann ich den Hunden zur Stärkung des Immunsystems geben,damit nicht noch ein weiterer erkrankt, zur Vorbeugung.Vorsichtsmaßnahmen sind zur genüge getroffen,Wie Schuhe,Kleidung usw. Gibt es denn nicht noch was anderes um die Risiken einer Infektion so weit wie möglich aus zu schließen.Was ist mit einer Impfung bei offensichtlich nicht erkrankten Hunden.( Welpen )Was ist mit einem Test der Hunde und dann eine Impfung,solche Dinge würde ich gerne wissen wollen.Was kann ich Füttern oder gibt es Homäopatische Sachen die ich noch reichen kann.

Experte:  Haustierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Abend,

hmmm. Bitte verstehen Sie meine Sichtweise. Sie haben die Symptome nicht beschrieben, sondern 3 mögliche Krankheiten genannt, die alle durch einen Schnelltest diagnostiziert sein sollen. Das sind nicht genug Informationen. Sondern es entsteht der Eindruck einer ziemlich unstrukturierten Geschichte. Es kann durchaus sein, daß man mit Kanonen auf Spatzen schießt, wenn die Vorgeschichte nicht richtig aufgenommen wurde. Es gibt da eine Reihe von Möglichkeiten ...

Ich bitte um folgende Informationen: bitte schildern Sie die Krankheitssymptome, welche Rasse züchten Sie, wie viele Hündinnen sind aktiv. Welcher Impfstoff wird verwendet. Welches Desinfektionsmittel wird verwendet. Welche Tabletten werden aktuell gegen Giardien gegeben. Wurde der Kot im Praxislabor untersucht oder ist noch eine Probe an ein externes Labor gegangen (es gibt ein paar Dinge, die ein Praxislabor nicht findet).

Tabletten gegen Giardien? Da kann es sich eigentlich nur um ein einziges tiermedizinisch zugelassenes Medikament handeln - und das ist nicht sehr teuer. Auch das Medikament aus der Humanmedizin ist nicht sehr teuer - sollte das erste Medikament versagt haben. Sie desinfizieren mehrmals täglich? So sollte das eigentlich nicht nötig sein. Ist sichergestellt, daß die Welpen das Desinfektionsmittel nicht aufnehmen können? Diese Mittel müssen naß auf die Oberflächen einwirken, um wirksam zu sein.

Wenn Ihre Hunde komplett durchgeimpft sind, sollte ein ausreichender Schutz gegen Parvovirose vorliegen. Ist der Schutz nicht ausreichend, sollte das Impfmanagement überprüft werden. Grundsätzlich sollen natürlich nur gesunde und parasitenfreie Tiere geimpft werden ... an dieser Stelle beißt sich die Katze in den Schwanz. Wäre der Bestand nicht geimpft, würde ich alle symptomfreien Tiere sofort impfen. Bei einem durchgeimpften Bestand kann ich eigentlich nur auf Fehlersuche gehen.
Die aktuelle Belastung mit einem Virus kann bei einigen Viren durch einen Schnelltest in der Praxis festgestellt werden. Meistens wird es jedoch nötig sein, eine Blutprobe an ein Labor zu schicken und einen direkten Virusnachweis zu machen.

Zur Förderung des Immunsystems sollte man zunächst unnötige Belastung vermeiden. Das bedeutet z.B. daß nur entwurmt wird, wenn tatsächlich Wurmbefall vorliegt. Dazu sollten entsprechende Kotuntersuchungen durchgeführt werden. Selbst wenn unsere Wurmmittel gut verträglich sind ... Kopfschmerztabletten sind auch recht gut verträglich und dennoch schlucken wir sie nur bei Kopfschmerzen.
An dieser Stelle außerdem die Frage, wie schwer Ihre Welpen zur Zeit der Entwurmung sind, und welche Größe Milbemax Sie verwenden.

Die Fütterung - wem sage ich das - sollte hochwertig, leistungsgerecht und ausgewogen sein. Hündinnen in der 2. Hälfte der Trächtigkeit und für laktierende Hündinnen brauchen mehr - auch das eine Binsenweisheit. Zufütterung kann ab der 3. Woche erfolgen, spätestens wenn sich zeigt, daß die Hündin nicht genug Milch hat.
Für eine Fütterungsempfehlung wüßte ich gerne genau, was Sie bisher füttern.
Sind diese Dinge alle in Ordnung, können wir versuchen, das Immunsystem entweder mit Futterzusätzen oder medikamentell anzuregen. Astoral ImmuStim wäre z.B. eine mögliche Nahrungsergänzung, Zylexis wäre ein Medikament zur Anregung des Immunsystems. Homöopathisch könnte man ebenfalls einiges tun. Für die Auswahl geeigneter Homöopathischer Mittel sollte der Bestand von einem Tierarzt mit Zusatzbezeichnung Homöopathie untersucht werden - das bin ich nicht. Empfehlungen wie Echinacea etc. sind ein wenig zu allgemein.

Wenn Ihre Tiere komplett durchgeimpft sind, sollten sie mit den meisten Viren kein Problem haben. Der Zwingerhusten ist etwas komplexer. Dieser Erkrankungskomplex wird von mehreren verschiedenen Viren und Bakterien ausgelöst. Die injizierbaren Imfpstoffe wirken gegen einen Virus: Parainfluenza. Sollten Bordetellen an dem Geschehen beteiligt sein, wird ein spezieller Impfstoff benötigt, den es nur als Nasentropfen gibt, der außerdem halbjährlich geimpft werden muß. Da das deutlichen Mehraufwand bedeutet, würde ich einen Erregernachweis per Nasentupfer/Rachentupfer versuchen.

Verändert von Haustierärztin am 03.02.2011 um 23:45 Uhr EST
Experte:  Haustierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich habe leider wieder ein 2. Fenster benötigt ...

Wenn Ihre Tiere komplett durchgeimpft sind, sollten sie mit den meisten Viren kein Problem haben. Der Zwingerhusten ist etwas komplexer. Dieser Erkrankungskomplex wird von mehreren verschiedenen Viren und Bakterien ausgelöst. Die injizierbaren Imfpstoffe wirken gegen einen Virus: Parainfluenza. Sollten Bordetellen an dem Geschehen beteiligt sein, wird ein spezieller Impfstoff benötigt, den es nur als Nasentropfen gibt, der außerdem halbjährlich geimpft werden muß. Da das deutlichen Mehraufwand bedeutet, würde ich einen Erregernachweis per Nasentupfer/Rachentupfer versuchen.
An dieser Stelle dreht sich die Diskussion im Kreis - ist komplett durchgeimpft, kann ich eigentlich nur auf Fehlersuche gehen und das Impfmanagement überprüfen. Ist nicht geimpft, sind sämtliche gesunden Tiere sofort zu impfen.

Verändert von Haustierärztin am 03.02.2011 um 23:49 Uhr EST
Experte:  Haustierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
An dieser Stelle dreht sich außerdem die Diskussion ein wenig im Kreis. Ist der Bestand komplett durchgeimpft, kann ich eigentlich nur auf Fehlersuche gehen und das Impfmanagement überprüfen. Ist der Bestand nicht geimpft, sind alle gesunden Tiere sofort zu impfen. Ein Test - um festzustellen, gegen welches Virus man impfen muß - macht Sinn, wenn man etwas Besonderes sucht. Eine neue Virusvariante oder etwas, gegen das man bisher nicht geimpft hat. Es reicht eigentlich völlig aus, sich an die Impfempfehlungen unserer Impfstoffkommission zu halten.
Da mein aktueller Patient inzwischen aufgewacht ist, möchte ich mich auf morgen vertagen. Ich wünsche eine gute Nacht.

Verändert von Haustierärztin am 03.02.2011 um 23:55 Uhr EST
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Zum Verlauf: Die Welpen haben einen leichten Würgereiz gehabt aber keinen Durchfall, gefressen und getrunken wurde ebenfalls.Nach Eingabe von Suanatem hat die TA verschrieben ist direkt nach noch nicht einmal einer halben Stunde ein Welpe umgekippt.Dieser hat sich aber wieder berappelt und nach ca. 5 Minuten wieder gefressen und auch getrunken.Mir wurde gesagt das sowas eventuelkl vorkommen kann von den Tabletten.( wegen Giardien wenn diese schnell ausgeschieden würden ).Wie gesagt es war kein Blut im Stuhl.Trotzdem sollte man nicht aufhören mit diesen Tabletten,was ich aber gemacht habe und umgestiegen bin auf panacur,bis jetzt ohne Nebenwirkungen.Der Zwingerhusten ( eventuelle ) wurde diagnostiziert wegen des Würgens ohne erbrechen. Es ist nichts mehr,kein Würgen oder der gleichen.Der Parvovirus wurde über einen Schnelltest festgestellt,aber die Welpen haben immer gefressen,getrunken und nicht gebrochen oder blutigen Durchfall gehabt.

Wo der Test ausgeführt wurde Schnelltest, war Fieber vorhanden,Mattigkeit aber das war es auch.Die TA hat selber noch gesagt das da kein blutiger Durchfall wäre,aber über Nacht wäre so etwas aufgetreten.Dieser Welpe ist verstorben.Bis dato ist keine Laboruntersuchung gemacht worden,es wäre nicht nötig,weil ja Parvo vorliegen würde.Giardien und Parvo haben ja ein ähnliches Bild der Erkrankung,mit erbrechen und Durchfall bis hin zu blutigem Durchfall.Die anderen Welpen die noch hier sind,zeigen auf nichts auch nur irgend eine Auffälligkeit,deswegen hatte ich gefragt ob es Sinn machen würde diese Hunde sofort Impfen zu lassen,was aber verneint wurde.Was meinen Sie,Impfen oder nicht Impfen??? Und das waren so meine Fragen,was ich tun kann um das Imunsystem zu stärken,welche möglichkeiten ich noch habe,damit diese nicht erkranken,was immer es jetzt auch sein könnte.

Aber an Giardien oder eventuellem Zwingerhusten glaube ich nicht mehr,dann würden sich die Welpen anders verhalten.Kein halbwüchsiger oder erwachsener Hund hat irgendwelche Anzeichen von diesen genannten Erkrankungen.Fressen,Trinken und benehmen sich völlig normal keine Anzeichen von Durchfall oder dergleichen. Zur Fütterung,meine Welpen bekommen Royal Canin Select Gold und dann eine langsame Umgewöhnung auf Junior.Die Zuchthunde bekommen ebenfalls Royal canin abgestimmt auf die bedürfnisse der Hunde. Zu meiner Zucht ,ich züchte Mops und Lo Sze-Mops

 

Experte:  Haustierärztin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Abend,
ich bin leider erst jetzt wieder am Rechner.

Ihrer Beschreibung nach hätte ich nicht als erstes an Parvovirose gedacht. Ich bin nicht sicher, ob wir dem Schnelltest an dieser Stelle glauben können.

Falls Parvovirose vorliegt, wären m.E. mehr Welpen ernsthaft erkrankt. Von der Symptomatik her hätte ich sehr schnell Erbrechen und Durchfall erwartet, nicht "nur" Würgen. Außerdem bricht der Kreislauf schnell zusammen.
Es wäre Stagloban bzw. eine passive Immunisierung mit einem Serum angezeigt. Damit sind die Tiere sofort geschützt. Allerdings wird keine Immunität aufgebaut, das kann erst durch den Impfstoff erfolgen. Insofern habe ich in meiner ersten Antwort nicht ausreichend differenziert. Stagloban SHP ist ein Serum gegen Staupe, ansteckende Leberentzündung und Parvovirose. Diese Behandlung sollte bei erkrankten Tieren mit entsprechendem Verdacht sofort erfolgen. Vorbeugend sollte man Welpen nur behandeln, wenn keine Antikörper von Seiten der Mutter zu erwarten sind (ungeimpfte Hündinnen). Bei Welpen geimpfter Hündinnen braucht man Stagloban zur Vorsorge frühtestens in der 5. Woche (dann läßt die Wirkung der mütterlichen Antikörper nach). Gesunde und noch nicht geimpfte ältere Tiere ohne Ansteckungsverdacht würde ich sofort mit dem endgültigen Impfstoff impfen.
Für Welpen ab der 5. Woche gibt es wie schon gesagt auch einen Parvovirose-Impfstoff, den ich bei gesunden Welpen ohne Ansteckungsverdacht einsetzen würde.

Giardien können Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall verursachen. Der Durchfall wird schleimig und enthält manchmal Blutbeimengungen, wird gelegentlich richtig blutig. Außerdem hat er einen eigenartigen üblen Geruch. (Blutiger Durchfall kann auch von anderen Erregern ausgelöst werden, wie Kokzidien). Erbrechen gehört normalerweise nicht dazu, ich hatte allerdings schon befallene Hunde in Behandlung, die auch erbrochen haben.
Das Mittel der ersten Wahl bei Giardienbefall des Hundes ist eigentlich Panacur, als Tablette oder als Paste. Das sollte auch ohne besondere Nebenwirkungen funktionieren, während man mit Suanatem etwas vorsichtiger sein sollte. Ich verstehe nicht ganz, was der Kollaps bei dem Welpen mit der Ausscheidung der Giardien zu tun haben soll - es scheint mir eine einfache Nebenwirkung gewesen zu sein. Suanatem (übrigens auch nicht soo teuer) enthält 2 pharmakologisch wirksame Substanzen, von denen ich nur eine gegen Giardien einsetze - und die gibt es als Monosubstanz in einem Human-Arzneimittel. Das kann in schwierigen Fällen auch infundiert werden, also wenn die Tiere ungewöhnlich schwer erkrankt sind oder das erste Medikament nicht angeschlagen hat. Zur Behandlung gehört außerdem wie schon früher geschrieben die Desinfektion und die Behandlung aller Tiere und Kontrolle des Behandlungserfolgs per Kotprobe.
In diesem Zusammenhang möchte ich außerdem hinweisen, daß es noch weitere "exotische" Durchfallerreger gibt, für die man ein externes Labor benötigt.

Ob im Nachhinein noch herausgefunden werden kann, was genau geschehen ist? Normalerweise sollte man Proben vor Behandlungsbeginn sicherstellen, dann kann man mindestens eine symptomatische Behandlung beginnen und anhand der Laborergebnisse später anpassen. Schnelltests sind in der Praxis zwar komfortabel und schnell (und häufig kommt es auf ein schnelles Ergebnis an), aber sie erfassen in der Regel zu wenig Parameter und ersetzen nicht unbedingt die gründliche Aufarbeitung.
In der Regel bieten externe Labors sinnvoll zusammengestellte Pakete wie z.B. Durchfallprofil Fleischfresser an, mit denen recht kostengünstig alle relevanten Erreger gesucht werden - man bekommt außerdem einen Hinweis, falls die physiologische Darmflora zu schwach ausgeprägt ist. In einem solchen Fall kann man dann mit Hilfe von speziellen Bakterienkulturen nachhelfen (z.B. Cani-Bac oder Canicur). Auch das Fehlen der physiologischen Darmflora (wie z.B. nach länger andauernder Behandlung mit bestimmten Antibiotika) führt zu Verdauungsstörungen - da wäre ein solches Präparat angezeigt.

Für die Anregung des Immunsystems wiederhole ich meinen vorherigen Text: Astoral ImmuStim wäre z.B. eine mögliche Nahrungsergänzung, Zylexis wäre ein Medikament zur Anregung des Immunsystems. Homöopathisch könnte man ebenfalls einiges tun. Bei Würgereiz oder würgendem Husten kann man Ipecacuanha einsetzen, Nux vomica wäre ebenfalls eine Idee. Sie sollten für dieses Gebiet einen homöopathisch versierten Tierarzt suchen.
An der Fütterung mit Royal Canin, Select Gold und Juniorfutter gibt es nichts auszusetzen. Beziehen Sie Royal Canin über einen Tierarzt oder über einen Händler (das sind verschiedene Produktlinien).

Verändert von Haustierärztin am 04.02.2011 um 23:18 Uhr EST

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